Begriff Erklärung von Begriffen, Straßen-, Eigennamen, etc. © H.Lambrecht
A  
Aap "Äh du Aap!" - "Du Affe!" in Duisburg heißt es "dä Aap", in Köln "die Aap".
Aap fräte "Die hat an dem en Aap gefräte." In jemanden oder etwas vernarrt sein.
Aap halten "fürn Aap halten": "auf den Arm nehmen". "Dä läßt sich nich fürn Aap halten, nä, dä nich."
Aapejäckske kurze, eng anliegende Jacke (Spenzer), oft bunt und verziert. Anspielung auf bei dressierten Affen übliche Tracht.
Aasch auf Eimer "Dat paßt wie Aasch auf Eimer" wenn beim Hand die Maße stimmen und Sachen sitzen
Abbe französischer Akzent wie Cafe: Klo.
abknirzen abhauen, schnell verschwinden. Abknirzen muß, wer etwas gelappt hat und sich nicht erwischen lassen will.
abkungeln für eine billigere Gegengabe tauschen
abmurksen knifflige Arbeit verrichten und sich dabei alle Mühe geben, vielleicht sogar in Schweiß und Tränen.
abnippeln sterben
Abreibung mindestens Standpauke, wahrscheinlich sogar was auf den Hintern
abscheppen schnorren, etwas für lau haben wollen, also umsonst. Vgl. „aufscheppen".
abschmirgeln hinfallen
abseilen "Ich geh ma ehm ein'n abseilen": Das "große Geschäft" erledigen.
Abtei Hamborn Kloster von 1136, heute Prämonstratenserabtei; erhält im Laufe der Jahrhunderte großen Landbesitz und viele Rechte im Gebiet von Ruhr und Emscher. Als die Kirche von Beeck an die Reformierten fällt, müssen die wenigen, verstreut lebenden Katholiken nach Hamborn.
achielen gierig essen
achielen essen
achter danach; hinten; hinter
Acker bewirtschaftetes Flurstück
Ackerstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Schellenstraße
adeg freundlich, artig
Adolf Hitler -> Hitler, Adolf
Adolf-Hitler-Straße früherer Name der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße, davor -> Kaiserstraße
Aejkätzke Eichhörnchen
aeweföhl gleichgültig und interessenlos
affkamisolen schlagen, verhauen
affkomme konfirmiert werden
affrackere abarbeiten, plagen
affstappen fortgehen
Äh mißliebige Anrede, wenn jemand beim Namen genannt werden will. Antwort: "Äh heißt der Fuhrmann von Espey!"
ahnbändele anbändeln, anmachen
Albus (lat. weiß);  -> Weißpfennig
Allerliebste Fleischwurst: mit Abstand die begehrteste Wurst, mal eben beim Metzger geholt
Allmende Allgemeinheit; Land, das allen im Dorf ansässigen Bauern gemeinsam gehört und über dessen Nutzung sie sich einigen müssen.
Alsumer Straße Straße in Beeck; führt zum heute nicht mehr vorhandenen Ortsteil Alsum
Altes Haus freundschaftliche Begrüßung; der Bewohner wird mit seinem Haus gleichgesetzt
Am Beeckbach Straße in Beeck
am Kacken halten für den Unterhalt der Familie sorgen
Am Kamannshof Straße in Beeck; Straße am, zum Hof von Kamann;
Am Nienhaushof Straße in Beeck; Straße am, zum Hof von Nienhaus;
Am Rönsbergshof Straße in Beeck, ; Straße am, zum Hof von Rönsberg; Teil der Straße "Am Rönsbergshof" bis zur Eisenbahnbrücke hieß früher -> Glückaufstraße
Ambach Er weiss, wo er dran ist, oder was wem die Stunde geschlagen hat.
Amtsgut Vom Amtsgut aus erfolgt die Verwaltung eines Hofeverbandes
An de Tomp frühere Straße in Beeck am Zusammenfluss von Beeckbach und Emscher; -> Tomp
An der Brauerei Straße in Beeck; früher -> Teil der Mittelstraße, die später -> Gotenstraße heißt
Andreas Hofer -> Hofer, Andreas
Andreas-Hofer-Straße Straße in Beeck; früher -> Bergstraße
angen Buiken "an den Buchen": Haus in der Hofgruppe "Östrich"; -> Buchen
Angespitzte Kathreiners Malzkaffee: die Körner sind vorne und hinten spitz
Ann Anna
Anna Lüse Cousine von Anne Fürsich. Schreibfehler eines Duisburger Schulkindes: Analyse
annefürsich grundsätzlich, "an und für sich"
anschmieren Streich spielen, leicht betrügen oder belügen, hinters Licht führen
Apotheke (des Ruhrgebiets) Hüttenwerk Thyssen in Meiderich (1985 stillgelegt), hier werden 2500 verschiedene Eisenlegierungen hergestellt .
Appel Apfel wird zum Kopf, in dem Verwirrung herrscht, wenn es heißt: "Du hass ein"n am Appel".
Appel un Ei die Kombination von Appel und Ei entsteht wohl, als Äpfel und Eier sehr billig sind.Denn watte "fürn Appel un'n Ei kriss, dat is billig".
Appele (auch: Äppele) Äpfel
Arbeiterschinken heißt bis in die 50er Jahre das Rübenkraut.
Armenjäger 1716 und 1718 bekommt der Beecker Armenjäger 5 Reichstaler, wofür er zweimal die Woche die unnützen Bettler aus der Stadt (Ruhrort) zu vertreiben hat.
Arnold Karl, *1891 †1958, 1947 bis Febr. 1956 Min.Präs. (CDU) von NRW
Arnoldstraße Straße in Beeck
Arnulfinger Adelsgeschlecht -> Austrasiens; nach dem Stammvater Bischof (614 - 629) Arnulf von Merz (†641) benannt
Arschkriecher (ohne "r" gesprochen:) unausstehlicher Schmeichler, der beim Vorgesetzten Liebkind machen will.
Aschenschoss und Ascheschöttken: Aschekasten im Kohleofen.
Aschka mit Schuhnägel bedeutet soviel wie Prügel.
Asischale "Anne Bude krisse Pommes rot/weiß, Currywurst un alles aufe Asischale."
asten schwer arbeiten; gern in der Verlaufsform gebraucht: schwer am asten.
A-Straße früherer Name der heutigen -> Berlakstraße
äte essen
Atess Attest; "Ohne Atess krisse kein frei"
ATH August-Thyssen-Hütte; Vorgängerin des heutigen Konzerns -> TKS
aufscheppen mit dem Schepplöffel (Schöpfkelle) die Suppe aufgeben. Auch Kohlen scheppen: durchs Kellerloch in den Kohlenkeller.
August Thyssen -> Thyssen, August
ausgeschissen Er braucht mit keiner Bitte mehr zu kommen, ich habe vielleicht sogar die Achtung vor ihm verloren. "Bei mich hass du ausgeschissen!"
auskotzen alles erzählen, auch wenn es unangenehm ist; "Jetzt kotz dich ersma aus!"; -> ausscheissen
ausrasten den Verstand verlieren, weil man wütend ist; "Ich raste gleich aus!"
ausscheissen alles erzählen, auch wenn es unangenehm ist; "Jetzt scheiss dich ersma aus!"; -> auskotzen
ausse Latschen kippen umfallen. Wörtlich genommen: jemand fällt um, aber die Schuhe oder Klumpen bleiben stehen.
Austrasien [germ.]: Ostreich = Austrien; seit 567 der östl. Teil des Fränkischen Reiches
Averbeeck Hufe auf dem -> Dalacker -entsprechend ihrer Lage- "über dem Bach", also Averbeeck, -> Overbeeck
awer aber
B  
Baaken, Heinrich Weihbischof von Münster
Bäbbel "Halt doch ma dein Bäbbel!" - "Halt den Mund!" - "Halt die Klappe!"
babbele schwätzen
Babbelkes Bonbons, fürn Groschen oder sonntags für'n -> Fuchs anne Bude geholt
Babbelkes Bonbons
Babelotten Lockenwickler, mit deren Hilfe sich die Frauen Krause ins Haar bringen. "Manche gehen in Babelotten, Kittel un Pantoffeln ma ehm einkaufen."
Back Schüssel, Kohlenkasten, Waschback, Spülback oder Kraneback. - Auch Gefängnis heißt „Back".
Back große Tasse
Backes kleines Haus mit gemauertem Backofen, der mit Reisig (Schranzen) geheizt wird. Es steht in der Nähe des Wohnhauses.
Backmann wie "Brasselmann" ein dicker Stein, ursprünglich ein im Brennofen gebackener
Bahei maake Umstände, Aufheben machen
Bähk Beeck, für die Ruhrorter
Balkonien wo jemand seinen Urlaub zu Hause auf dem Balkon verbringt.
Ballekes anderes Wort für "Babbelkes". Auch die Hoden: "Dat Männeken Piss hat süße Ballekes."
Ballermann dicker Stein, so handlich, daß man damit "ballern", werfen kann. Ein Ballermann ist auch ein Trinker."Er hat en Ballermann", er ist betrunken.
banduhse toben
bandusen und rumbandusen ausgelassenes Toben der Kinder; besonders gern in den Betten der Eltern (Kissenschlacht).
Bank (Holzbank) Gerichtsstätte, an der Wald-, Feld- und Wegeangelegenheiten geregelt und Vergehen gegen diese Maßnahmen bestraft werden.
Banker unerzogene Kinder
Bär am Brummen unbezahlter Deckel, also Schulden.
Barjere Schranke (frz. barriere), geschrieben wie gesprochen; so auch Trottoar für Bürgersteig, Paraplü für Regenschirm
Bas (langes "a", ndl. "baas") Großvater ,Vater als Familienvorstand, gelegentlich auch Chef
Basäng in die Ecke der Waschküche gemauert, zum Einweichen und Klarspülen der Wäsche; auch Schwimmbasäng
Baselun langes, kittelartiges Schreinerhemd. Auch Baselünneken, Baselüm(p)ken
Bathen, Peter Bäckermeister aus Ruhrort, der 1839 an der (heutigen) Ecke Bruckhauser Straße/Windmühlenstraße eine -> Windmühle erbaut
Batzen großes Stück; "en Batzen Geld" ist eine Menge Geld; aber auch das menschliche Hinterteil, genauer: eine Pobacke.
Batzenkloppen Spiel, bei dem sich einer vornüberbeugen muss, ohne zu gucken, und dann von einem der Umstehenden einen Schlag auf den Batzen erhält. Der Gebeugte muss raten, wer's ist.
 Bauern (hörige B.)   gehören einem Herrn, für den sie arbeiten müssen; er zieht an ihrer Stelle in den Krieg, er muss auch in Kriegszeiten für ihren Schutz sorgen.
Bäuerken Ein Säugling muss nach Brust oder Flasche erst aufstoßen bevor er hingelegt werden darf.
bebaumölen (sich b.) sich schief lachen, vor Lachen biegen
Bebi Kleinkind; (engl. "baby")
Bedburg-Hau "Du biss bekloppt". In Bedburg-Hau im Kreis Kleve ist eine "Nervenheilanstalt".
bedröppelt "en bedröppelt Gesicht machen", "bedröppelt kucken": traurig, enttäuscht; auch "bedröövt": niederrhein. platt.
beduhn benehmen
Beeck Stadtteil von Duisburg; 6 43" 59" östl. Länge / 51 28" 46" nördl. Breite // beki, Beck, Beek = Bach; die ältesten Ortsnamen gehen von Naturdingen aus und bestehen aus Einheitswörtern // siehe auch -> Grenzen früher und -> Grenzen heute
Beeck Denkmal Am 25.07.1886 enthülltes Kriegerehrenmal zu Ehren von 9 Gefallenen der früheren Gemeinde in den Feldzügen 1866 und 1870/71. Standort: Kreuzungsbereich heutige Friedrich-Ebert-Straße/ Lange-Kamp. Das Denkmal wird wiederholt zerstört, umgestaltet. Im Zuge des Straßenumbaus 1978/79 gänzlich geschliffen.
Beeckbach Bachlauf, Zufluss in die Emscher aus Rtg. Alt-Hamborn, früher Quelle am Kellenberg in Sterkrade-Osterfeld. Der Unterlauf wird früher auch -> "Elpe“ = Erlenbach genannt. Er benutzt ein altes Emscherbett, den - > "Swiensbruch“ (Schweinebruchwald) in -> Bruckhausen und am -> Ostacker. Heute nördl. Teil des Emscherkanals. Er mündet früher ungefähr in Höhe des heutigen Pumpwerks Alsumer Straße in die Emscher.
Beeckerwerth Werth = Insel oder Halbinsel; Beeckerwerth gehört zeitweilig ganz oder teilweise zum linken Rheinufer; es wird lange Zeit vom Rhein, seinen Nebenarmen und der Emscher umflossen
Bees Biest
Beffken Vorhemd. Auf dem alltäglichen Herrenhemd werden Kragen und Beffken befestigt.
Beffstück Beefsteak
Behandigung Verleihung eines Hofes an zwei Hände, d. h. Arbeitshände (Mann und Frau). Die darüber ausgestellte Urkunde hßt Behandigungsurkunde. In der Neuzeit ist an ihre Stelle der Pachtvertrag getreten.
bei "Mach" ma die Tür bei"! - : "Lass sie einen Spalt offen!"
bei mich bei "Komma bei mich bei." Tröstend: "Komm mal her in meine Arme."
beiern sitzend mit Beinen baumeln; geht auf das Hin-und Herbewegen des Glockenklöppels zurück ("Bimm, bamm, beier...").
Beisteuer Unterstützung, Nachbarschaftshilfe (z.B. bei abgebrannten Haus)
Beißerkes Zähne, vor allem vom Baby
bej de Weckel beim Kragen
bekrabbeln Liebende bekrabbeln sich; auch: Weg der Besserung nach Krankheit, Lebenstief oder einer Geschäftsflaute.
bekriegen wieder gesunden, erholen (auch wirtschaftlich verwendet)
Bell, Bella Sybille
benaut beengt
Bendale Pedale am Fahrrad. Mz. Bendalen
Benn Waschkorb
Bensel alte Fahrradfelge ohne Speichen, im Laufen mit einem kurzen Stock schlagend angetrieben.
beömmeln sich sehr amüsieren, in die Hose machen vor Lachen. ->"Ömmes" - "beeumeln" und "bebaumölen" sind Varianten
berappen zur Kasse gebeten, wiederwillig zahlen. (Rappen=Münze mit Adler, als "Rabe" = "Rappe" verspottet)
Berechtsame Begriff aus dem Bergmännischen;  -> Gerechtsame
Bergstraße ehem. Straßenname in Beeck; heute: -> Andreas-Hofer-Straße
Berlakstraße Straße in Beeck; früher -> A-Straße
Bert Berta
Beschitt Beschiss, Betrug, z.B. zu hohes Eintrittsgeld, zu hoher Bierpreis
Beschüt Zwieback (frz. biscuit)
beseiwele betrügen
besser is dat Betonung auf "besser".; nachdenkliche Zustimmung vor dem ersten Versuch, es so zu machen.
Betrügerchen Einsteckkragen, als Ersatz für Bluse oder Hemd unter dem Pullover getragen
Bettsprei Bettdecke
betuppen übers Ohr hauen, ein bißchen betrügen.
Beus, Beuß eng anschließende Tuchjacke für den Mann
Bibi kleiner Damenhut, eher verächtlich
Biese Binsen
Bildermann Bildermann (= Bild dir, Mann) nix ein!" Entgegnung auf Selbstlob oder Angeberei, familiär
Bille Waintjen, Billewa(i)ntjen Acker in Beeck; Einschnitt in das Buschwaintjen. -> Waintjen
billen spalten -> Billewantjen
bimsen Schulkinder, Studenten: pauken; Schleifer: mit Bimsstein glätten; Soldaten: Drill; manche (Männer): bumsen
Binde (hinter die ... gießen) sich einen trinken. Manche sagen auch, sich einen hinter den Knorpel gießen.
Blag derb für Kind; kommt vielleicht durch Verdrehung von Balg, ursprünglich die Haut/das Fell: "einem Tier den Balg abziehen".
Blagen Kinder. Blagenzeug ist die Kinderschar selbst, auch Blagenvolk.
Blasrohr zum Enfachen des Feuers bei Restglut
blau Haarfarbe rot! - "dä Blaue" ist "der Rothaarige". - Auch: betrunken
blaue Panne op de Kopp haben die Rothaarigen.
Blauer Heinrich Magermilch.
blechen viel Geld für etwas ausgeben (müssen)
Bleck Kehrblech
Blenden hölzerne, meist grün gestrichene Fensterladen
Blindfisch Wer etwas nicht sieht, aber sehen könnte.
bloht nackt
Blötsch Beule nach innen (konkav); eine Beule am Kopf (Schwellung, konvex) ist eine "Bull".
Blumenpott simpler Haarschnitt: "En Pott aufn Kopp und alles, wat rauskuckt, abschneiden". ->auch "Kümpkesschnitt".
Blummesüte ("Blumensüßer") lauwarmer Mensch
Blütenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Am Kamannshof
Blutwoschkolonie Arbeiter- und Armeleutesiedlung -in Beeck Teile der Friedrich-Ebert-Straße- dort wird früher billige Blutwurst gegessen.
Bodenbom Botenbaum = Grenzstelle eines in sich abgeschlossenen Rodebezirkes, wo Botschaften abgegeben werden; einer der ältesten Siedlungsbereiche im Südwesten von Beeck: dazu gehören das Lehngut Nienhaus am Wasser mit den Gebäuden an der Emscher, nordöstlich davon "auf dem Poth" oder Pothmann, nördlich von Pothmann das Anwesen "auf dem Kamp" oder Kamann und die Katstelle "am -> Pütt" oder Püttmann. 1930 werden in einer Sandgrube am westl. Ende der heutigen Pothmannstraße fränkische Grabbeigraben entdeckt.
Bödner  oder Büttner Eigentümer oder Pächter einer kleinen Hufe oder eines Kottens
Boiler anderes Wort für Klo
Boldrian wie der Bollerback ein polternder oder ungehobelter Kerl
bölken laut sprechen, auch brüllen oder rülpsen
Bölkstoff Billigbier
Bölkwasser Sprudelwasser, von dem man aufstoßen muss
Bölkwottel Rettich: man muss nach dem Genuss bölken, aufstoßen
Bollerback auch Bolderback: jemand, der laut herumpoltert
Bollerkopp ein Bollerback, der auch sprachlich herumpoltert und alles laut herausdröhnt.
bollern laut gehen oder laut tätig sein
Bollerwagen (Puppen-/Kinder-) Wagen mit Holzrädern, der beim Fahren bollert.
Bölt verkommene Wohnung
Bomesien ein Gewebe aus Baumwolle und einem Zusatz von Schafwolle, das weich und glänzend ist wie Seide.
Bommel Troddel oder Bommel oder Quasten an Mützen
bomstig plötzlich
Bongert -> Bungards- oder Buschmannshof =  Katstelle an der Straße von Stockum zum Kirchdorf Beeck, Nähe Bahnhof, früher Endorp
Börschel Bürste
Bosch Bauernschaft in Stockum
böscheln einen Fleck rausbürsten. Die Böschel ist eine Bürste.
Boßlapp eine weite wollene Jacke mit Perlmuttknöpfen, die bis auf die Hüften reicht.
bott grob
Botterblume Hahnenfuß
Botterram Knifte, Stulle oder Remmel mit Butter drauf, auch allgemein Butterbrot
Box Hose, Unterhose
Brammel (1) "en Schwär", Pickel oder Bläschen am Mund.-> auch "Bratsche".
Brammel (2) dickes Stück von etwas; aber auch: "Mensch is die Marga en Brammel geworden!"
brandschatzen -> Schatzung
brasele arbeiten
Brass (haben) "Ich hab Brass auf den": Wut auf jemanden haben
brassel(e)n ("ss" wie in Susi gesprochen) schwer körperlich arbeiten, auch im Garten.
Bratsche Herpes an der Lippe; ->auch "Brammel" (1) und "Ekelbratsche".
Brauereien in Beeck am -> Eiskeller 1850 von Heinrich Victor errichtet; -> König-Brauerei wird im Februar 2002 an Holsten verkauft ( -> Holsten-Brauerei) ; im Januar 2004 an Bitburger
Brecher Riesenkerl
breije stricken
Breitseiker Mädchen; bei frischgeborenen Babys als Antwort auf die Frage nach Junge oder Mädchen. -> "seiken".
Bremme(n)kamp Feld, Acker mit Ginsterbüchen ( = Sträucher auf minderwertigen Böden)
Bremmen Ginster
Brillekicker Kinder oder Erwachsene mit Erstbrille
Brink Anschwemmung im Bette eines Baches oder Flusses, die eine Pflanzendecke erhalten hat.
Brodtromel Brotschachtel, Brotkasten
broje braten
brölle heulen
Brommflieg Schmeissfliege
Bruch, Bruck sumpfige Niederung inmitten von Weiden oder am Wasser
Bruchmanns Hufe Acker und wenig Weide mit Bäumen
Brüchten Strafgelder, die dem Vogt (Gerichtsherrn) für Vergehen gegen Menschen, Landwehr und Feldflur gezahlt werden müssen.
Bruckhausen Stadtteil von Duisburg, nördlich an Beeck angrenzend; ehemalige Bauernschaft auf einer Anhöhe zwischen Schweinsbruch (->Swinsbruch) und Schwelgernbruch; Name aus karolingischer Zeit, erstmals um 1139 erwähnt
Bruckhauser Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Kronprinzenstraße
Bruickel Weide mit Bäumen in Stockum
Bruickel (Op den B.) oberhalb oder dahinter liegendes Grundstück 
Bubbel-EIla Schnattergans, vielredende Frau
Bubbelwasser Alkoholgetränke, die die Zunge lösen können; ("Hasse Bubbelwasser getrunken?")
Buchen (An den B.) Haus in der Hofgruppe "Östrich"; -> angen Buiken
Buchsemann Buchse oder Buxe ist jede kurze oder lange Hose. Buchsemann ist der Schlafanzug, auch Kind im Schlafanzug
Buchsepiep Hosenbein
Büdeken im ganzen Ruhrgebiet verbreitete Bude, also Trinkhalle oder Kiosk
Buermeester Bauernmeister, er war Vorsitzender in der Bauernversammlung, der untersten Verwaltungsbehörde, die über Wegeführung, Grenzberichtigung, Wegeinstandhaltung und Brunnenbenutzung zu entscheiden hatte.
Bügelihser Bügeleisen
Buhr Bauer
Buiken Buchen
Bull erhabene Beule am Kopf (Anschwellung; Blötsch=Vertiefung)
Bullebäuskes Hefekrapfen; -> Kräbbelkes
Bullemann Phantasiegestalt, mit der Kindern Angst gemacht wird. Aber auch ein Wort für Nasenpopel.
Bullenkloster Unterbringung, Heim für ledige männliche Mitarbeiter bei Thyssen
bumsfidel gut drauf
Bungardshof -> Bongert oder Buschmannshof = Katstelle an der Straße von Stockum zum Kirchdorf Beeck, Nähe Bahnhof, früher Endorp
Burbachstraße Straße in Beeck
Bürgergemeinschaft Schleiermacherstraße von engagierten Bürgern wg. der besonderen Vorkommnisse in und um das Haus Nr. 12 gegründet
Bürgerverein Beeck e.V. am 8. August 2000 gegründet; -> www.buergerverein-beeck.info
Busch "Auf den Busch kloppen" = soviel wie „angeben" (ursprünglich: aus jemandem etwas herausfragen).
Buschegängsken Verbindungsweg zwischen -> Bergstraße und -> Mittelstraße
Buschmannshof -> Bongert oder Bungardshof =  Katstelle an der Straße von Stockum zum Kirchdorf Beeck, Nähe Bahnhof, früher Endorp
Buschwaintjen -> Waintjen
Buseine ein mit Steinplatten überdeckter Abwasserkanal
Butt Faß, Tonne, Zink- und Badewanne
butte draußen
Bütterken sprich: Büttoken (o wie in offen): kleines, leckeres Butterbrot.
bütze küssen
C  
Carl Albrecht -> Albrecht, Carl
Carl-Albrecht-Straße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Karl-Albert-Straße
Chaise leichte, halbverdeckte Kutsche
Choufoutblatt Weißkohlblatt, das sich die auf dem Feld arbeitenden Frauen als Sonnenschutz auf den Kopf legten.
Coupettestraße Straße in Beeck
D  
Da(e)lacker Acker im Dal, Tal, frühere Feldflur nördlich des Beeckbaches, größtenteils zum Oberhof gehörig; heute ungef. zw. A 42 und Arnoldstraße;
Da(e)lackersche Straße Straße zum -> Dalacker; später -> Sarriskämpchen
Dachkall Dachrinne. Kali ist das halbe Rohr im Gegensatz zur Röhre (Piep).
däftig sauber, nett, aber einfache Kleidung
Dalles "Da hätt dä Dalles": Leere im Portemonnaie.
Dämelack oder Dämlack: jemand hat sich sehr blöd benommen.
Dassel "Hasse Dassel gehabt, du", Glück gehabt, wie "Dusel gehabt".
dat das; "Wat soll dat?" - "Sach ma'n Satz mit 'der, die, dat'! - "Dat arme Dier; jetz hatse 'n Blag … und der die dat gemacht hat, hat sich verpisst!"
dat arme Dier "en arm Dier" ist also ein Menschenkind, dem es bedauernswert schlecht geht. "Dat arme Dier kriegen" ist dagegen eher Selbstmitleid.
dat eine "Dat eine will ich dich sagen"gewichtige Einleitung einer Belehrung. "Die Kerle denken nur immer an dat eine." - "Un wat is dat eine?" - "Dat is dat, wovomman nich spricht."
datte da gehss nachdrücklicher Relativsatz in Schimpfkanonaden: "Du verdammten Nickel datte da gehss!" - "Du verflixtes Blag datte da gehss!"
Datterich Händezittern oder die ganze Person bei Parkinsonismus.
Dätz frz. tete (tät)? - Kopf; "Wenne nich sofort aufhörs, hau ich dir einen auf'n Dätz!" Das geschah mit der Bratpfanne.
decknackig eigensinnig
Del Adele
Delle, Diel, Dolle, Duiltjen Niederung, muldenförmige Geländevertiefung
Denges auch Dinges, Dingens: Joker, wenn man nicht auf den Namen kommt
Derk, auch Ditz Diedrich
Dern, Dernkes Mädchen, Ez.+Mz.
Desch Tisch
Deu Schubser
Deu Stoß
Deu antun sich werweißwas einbilden, vornehm tun
deuen schieben
Deutscher Kaiser zunächst als Zeche (Steinkohlebergwerk) zw. Beeck und Hamborn gegründet, daraus geht die Gewerkschaft "Deutscher Kaiser" hervor, Vorläufer der "August-Thyssen-Hütte AG"
Diek, Dick Deich(-weg)
dieseln pinkeln
Dietz Dietrich, Dieter.
dille soviel wie lecker; ("Dille, dille, Dänzchen ...")
Dochd Docht für die Petroleumlampe
docken Eindecken des Hausdaches
Döhn(e)ke(n) "Tönchen“: Anekdote, lustige Geschichte, meistens in Mundart erzählt
Dole origineller, aber auch „unmöglicher" Hut
Doll Charette Frau, die herumalbert, den ganzen Abend ohne Pause die Leute unter am Lachen hält. Der männliche Unterhalter: "Ullefatzküken"
dolldrehen eine Schraube ist doll(gedreht), wenn sie nicht mehr packt, weil das Gewinde beschädigt ist.
Dolle vorwurfsvolle Mahnung bei Übertreibungen
Döllmes Kopf
Donk Acker in gewölbter, erhöhter Lage, hochwassersicher
Donnerlittchen Ausdruck des Erstaunens, besonders der Großeltern den kleinen Enkeln gegenüber
dood un dusselig Wenn man nicht aufhören kann, z. B. zu essen: "Da könnt ich mich dood un dusselig dran fressen."
doof (2) soviel wie verrückt, aber auch schwerhörig oder taub. "Dä Doofe hört doch wieder nix."
doof(1) "Doof wie Schifferscheiße": derbe Herabsetzung.
Döppen Wer sich sehr dumm (saudumm) anstellt; auch: Augen
döppen Erbsen oder Bohnen mit dem Daumen aus den Schoten schieben; auch: ins Wasser untertauchen
döppen jemanden ins Wasser untertauchen
Döppen dummer Mensch
dörbleue verprügeln
Dores Theodor, Theo
Döres Kurzform für Theodor
Döres Theodor
dörflutsche sich an etwas vorbeistreichen
Dörgänger Draufgänger
Dörpel Treppenstufen vor der Haustür
Dörpel draußen, vor der Türe
Dosch Durst
Dötsch Delle, Knick oder Falte
dötschen stoßen, z.B. Ostereier "dötschen/ditschen/-> titschen"; auch: jemandem eine hauen; -> stippen
Dott wie "Döppken" der Kreisel, mit einer Peitsche auf dem Boden zum Drehen gebracht; -> "Pitschdoppen" und "Pitzdopp".
Dotz/Dötzken kleine Personen, meist Kinder; "I-Dötzchen" (Schule); "dotzen" eigentlich das Aufprallen eines Balles, auch (auf-)titschen, (-)ticken oder (-)tippen.
Douve(r)n, Theodor heiratet 1798 die Witwe des damaligen Pächters des Rönsbergers Hof und nennt sich seit der Zeit Douvern, genannt Rönsberg.
Dowe dummer Mensch
dranssen dran sein, dabei sein, etwas zu machen
draufankönnen sich auf etw./jmd. verlassen können
dreibastrig aufsässig, "stinkig"
Drelldopp on Pisch Kreisel und Peitsche
Drickes (stiewen D.) besonders ungelenk und steif; von Hendrik; vielleicht von "Drickler" oder "Triakler", im Mittelalter herumstehende Verkäufer des Allheilmittels Theriak (als Angelikawurzel, Engelwurz bekanntes Magenmittel, auch zur Herstellung von Angelikaspiritus geräuchlich)
Driesch brach liegender Acker, ungepflügt; zur Schaaftrift genutzt; wird zur Weide, wenn länger ungenutzt
Driesch (der alte D.) Acker in Beeck
Driet(e), Driss, Dritt Kot, Scheiße; auch: mißliche Lage
Drilldopp Kreisel zum "Dort" oder "Pitschdoppen" spielen, -> "Drilldopp", "Pitzdopp", "Hulldopp"
Drillepittken kleiner Kreisel, an einem Mittelpinnchen durch Anschubs zwischen Daumen und Mittel- oder Zeigefinger auf dem Tisch in Schwung gebracht. Es gab ein Familienspiel mit Pfennigeinsatz in ein Pöttken. Auf dem Drillepittken stand: "Gib 1", "Nimm 2" etc. und "Nimm alles". Es galt der Befehl, der nach dem Umfallen des Kreisels oben lag.
Driss (1) "Dat/dä stößt mich dä Driss los!" - "Das /der widert mich an!"
Driss (2) "Driss reden": Unsinn erzählen oder -sehr derb- Scheiße quatern; ->auch "gedrissen"
Driss/Dritzken eine winzige Sache oder Angelegenheit; auch Drissken
dritte kacken, scheißen
Dritthüske Toilettenhäuschen
Dritthüskesinfall Idee, die nur auf dem "Dritthüsken", dem stillen Örtchen einfallen kann; ("Scheißhauseinfall")
drög trocken (Humor)
dröge trocknen
Dröge trockener Mensch
dröge Pütt trockener Brunnen oder Schacht, im übertragenen Sinne ein langweiliger Mensch; "Dä dröge Pitt", "Dä dröge Pitter", "Dä Dröge"
drömmeln(1) leichter Schlaf, vor sich hin träumen. Allgemein: langsam angehen, sich Zeit lassen
drömmeln(2) trödeln, langsam schlendern; oder wenn jemand zu langsam geht
Dröppelbier schlecht gezapftes oder zu altes, verschaltes Bier; ursprunglich das beim Zapfen danebendröppelnde Bier, unters Schweinefutter gemischt
Dröppelgang schmaler Gang zwischen den Häusern, in den der Regen von den Dächern herniedertropft (dröppelt).
drüberschrubbeln hastig ein Kleidungsstück bügeln
Drucht Sumpf, Morast
drück eilig
Drückeberger jmd.,der sich sich vor einer Aufgabe drückt
drücken herzlich umarmen
drücken, sich d. "Da drückt sich, wo er kann." Sich einer Aufgabe faul oder feige verweigern.
drucksen, herumdrucksen mit einem Vorhaben, einem Wort oder einer Schuld nicht herausrücken, aber kurz davor sein.
Drüt Gertrud
Dubbel Butterbrot
dubbeln Pause machen, um das Butterbrot (Dubbel) zu essen.
Duisburger Speck -> Schlat
Dulmensträßchen Dulme = Niederung, Vertiefung, -> Delle
Dümpel, der Feldflur zw. dem Emscherknick in Stockum und Laar mit den anstoßenden Äckern "die Kuhle, der Bruch, der Pool, die Steine"; vorm. Flussbett; 1727/35 kartiert
Dürpel (Tür-) Schwelle
Düßberg Duisburg
Dus(s)el haben Glück haben
Dussel, Dusseldier harmloses Stadium geistiger Verwirrung mit häufiger Selbstbezichtigung; auch: Mensch, der alles falsch macht
Duv Taube
Duvestöter Habicht
Dy(c)k Deich (-weg)
E  
ebend wie "Ebendrum!", "Sisse!", "Ich sachet doch!", "Also!": Bestätigung; in Verbindung mit "mal" wird es zeitlich gebraucht: schnell eben
Ebert, Friedrich 1871-1925; erster Präsident der Weimarer Republik nach Ende des Kaiserreiches 1918
Ecker (shof) Heckert ist im 15. Jhdt. Name des Aufsitzers auf einem Gut in der Nähe des Lehnhofs. Seit dem 18. Jhdt. nennt sich die auf der Heckershufe einsitzende Familie Eckershof(f).
Eckershof frühere Straße in Beeck; zwischen heutiger A42 und Arnoldstr. am Beeckbach gelegen; heute nicht mehr vorhanden;
eene, kabäne, kabumm Bei diesen Worten lässt der Erwachsene das kleine Kind auf seinem Schoß durch die sich öffnenden Beine rutschen.
effkes mal eben
Eickel(s)kamp halb Acker, halb Weide in Stockum
eiken Pölken Eichenpfahl, fest auf beiden Füßen, nicht wegzubewegen; auch: steife Körperhaltung.
einkriegen (sich nich e.) nicht mehr zu sich kommen, sich vor Lachen oder Weinen nicht mehr fassen können
Einlieger(in) Untermieter(in), die zu Dienstleistungen verpflichtet war.
Eiskeller oberirdisch errichtetes Haus an der Gabelung von heutiger Möhlenkampstr./Ostackerweg; mit Stroh isoliertes Lager für Natureisblöcke aus dem im Winter bis zum Ostacker aufgestauten Beeckbach. Durch Zersägen und Transport des Eises war dies eine Verdienstmöglichkeit für Arbeitslose. 1850 erreichtete H. Victor hier eine Brauerei, in der Th. König seine Beecker Tätigkeit begann. Bis in den 2. Weltkrieg Ausflugslokal mit Biergarten und Kinderspielplatz; später (bis 2002) Gaststätte.
ejkennig schüchtern bei kleinen Kindern
Ekelbratsche herpesähnliche Entzündung an der Lippe, nachdem man sich geekelt hat.
Elektrische Straßenbahn
Elle "volle Elle": sehr schnell oder heftig, wie "volle Pulle" und "volle Lutsche"
Elpe = Erle; der -> Beeckbach wurde früher Elpe genannt, hat seine Quelle an der Grenze von Sterkrade-Osterfeld, 19 km lang; floss westlich von Beeck in die Emscher.
Els Else
Elsen (In den E.) Elsen = Erlen wachsen auf feuchtem, sumpfigen Boden; Weide in Stockum.
Elsenkämpe Weiden zwischen dem Rönsberg und der Emscher, teilw. Acker; Grundstück bereits 1421 erwähnt
Elstermann -> Emstermann
Elstermanns-Hof -> Emstermanns-Hof
Emm Emma
Emscher [ursprgl. keltisch imscharam, griechisch. embiscara]: der tönende, rauschende Fluss; Nebenfluss des Rheins; [lat. ambiscara]: die Wasserreiche, die viel Wasser habende oder gebende; auch: Ömsch, Emster, Emster, Alte Emscher. Früher liegt hier eine weite Flussaue, heute liegt das Gelände eingequetscht zw. Schlackenhalden, Bahndamm, Autobahn und Wohnhäusern. An der Werthstraße auf der Grenze zw. Stockum und Laar ist das heute mit Schlacke aufgefüllte Emscherbett früher 12 Fuß (ca. 2,80 m) tief und 80 Fuß (ca. 185 m) breit. 1864 ertrinkt angeblich der Fährmann Johann Tepper aus Alsum, als die Fähre umkippt. Bis 1900 erhebt der Bauer Scholten an der Brücke über die Emscher, die schließlich gebaut wird, einen Zoll von zwei Pfennigen pro Person. Die 'Alte Emscher' in Stockum und der 'Hauptkanal Alsum' hinter dem Pumpwerk zeigen den ungefähren Flussverlauf. „faule Emscher“ (1880): der als Abwassersammler genutzte Fluss enthält Krankheitserreger und stinkt. Als Abwasserkanal (in Beeck 1904 bis 10.12.1910 errichtet) von Industrie und Haushalten des nördl. Ruhrgebietes zum 'Köttelbach' mutiert.
Emscheraue flaches Schwemmgebiet, in dem der Fluss sich immer wieder neue Wege sucht; die von der Strömung abgeschnittenen alten Arme verlanden allmählich
Emschergenossenschaft Der Abwasserkanal wird z.Zt. durch die Emschergenossenschaft renaturalisiert, d.h. als verrohrter Kanal unterirdisch geführt, oberirdisch soll eine windungsreiche, mit ursprüngl. Gehölzen bewaldete Flussaue entstehen.
Emstermann (Elstermann): Mann an der Emster = Emscher
Emstermanns Hof heißt heute noch eine Straße in Meiderich zwischen Alter Emscher und Honigstraße
en Vertälleke holde ein Gespräch führen
Endorp (Indorp) int dorp = ins Dorf; Hof, 1268 urkdl. erwähnt, in Stockum aufgegangen; die Straße von den östl. Hausstätten in Stockum (Stockumer Straße) trifft auf den Hogenweg;
entähgegesätz entgegengesetzt, umgekehrt
enteresserd interessiert
entüschen inzwischen
eraff herab
Erennerong Erinnerung
erinn herein
Erläwnis Erlebnis
Erns Ernst
eronder herunter
Erpel "Fiesen Erpel": Anspielung auf eine schrömelige Kartoffel (Erdapfel), nicht auf den Enterich, der auch Erpel heißt.
Erpel Kartoffel
erß erst, zuerst
erutt, erütt heraus
erüttfesche herausfischen
erüttgeschmeete herausgeschmissen
Ervstök Erbstück
erwesche erwischen
et es, das ( -> auch dat und öt)
etepetete (frz. "etre peutetre"=vielleicht): vornehm und gewählt. Französisch gilt früher als vornehm, die Gebildeten beherrschen es.
Evangelische Kirche auf dem Gelände des Oberhofes; als Eigenkirche des Hofes auf dem Kirchenhügel errichtet; ca. 955 dem Hl. Laurentius gewidmet; seit ca. 1250 Pfarrkirche des Kirchspiels. Die Kirche wird seit etwa 1570 von der ev. Gemeinde genutzt. Heutige dreischiffige Basilika - ursprgl. aus dem 15. Jhdt., Turm 1834 erneuert; Baukörper 1844, 1937, 1949, 1963 bis 1975 umgebaut und erneuert.
F  
Fachwerkhaus zuerst wird ein Gerüst aus Balken gezimmert, zw. denen Fächer unterschiedlicher Größe offen sind; diese werden mit Stroh und Lehm gefüllt, in späterer Zeit mit Backsteinen ausgemauert, die Wände von innen verputzt
fahl blass; aber auch: höchste Steigerung von unfair, gemein, hinterhältig: "Fahle Sau!"
fahle fehlen
Fahn Farn
Fähnchen abfällig für billiges Kleid.
fahrig nervös, flüchtig
falsch' Geld "Ich kam mir vor wie falsch' Geld": nämlich überflüssig, fehl am Platz oder ungelitten
Färkeskopp Schweinekopf; unflätiger Kerl
faschütt (gehen) verloren (gehen)
Fassong frz. Facon: Aussehen, Form
Fastelowend (Fasten-Abend) Karneval
Fatt Fass
Fatz/Fatzke starkes Wort gegen Angeber, durch Hinzufügung von "eitel" noch gesteigert: eitler Fatz!
Faulfieber zu faul zu arbeiten, so tun, als sei man krank
fegen (1) "von wegen ma fegen": kommt nicht in Frage; auch: Vulgärausdruck für Koitus; "Feger" kann auch heißen, wer's gern drauf anlegt.
fegen (2) "Du kriss gleich eine gefecht!": Androhung einer saftige Ohrfeige
Feger zu jungenhaftes, zu flottes Mädchen, zuviel auf -> Jöck
Fehde (westgerm. "Feindschaft“): gewaltsame, rechtsmäßige und straflose Selbsthilfe vor allem der -> Feudalherrschaft bei Rechtsverweigerung oder Ohnmacht des Gerichts. Sie begann mit dem Werfen des Fehdehandschuhs.
Feinkostgewölbe Wampe des Schmeckleckers
Feld Ackerland
Feld (das kleine F.) Acker in Beeck; -> Feldflur
Feldflur Felder und Wiesen, Obstkämpe und Wälder; wurde von Polizisten ( -> Reiterputze) kontrolliert, weil die Armen immer wieder versuchten, sich dort kostenlos zu versorgen.
Feldstraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Frankenstraße
Fenster man schaut nach draußen, auf oder über die Fensterbank gelehnt, zur Schonung der Arme und Ellbogen ein Kissen untergelegt.
Ferkel Kind oder Erwachsener, das/der sich vollschlabbert oder dreckig macht; auch Schimpfwort gegenüber einem, der obszöne Witze erzählt
Ferken, Ferkes Jungschweine, Ferkel
Ferkes Willem/Wim entschlossen und tatkräftig an eine Sache herangehen; „Rangehen wie Ferkes Willem". Ursprünglich ein Schweinehirt?
Ferkesdärm Nylonstrümpfe
Ferkeskopp Schweinekopf (Schimpfwort)
Ferkesteller zählte ursprünglich die Schweine; auch: Leute mit O-Beinen, weil Schweine gut durchpassen
Ferkestönn/Ferkesanton Schweinetönnes: Antonius der Einsiedler, Patron der Schweine und anderer Haustiere; die Antoniter durften als Entgelt für die Armenpflege ihre Schweine frei weiden lassen. Ferkestönns Spezialität ist, Schweine von der Tierseuche Rotlauf (Antoniusfeuer) zu heilen.
Fett weg jmd. stellt sich zum zweiten Mal an, um sich noch eine Portion zu holen; wer eine schlagfertige oder gesalzene Antwort erhielt; jemand, den ein Schicksalsschlag traf
Feudalherrschaft auf der Grundlage des -> Lehnswesens ausgebildete Staatsform mit großer Selbständigkeit des grundbesitzenden Adels
Feudel Aufnehmer ( Tweil)
fickerig nervös
Fidibus langer Holzspan, mit dem man die Kerzen am Christbaum anmachte, auch Herd oder Pfeife
fies (vor wat sein) sich ekeln; ekelhaft.
fies sein (zu jmd.) unfreundlich, häßlich
Fiesemanölles Knibbologist, Tüftler
fiesen Ammi unsympathischer Mensch ("ami" = frz. "Freund")
figulieren erproben, prüfen
Fimmel Tick, Marotte
Fimmeliesken weibliche Form für Fimmelken.
fimmelig zimperlich
Fimmelken jmd. findet am Essen etwas Ungenießbares  und fischt es mit spitzer Gabel heraus
Fine Fini und Finchen: Josefine
Finger fühlen einem Beargwöhnten wurde die Spitze des kleinen Fingers befühlt. Kam Verlegenheit bei ihm auf, wurde auf Lüge votiert.
finn fromm
finnekes zart
Fiole schieben etwas vortäuschen, simulieren; -> "Phiolenschieber"
Fisel Mörser zum Zerkleinern von Gewürzen etc.
Fisematenten dummes Zeug oder überflüssige Bewegungen; -> Sperenzkes. Während der Ruhrbesetzung sagen die französischen Soldaten verführerisch zu den Mädchen: "Visitez ma tente!" - "Schaun Sie sich mein Zelt an!"
fispele flüstern
fissele nieseln, fein regnen
Fisternölleken (1) Korn, mit einem Stück Zucker und zwei Rosinen auf der Beecker Kirmes (Ende August). "En Fist" ist ein Pups, "Pisten" = "Pupsen". Das Schnäpschen ist geeignet, die Blähungen loszuwerden, "nölleken“ oder "noll“ bedeutet "null“
Fisternölleken (2) ("Krösken") frz. Verballhornung von "fils ä noel" (Kind zu Weihnachten): nach dem Krösken zu Karneval Ende Februar/Anfang März kam das Kind im Dezember
Fla(h)bes Spaßvogel; geflappter Mensch, ausgesprochener Flegel ("Flappe" = herunterhängende Lippe, ndt.)
flahre klatschen, schwatzen, tratschen
Flährschnut Heulsuse
Flammbo Hochamt mit Flammbo: die Meßdiener tragen in Windlichtern geschützte Kerzen auf langen Stielen.
flankieren flanieren, müßiggehen, auch tendeln
Flappmann herumalbernder Mann oder Schüler
flaren reden, schwatzen, tratschen; "en Flar" = eine Frau, die das Flaren nicht lassen kann; "Flarweiber" sind mehrere davon; "olle Landflar": Quatschtante
flatschen antragen
Flausen Mischung aus Witz, Scherz, Quatsch und Blödsinn; "Flausen im Kopp"
Flaves Flabes - (Die Verschiebung der Lippenlaute von b nach v/w ist häufig)
Fleet der Teil der Diele im niedersächsischen Bauernhaus (nordwesteuropäisches Einhallenhaus), der die Herdstelle enthält.
Fleppe (1) "eine Fleppe ziehen": ein  enttäuschtes, verärgertes, verächtliches Gesicht machen
Fleppe (2) Arbeitspapiere, Führerschein bei der Kontrolle, Ausweispapiere
Flesch Flasche
Fletsche Handgerät mit Gummispannband zum Abschießen von (Papier-) Kugeln oder Klammern
fletschen sich lang hinwerfen (z.B. als Torwart beim Fußball, um einen Ball zu halten)
Fleutekäs oder "Klatschkäs": Quark
flezen, hinflezen (sich ...) sich ausstrecken, hinstrecken, alle Viere von sich strecken; "Wie de dich da wieder hingeflezt hass. Setz dich anständig hin!"
Flieger Nachen, Ruderboot
Flierestruck Fliederstrauch
Flieretee Holundertee (Flierestruk = Holunderstrauch; ndl. 'vlier' = Holunder)
Flimmflämmken kleines Licht vor dem Erlöschen, Kerzenlämpchen, auch für Glühwürmchen
Flitsch oder "Fitsch, Flitschken": Schnäppchen. "Mit die Karre hasse aba 'n Flitsch gemacht!" - "Das Auto hast du aber günstig erstanden!"
Flitzebogen "Ich bin gespannt wie en Flitzebogen" zeigt höchste Aufmerksamkeit an.
Flöns einfache Blutwurst
flöt dich wat Wenn man etwas haben will, aber nicht kriegen kann: "Krisse nich. (Ich) Flöt dich wat!"
flötengehn soviel wie "faschütt gehen": Dinge verschwinden spurlos und unerklärlich
flötepiepe drückt Enttäuschung aus: "Ich dacht, ich könnt ma schön nache Fine hinfahn, aba flötepiepe, getz liecht mein Ollen mit Fieber im Bett."
Flottenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Friedrichstraße;  in der Kaiserzeit zu Ehren der deutschen Flotte benannt
Flüchtlinge am Ende des 2. Weltkrieges vor den heranrückenden russischenTruppen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien geflohen; wollten oder durften nicht in ihre Heimat zurückkehren.
fluppen wie geschmiert laufen, Maschine oder Geschäft; -> flutschen
Flüsselkes Menge kleine Flusen
flutschen wie geschmiert laufen, Maschine oder Geschäft; -> fluppen
Fochel große, auffällige Nase
foddelig dünn, von schlechtem Stoff
Fohre Fohre oder Fuhre: schmaler Weg zwischen gegenüberliegenden Gärten, Zufahrt für Mistfuhren und ähnliche Transporte
fömf Aussprache der Zahl "fünf"
Fontane, Theodor Schriftsteller, *30.12.1819 Neuruppin, †20.9.1898 Berlin
Fontanestraße Straße in Beeck; früherer Name -> Goethestraße
Föttje Hintern, Gesäß
Fottlakai ( -> "Futtlakei"): Diener, der seinem Herrn oder seiner Herrin alles hinter(m Hintern)herträgt
fottlangs alle "naselang"
Fottloch (auch in Richtung "Futtloch" gesprochen), viel milder als Arschloch. "Fottlöksken" ist fast zärtlich.
Fräcksken Kleidungsstück, das zu klein ist, zu abgetragen, altmodisch
Franken germ. Volksstamm, im 2./3.Jh.n.Ch. aus dem Bund mehrerer Völkerschaften entstanden
Frankenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Feldstraße
Fränkischer Friedhof Grabfunde von ca. 700 n.Chr., 1930 bei Ausschachtungsarbeiten der Häuser Lange Kamp Nr. 46 und 48 entdeckt
frassele tüchtig arbeiten
Frätklötsch Fresssack, Vielfraß
Fraumensch selten schöne, aussterbende zärtliche Wortform für Frau
Frechdachs freches/r Kind, Junge, Mann
Freie Bei den Germanen die voll rechts- und waffenfähigen "Gemeinfreien“, der Kern der Bevölkerung. Von den bäuerlichen Gem.-Freien wurden die Edel-Fr. (Adel) unterschieden, die sich aus den Gemeinfreien ergänzten. Dagegen waren die Halb-F. oder Liten hörig, die Unfreieen ganz rechtlos.
Fretz Fritz, Friedrich
frickeln lieblos zusammenfügen, herstellen; auch wie "friemeln" in der Bedeutung: sich an etwas abmühen
Friedenstraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Papiermühlenstraße
Frikadelleken scherzende Liebkosung gegenüber Mädchen: „Du biss mir vielleicht en Frikadelleken!"
Friedhöfe Die Toten des -> Kirchspiels werden ursprüngl. um die Kirche herum, also auf dem Kirchhof, bestattet.
  1.Als der Platz nicht mehr ausreicht, legt die ev. Gemeinde auf der Straße am Lange Kamp, damals am Rand des Ortes, einen neuen Friedhof an.
  Die ältesten Grabsteine erinnern an der Amtsbürgermeister -> Hagedorn († 1893) und an die Familie -> Mismahl aus Laar.
  Einige Männer aus der Familie Mismahl werden auf den Grabsteinen stolz als 'Rentner' bezeichnet, was damals heißt, sie leben vom Kapital. Das Geld dafür stammt meist aus Landverkäufen an die Industrie.
  2. Die kath. Pfarrei St. Ewaldi aus Laar beerdigt ihre Toten auf einem Gelände im Süden von Beeck an der Friedhofstraße, dort ist auch der Laarer Kommunalfriedhof. Auf einem Teil dieses Gelände dürfen auch die Juden ihre Toten bestatten.
  3. Zur Entlastung dieser Friedhöfe wird der städt. Friedhof an der Möhlenkampstraße angelegt. Das Stahltürmchen neben der Kapelle stammt von der 1963 geschlossenen Alsumer Kirche.
  4. Als das Gelände nicht mehr ausreicht, wird am -> Ostacker ein neuer Friedhof eingerichtet.
  5. Am nördl. Arm des Emscherkanals zw. Pumpwerk Papiermühlenstr. und Gesamtschule liegt im Emscherbruchwald ein Denkmal für russische Kriegsgefangene, die hier in den Werken umgekommen sind.
  6. nicht mehr genutzt wird der ehemalige Friedhof zw. Papiermühlenstraße und Weidenkamp
Friedhofstraße Straße in Beeck; früher: Teil der -> Oststraße
Friedrich Ebert -> Ebert, Friedrich
Friedrich-Carlstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Friedrich-Ebert-Straße Straße in Beeck; frühere Namen -> Kaiserstraße, -> Adolf-Hitler-Straße, -> Hogenweg; uralte Verbindung zw. Ruhrort und Hamborn, Dinslaken und Wesel, also Heerstraße in vielen Kriegen. Um 1880 herum von Kirschbäumen gesäumt. Im Zuge der Industrialisierung wird sie der tägliche Weg der Arbeiter, die in den Werken in Laar, Meiderich und Bruckhausen arbeiten. Die Ecke Laarer Straße passieren zw. 1922 und 1935 täglich ca. 10.000 Arbeiter und Angestellte, vor allem bei Schichtwechsel. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Bahnbeamter täglich zweimal den Weg von Hinkemannshof an der Matenastraße bis zum Ruhrorter Bahnhof läuft. Ab 1897/98 verbindet eine Straßenbahnlinie Bruckhausen, Ruhrort und Meiderich.
Friedrichstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Flottenstraße
friemeln zwischen Daumen und Zeigefinger zerreiben, z.B. Nasenpopel; auch: sich an einer Kleinigkeit abmühen; (ndl. "friemelen" = fummeln)
Fritzken freu dich Sellerieknolle, sie steigert angeblich die Potenz
Frolleinchen Eltern reden die kleine Tochter so an: warnend oder hofierend
fronzelig runzelig
Fröschken ( -> auch:Ströppkes): kleine Kinder, wenn sie nackt in der Badewanne sind
frugger früher
fruten schwer arbeiten
Fuchs Fünfzigpfennigstück;  -> "Tacken" ein Groschen, ->  "Fuffi" der Fünfzigmarkschein, ->  "Hunni" der Hundertmarkschein, -> "Heiermann" das Fünfmarkstück
fuddelich billig, minderwertig
fudeln pfuschen, schlampig arbeiten oder beim Spiel schummeln
Füer Feuer, das Herdfeuer.
Fuffi Fünfzigmarkschein; "Heiermann" das Fünfmarkstück, "Fuchs" das Fünzigpfennigstück, ein "Tacken" ist ein Groschen, "Hunni" der Hundertmarkschein
Fuhrmannsklore doppelstöckiger Schnaps, in der Regel an der Theke getrunken; ("Klore" = Klarer)
Fulk Schlingel
fulle Drickes  stinkfauler Kerl
Full(e)wacker Faulenzer
Fummel minderwertiges Kleidungsstück
fummele heimlich betasten
für können "Da kann ich donnix für." - "Dafür bin ich nicht verantwortlich."
für noppes unentgeltlich, "für umsonst"
Furduuk Wollstoff aus selbstgesponnener Wolle mit baum­wollener Kette; "duuk“ = Tuch
Fürstövke Feueröfchen, -> Stövken, Rechaud
Furtacker ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Werntgenstraße
Fürtang Feuerzange
furzegal völlig egal; so gleichgültig, dass man einen Furz darauf lassen könnte
Furzkulle Mittelritze im Ehebett, Schlafplatz fürs Kind
fussig rothaarig (von Fuchs)
fußlose Kinder Kinder, die noch nicht laufen können
Futbängske Füßbänkchen
Futsack Bruch, Schrott
futtele, futteln pfuschen, falsch spielen
Futtlakei -> Fottlakei
Fuutlappen zu große Salatblätter, die zum Essen serviert werden. Man könnte sie als Lappen um die Füße wickeln.
G  
Gabiko Kornschnaps der untersten Preisklasse
gahpen gähnen
Gälegütz Goldammer
Galgenberg Vollstreckungsort des Beecker Gerichts in Marxloh, Ecke Provinzial- und Wolfstraße; Galgen, Folterräder und Marterpfähle
Gänge "Komm inne Gänge!" - "Fang' endlich an!"
Gängske schmaler Gang, Gasse
Gard, Gart eingefriedete, freie Fläche; Pflanzgarten; mit Buschwerk oder Wald besetzt
Gasthaus Hospital zur Aufnahme und Unterstützung der Armen und Kranken (Totenkiste, Totenkleid, Verpflegung, Wochengeld, Leinentuch, Kleidung, Holz, Kohle, Kerzen). In Beeck hatte diese Aufgabe der Nattenbergische Hof.
gau (machen) schnell (machen, sich beeilen)
geblasen sich einen genehmigt, über den Durst getrunken haben
gebroje gebraten
Gedöns allerhand Kleinkram, unangenehmes, störendes Zeugs; bei Frauen auch für die Menstruation gebraucht
Gedönsrat umständlicher Mensch, Umstandskrämer
Gedriss/Jedriss viel Lärm um nichts: übertriebenes Getöse
gedrissen beschissen, angeschmiert
geflappt ausgelassen, albern
geflatscht "Gleich krisse eine geflatscht!" - "Gleich bekommst du eine Ohrfeige!"
Gehacks Gehacktes (= durch den Fleischwolf gedrehtes Fleisch)
geholfen kriegen Beim Arzt: "Hauptsache is, ich krich geholfen" oder "...ich krich et geholfen" oder "...dat ich et geholfen krich"
gelackmeiert aufs Kreuz, "aufs Eis" gelegt, also hintergangen oder betrogen
gelöff gelüftet
gelungen "Nä, is dat gelungen!": originell, süß, einmalig, ulkig
gemäckeleg bequem
Gengeland Weide neben der Kalkhoffschenstraße, teils zum Beecker Pastorat gehörig; "genge, gehenge" = Abhang; "hengel" = Angelrute; "gehengel" = Gegend, wo mit Ruten gefischt wird
Gerd Gerhard
Gerechtsame deutschrechtliche Bezeichnung für veräußerliches und vererbliches Nutzungsrecht an einem Grundstück, z.B. Bergrecht,  Fischereirecht, Wald, Wegezoll; gemeinsames Recht der ganzen Gemeinde auf Weidegang und Grasschnitt; bei steigender Bevölkerungszahl wurden die Besitztümer verteilt oder fielen dem Grundherrn zu; auch: Begriff aus dem Bergmännischen,  -> Berechtsame
Gerichtstage -> Gertruden-, -> Margarethen-, -> Remigiustag
geroje geraten, gewachsen
Gertrudistag 17. März, einer der drei jährlichen ->Gerichtstage
Geschlöns/ Geschlüns ein Haufen Zeug, durcheinander Geratenes, ein Knäuel, Kram; auch für Innereien vom Tier, gelegentlich für die männlichen Geschlechtsteile
Geschöpf ein Mensch, über den man etwas Bewundernswertes sagen will
Gesundheitslenker hochgebogener (holländischer) Fahrradlenker, so daß man beim Fahren aufrecht sitzen kann
Gewech Gewicht
Gezumpel blöder Kram
Gi(e)tzknoak Geizhals ("Knoak" = Knochen)
gibbeln lachen, kichern
Gierlappen habgieriger Mensch wie der Schrapphals
Gilde Vereinigung der Kaufleute; -> Zunft
gildet nich Kindersprache: das gilt nicht
Gilly "Rotz anne Nas, wennse noch am laufen is"
Glaserkass Wohnzimmerschrank mit Gläsern und Porzellan
Glatze mit Vorgarten Jungenhaarschnitt, bei dem das Haar im vorderen Drittel länger blieb, hinten aber kurz geschoren wurde.
Glatzekönig Babys, die noch nicht viel Haare auf dem Kopf haben
glauben wenn man jemandem etwas verbieten will oder ihm ablehnendes Erstaunen zum Ausdruck bringt. „Ich glaub et dir wohl bald! ".
glöwe glauben
Glückaufstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Am Rönsbergshof (bis zur Eisenbahnbrücke)
Goeckingk Leopold Friedrich von Goeckingk, Dichter, *13.7.1748 Gröningen (bei Halberstadt), †18.2.1828 Deutsch Wartenberg (Schlesien)
Goeckingkstraße Straße in Beeck
Goeckingkstraße, früherer Name: -> Hagedornstraße
Goethe Johann Wolfgang von (seit 1782), Dichter, *28.8.1749 Frankfurt a.M., †22.3.1832 Weimar
Goethestraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Fontanestraße
Goten germ. Volksstamm, Anf. des 1. Jh.n.Chr. aus Südschweden zugezogen
Gotenstraße Straße in Beeck; früherer Name: -> Mittelstraße
Gottestierchen Marienkäfer: die Punkte auf seinem Rücken symbolisierten die sieben Sakramente
gou schnell
Grafenberg "Wenne so weitermachs, kommsse na Grafenberg" heißt: du kommst in die Psychiatrie (Rheinisches Landeskrankenhaus in Düsseldorf-Grafenberg)
granatenvoll total betrunken: so voll Alkohol wie die Granate voll Pulver
Grasmösch Grasmücke
Graupen "Verflixte dicke Graupen": Schimpfausbruch von Graupen bis zum Regenwetter
Grawe Steene grobe Steine; Acker in Beeck; genauer: Weide in Stockum, ringsum ehemals Emscher
Grenzen, früher natürlich Im Südosten, Süden und Westen die bis zu 200 m breite Emscheraue; im Norden der Beeckbach mit vielen Schlingen; im Osten zog sich die Niederterrasse bis Holten
Grenzen, heute künstlich Die Aufschüttung von Eisenbahndämmen (öffentlicher und Werks-Schienenverkehr), Autobahndämmen (A42, A59), Deichen, Kanalisierung von Flussbetten (Emscher und Beeckbach) verändert im Lauf eines Jahrhunderts grundsätzlich die Niederterrasse in der Flusslandschaft. Grenzen heute: Im Norden die Werksbahn Thyssen, Papiermühlenstraße, Möhlenkampstraße und A 42; im Osten die A59; im Süden die Alte Emscher in Stockum und im Westen die Stepelsche Straße und -neuerdings- das Gewerbegebiet Am Nienhaushof
Gret Margarete
gries grau
Grind überschwemmter Boden; Veränderung des Rheinlaufs
groggi müde, geschafft, fix und fertig oder "fix und foxi" ("Fix und Foxi": Groschen-Comic für Kinder)
Groteler, der Groteler = grote Loh: Hinweis auf ehemalige Bewaldung; auch: Hufe ebenda; ehemaliges Weidegelände nördl. vom Beeckbach im Bereich -> Hubertusstraße, -> Nattenbergshof;
Grundherrschaft Siedlungsentwicklung und Verteilung des Landes hingen im Mittelalter weitgehend von Grundherrschaften ab. Bevor diese erreichtet wurden, verfügte der "König“ über Grund und Boden. Im -> Lehenswege gab er diesen an größere und kleinere Herren ab, die dann die Grundherrschaft ausübten.
grüne Minna Polizeiwagen
Gummiadler sehr zähes gebratenes Hähnchen
Güs Gustav oder auch  August
Güss Gertrud
Güß Auguste
H  
Haarfrisur doppelt gemoppelt, aber sehr beliebt anstelle von Frisur
Hackenmieger Frau, die ihre Notdurft ( -> "Miege") in der freien Natur in der Hocke (nicht wie die Männer im Stehen) erledigt.
hackevoll Trunkenheitsgrad: dermaßen "einen inne Hacken haben", dass man nicht mehr gerade stehen kann
Hafekitsch Hafenmeister
Hag, Hagen Dorngesträuch; Hagedorn, Hagebuche = Hainbuche; auch: umfriedetes Gebüsch (=Hain), eingefriedeter, abgesonderter Ort
Hagedorn Amtsbürgermeister Hagedorn († 1893); älteste Grabsteine (-> Friedhöfe)
Hagedornstraße ehem. Straße in Beeck; Teil der heutigen Goeckingkstraße
Hagelraet, Hagelrot -> Hagelrot = eingefriedete Rodung, Weide mit wenig Bäumen in Stockum
Hagenackers Hof im 18. Jhdt. und früher, heute Gelände der TKS in Beeckerwerth
halbacht schief oder falsch sitzend: „Wat hasse denn wieder deine Buxe auf halbacht hängen?"
halblang "Nu mach ma halblang!" - "Brems' dich, gib nicht so an, erzähl etwas Glaubwürdigeres!"
Halden Berge von Gestein aus dem Untertageabbau der Steinkohlezechen oder aus Hochofenschlacke
Hallelujazwiebel Haarfrisur von Frauen: der zum Dutt oder zum Knütschken (siehe dort) geformte Zopf. "Halleluja ...", weil viele eifrig-fromme Frauen einen solchen Dutt trugen.
Hals "Da krisse en Hals!" - "Da kriegst Du zuviel!"
Haltepunkt Beeck früher: Beeck Bahnhof. Am 14. Mai 1929 wird der Haltepunkt Beeck der Eisenbahnstrecke von Oberhausen zum linken Niederrhein an der Möllershofstr. eingeweiht.
Hamborn Havenborn=Viehtränke, die hochgelegene Quelle
Hammerbunker Bezeichnung für ausgesprochene Prolls („Asoziale"); engl."bunker" = dt.-> "Banker": unerzogene Kinder
Hammerdolle(n) behämmert, bekloppt; Steigerung von Dolle(n)
Handfeger "Die rennt hier rum wie en wildgewordener Handfeger": zerstreut, konfus oder hysterisch "durche Gegend" laufen
Handstöfer Handbesen
Handwerksburschen gehen nach bestandener Lehre einige Jahre auf die Wanderschaft (Walz) um die Welt kennenzulernen und sich bei anderen Meistern zu vervollkommnen.
Hänfling auch Hämfling gesprochen, auch Himfling: kleiner, schmächtiger (junger) Mensch
Hann Johanne, Hanna
Hannes Hennes, Hänsken, Hans, Hannes und Jan: Koseformen für Johann und Johannes
Hansa/Hanse Städtebund
Hans Muff ( = Knecht Ruprecht): der grimmige und unheilige Begleiter des heiligen Nikolaus. "Warte nur, dich holt da Hans Muff. Da steckt dich innen Sack und nimmt dich mit."
happschnapp etwas schnell erledigen: z.B. mittags mal eben zum Essen kommen oder schnell die Schularbeiten machen
Harry "Du siehss ja aus wie Harry!" Wie siehst du denn heute aus?
Hartmutstraße  (Ostacker) Straße in Beeck, früherer Name -> Lindenstraße
Hasenbrot ist das Butterbrot, das Vater "vonne Arbeit" wieder mit nach Hause gebracht hat und das nun von einem der Kinder gegessen wird, statt es den Stallhasen zu geben.
Haspelzieher Haspel=Seilwinde
Hasse Worte "Hast du Worte?" : Ausspruch des Erstaunens
Hastert (Haestert) in Stockum an der Emscher neben dem -> Hagelrot; mit Wald (hohen Stämmen und Gebüsch) bedecktes, tiefliegendes Grundstück, ein Teil des Waldes ist ausgerodet und zu Wiese und Ackerland gemacht; 
Haufendorf Häuser in Gemengelage bilden ein Haufendorf; Gegensatz -> Straßendorf
Haus Knipp (Knip, Knyp) Burganlage 1292 von der Familie Stecke, den "Herren von Beeck“, errichtet; wechselte häufig den Besitzer; 1571 vom Rheinhochwasser zerstört, 1620 wieder aufgebaut. Um 1800 schreibt Borheck (Professor der Universität Duisburg): "Das adelige Domänengut Knip, ein durch seine Fettweiden berühmtes Gut, worauf ein königlicher Pächter wohnt,  liegt in Beeckerwerth am Rhein, und ist durch einen besonderen Deich gegen den Wasserstrom geschützt. Es hat das beste Weideland, und ihm steht die Fischerei und die Jagd daselbst zu." Noch 1939 liegen Gutsgebäude in Höhe des damaligen Deiches von 1907 am Ende der Haus-Knipp-Straße; erst bei Aufschüttung des neuen Rheindeiches mit Abraummaterial der Emscher verschwunden.
Hausmann Pächter, Bauer, "Kolon" (=Kolonist)
Hebamme Kronkorkenöffner
Heckershof Straße in Beeck
Heckert Hufe auf dem -> Dalacker
Hegemale öffentliche Gerichtsversammlungen, verpflichtend für alle -> Freien
Hegge Hecke
Heiden- Riesen-. Heidenarbeit, Heidentheater, Heidenspektakel
Heidenschreck Riesenschreck. Vielleicht so furchtbar erschrecken wie die Heiden vor dem Kreuz des Missionars? -> Heidenspaß
Heidenspaß Riesenspaß. Alles, was die missionierten Heiden als Christen nicht mehr haben durften? -> Heidenschreck
Heiermann Fünfmarkstück; ->  "Fuchs" das Fünzigpfennigstück, -> "Tacken" ein Groschen, ->  "Fuffi" der Fünfzigmarkschein, ->  "Hunni" der Hundertmarkschein
Heimat (kalte H.) "Dä is vonne kalte Heimat!" galt nach dem 2.Weltkrieg für einen Flüchtling aus Oberschlesien, Ostpreussen
Heinrich Baken -> Baken, Heinrich
Heinrich-Baken-Straße (Ostacker) Straße in Beeck, früherer Name -> Norbertstraße
Heister junges, stabartiges emporgeschossenes Buchen- oder allgemeiner Laubholzstämmchen; sich einen Eikheister nehmen = prügeln
Heisterkamp Buschwerk an der Emscher
Heistershof Straße in Beeck
Helle Koseform von Helmut
Heller alte Münze von unterschiedlichem Wert; in Beeck kleinste Einheit (480 Heller = 1 clevischer Taler)
Helmholtz Hermann Ludwig Ferdinand von (seit 1882), Physiologe und Physiker, *31.8.1821 Potsdam, †8.9.1894 Berlin
Helmholtzstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Sonderburger Straße
Hemphämke Heimchen
Henkelmann verschließbares, am Henkel tragbares Gefäß fürs Mittagessen "aufe Aabeit" oder "aufn Ausflug"; -> Knores
Hennes Hen, Henn, Hein und Heini sind die Kurznamen für Heinrich
Herdihser Herdeisen
Heringsbändiger "schmales Handtuch", dünner Kerl
herrliche Zeiten "Da gehnwe ja herrlichen Zeiten entgegen!" ist der ironische Gebrauch eines Wortes des deutschen Kaisers zu Beginn des 20. Jahrhunderts: "Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen."
Herz-Jesu-Süppken magere Suppe (ausgeschenkt von den barmherzigen Klosterbrüdern in schlechten Zeiten?)
Herzog im Staatsrecht: Bei den Germanen der für die Dauer eines Kriegszuges von der Volksversammlung gewählte Heerführer. Später (ab 12. Jh.] Übergang von der Stammes- bzw. Personen-Herrschaft zur Gebiets- bzw. Flächen-Herrschaft.
Herzogstraße Straße in Beeck
Hessel Stock vom Haselstrauch
Heulersche Trauerweib, das durch seinen monotonen Klagegesang einen Todesfall anzeigte.
Heuwägelchen "Sach ma: Heu-wä-gel-chen!" wird jemandem gesagt, der sich beim Sprechen überschlägt oder ständig verhaspelt.
hibbelig oder hippelig: zappelig wie en -> Hippesterz
Hickepick/Hickeschlick Schluckauf
Hiel sägezahnähnlicher Haken über dem offenen Herdfeuer, -> Hoal
Himmel und Erd’ Äpfel und Kartoffel
hinhauen "Dat haut nich hin": es klappt nicht, will nicht gelingen; auch: etwas sehr nachlässig tun oder erstellen
hinnemachen voranmachen, sich beeilen
Hinterviertel Hintern
Hipp Ziege
Hipp ...küssen "Die kann en Hipp (eine Ziege) zwischen de Hörner küssen", so schmal und mager ist sie.
Hippe abfällig für Mädchen oder Frau: "Wat ne dünne Hippe". Die "Old Söllerhipp" ist eine freche Frau, die oben unterm Dach wohnt.
Hippeländer jemand von der anderen, der linken Rheinseite (linker Niederrhein etwa von Dülken bis Kleve); Hippeland, weil es dort viele Hippen gibt: Ziegen.
Hippesterz Schwanz der Ziege; der Zappelphilipp ist so unruhig wie ein Hippesterz; wackeln wie ein Hippesterz
Hippetewen "Ach kuckma, du hass Hippetewen" (auch Hippetiewen) bedeutet, dass ein Kind die Schuhe rechts-links vertauscht und angezogen hat. Seine Füße sehen aus wie Ziegenfuße: Hippe ist die Ziege, und Tewen sind die Zehen oder Füße. Ziegenfüße stehen etwas nach außen.
Hitler Adolf, Politiker und Diktator, *20.4.1889 Braunau (Oberösterreich), †(Freitod) 30.4.1945 Berlin
Hoal sägezahnähnlicher Haken über dem offenen Herdfeuer, -> Hiel
Hochstadenhof 1258 Sitz eines Ritters von Beeck; am Übergang über die Emscher (Ende Lehnhofstraße); eine der ältesten Besitztümer auf einem breiten Geländestreifen von der Beeckbachmündung im Norden bis zum späteren Kamannshof im Süden; zur Hofstatt gehören die Hufen "Auf der Scholen" und "Vor der Brügge"; = Heistershof;
Hochtittswagel Hochzeitskutsche
Hochwasser "Du hass Hochwasser!" :Deine Hose ist zu kurz.
Höcksken, Hücksken "im Höcksken sitzen", "int Höcksken gehn": Hocke, hocken
Hof heute Bauerngut; [lat.]: curtis od. curia; im Mittelalter ein als Lehen ausgegebenes größeres Gut oder Amtssitz eines grundherrschaftlicher Verwaltungsbezirkes, in dem eine Anzahl von bäuerlichen Gütern zusammengefasst ist, verwaltet von einem -> Schulten.
Hofer Andreas, Tiroler Freiheitskämpfer, *22.11.1767 St.Leonhard (Passeiertal), †(erschossen) 20.2.1810 Mantua
Hoffsche Straße Straße in Beeck, folgt dem alten Weg von Beeck nach Haus Knipp. In der Nähe der Emscher werden zw. 1894 und 1907 fünf Ziegeleien zu beiden Seiten der Straße in Betrieb genommen, 1937 sind es noch vier. Früher mit Ausflugslokal 'Feldschlösschen'. Das vermauerte Backsteintor in der Nähe der Bahnlinie ist der ehemalige Zecheneingang zum Schacht Beeckerwerth, die Häuser in der Nähe sind für Betriebsführer und Ledige (-> Ledigenheim) errichtet.
Hofgericht aus dem -> Vogteigericht entstanden; weisungsbefugt in Güterangelegenheiten der Hofesgenossenschaft; Hofesgeschworene, Hofesschöffen = Besitzer, Aufsitzer, Pächter; formell bis zur Aufhebung der Stiftes Essen 1802 zuständig 
Hofschultheiß alle zum Oberhof gehörigen Höfe unterstehen dem Schulten des Hofes Beeck; dieser ist Richter erster Instanz und führt den Vorsitz bei Hof-oder Bauerngericht, Polizeisachen. Bei Amtsantritt erhält er von den Geschworenen ein Paar Stiefel.
Hogenweg Teil der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße; ansteigende Straße von Stockum nach Beeck; = hohen Weg
Hohenbudberger Brücke verbindet früher als Eisenbahnbrücke die Hüttenwerke Phönix mit einem Teil der Schlackenhalde an der Alten Emscher;  im 2. Weltkrieg in 3 Teile bombardiert, 1953 verschrottet.
Holländer ein vierrädriges Kinderfahrzeug aus Holz, im Sitzen durch Vor- und Zurückbewegen einer Deichsel (über Zahnrad und Zahnstange) angetrieben
Holtgarde halb Acker, halb Weide in Stockum; ein im Holz eingehegtes Stück
Holtweg Flurstück im 'Stockumer Feld', heutiges Gelände der König-Brauerei
Hölzken "Vont Hölzken auft Stöcksken kommen": vom Hundertsten aufs Tausendste kommen, beim Erzählen abschweifen
Hondsblum Wucherblume
Honne Ortsvorsteher
Honschaft Bauernschaft, Dorf
Honse sumpfige Mulde; heute Kleingartenanlage nördl. vom Beeckbach zw. A42 und Schellenstraße; nördlich davon das -> Wackerdonk und das -> Schweinsbruch -> (Swinsbruch)
Hopfenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Taubenstraße
Horchlappen, Horchlöffel Ohren; meist gegenüber Kindern gebraucht, aus der Jägersprache
Horn "Da krisse ja en Horn!" - "Da kriegst du ja zuviel!"
Hornochse "Horn" ist wohl nur die Steigerung davon, dass jemand blöd wie ein Ochse ist.
Hortkoot Acker in Beeck; die bovenste H. ist das oberste Stück von einer Reihe, deren Grenzfurchen wie die Sprossen einer Hühnerleiter übereinander liegen
Hosbes erster "Kavalier" der jungen Mädchen, die erste Poussage (von lat.: hospes = Gast)
Hösch "en arme Hösch": armer -> Schlucker; jemand, der schon rein äußerlich von der Natur benachteiligt ist und außerdem nicht viel "anne Füße hat"
hösche Fußball spielen
höschen ( "sch" ist ein Laut wie in Schule): Fußballspielen auf der Straße oder auf dem Pöhlplatz
Hubbel Huckel oder Knubbel auf dem Weg, eine geringe Erhebung, über die man stolpern kann
Hubertusstraße ehem. Straße in Beeck; Viertel (vorw. Türk. Ghetto) 1990 wg. Emissionsnähe zur ATH abgerissen
Huck Ecke, Winkel eines Raumes
huddele unerlaubt verkehren; schlecht arbeiten; hetzen
Hufe (Hove) [lat. -> mansus] Hof; zu einem Hofesverband gehöriges, gemessenes und gehegtes bäuerliches Gut, soviel ein Mann mit seinen Kühen zu bearbeiten vermochte:  später auch: Acker und wenig Weide mit Bäumen, ohne Hausstatt, ca. 30-35 Morgen groß.
Hulldopp Kinderspiel: ein Holzkegel (Kreisel, -> Dott, -> Drilldopp, -> Pitzdopp) wird mit einer Peitsche auf glattem Boden zum Drehen gebracht
Humbug dudendeutsches Wort, auch im Englischen: Sache,  Äußerung oder Nachricht täuscht etwas vor, so wie Bluff oder Angeberei
Hummdott Brummkreisel; eine "Hummel" brummt
Hunni Hundertmarkschein; "Heiermann" das Fünfmarkstück, "Fuchs" das Fünzigpfennigstück, ein "Tacken" ist ein Groschen, "Fuffi" ist der Fünfzigmarkschein
Hupp Wiedehopf
Husgang Hausflur
Hüttenknechte Hafenarbeiter, die mit ihren großen Schubkarren die Schiffe mit Kohlen beladen; später: Arbeiter bei Thyssen
I  
Ille junge Frau, Braut
Im Bremmenkamp Straße in Beeck; früherer Name -> Vereinsstraße
Im Eggenkamp Straße in Beeck
Im Hartfurt ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr; heute: Häuser hinter Gaststätte Müller, Friedhofstraße
Immeken Söffken Wenn eine Frau völlig ungeschickt, zum Erbarmen altmodisch gekleidet ist, nichts zueinander passt, sieht sie aus wie Immeken Söffken. Immeken: Bienchen. Söffken: Sophie
Imp Ameise
imschig winzig, zu klein für den Anlaß; auch ipsig; -> mirpsig
in Hoffnung sein "in (anderen) Umständen", schwanger sein
Indischer Sand Wenn jemand bei einer Verteilung nichts mitbekommt und gefragt wird: "Wat hass du denn gekricht?"
innacht aufpassen; "Nimm dich innacht, du, sons kannsse wat erlehm!"
inne Röhre kikke heißt leer ausgehen, nichts mitkriegen, denn inne Röhre "is nix drin"
innen Sack hauen kündigen
Insiehn Einsehen
Inwöhners Einwohner (Mz.)
ipsig -> imschig
J  
Jacke wie Hose gleich, egal; "Dat is mich Jacke wie Hose!" = "Das ist mir gleich!"
Jammerlappen Feigling, der sich nicht wehrt
Jan Johann
Jan "Dat mot Jan wete":  "Weiß ich nicht" oder "Weiß Gott" oder "Das kannst du machen, wie du willst"
Jan im Sack Reis oder Gerste mit Rosinen und Korinthen als Brei gekocht
Jan un alle Mann  "Hinz und Kunz", jeder
janke weinen
Jass, Jassemann (abfällig für) Niederländer, Holländer
jeck scharf auf etwas, wild hinterher, habgierig
Jetekäs Ziegenkäse
jetepot Wenn ein Kind die Schuhe rechts-link vertauscht hat; weil Schuhe vorne breit sind, kommt die Verwechslung gar nicht so selten vor. -> "Pot" = Fuß, "jete" kommt über "Jeit" von Geiß, Ziege; -> auch: "hippet[i]ewen"
Jett Henriette
Jöck/Jück "auf Jöck/Jück sein": unterwegs sein, und zwar eher zum Vergnügen
Johannisstraße Straße in Beeck
Jonny Riesenkerl, z.B. Türsteher oder Rausschmeißer, aber auch ein dicker Stein oder Felsbrocken und ein großer (steifer) Penis
Jottwede Abkürzung von "janz weit draußen"; aus Berlin
Juckelfutt/-fott unruhiger, nervös auf dem Stuhl herumrutschender Mensch
Jup(p), Jüppken Josef
Juppkolonie Bergarbeitersiedlung an der Josefstraße in der Nähe der Abtei Hamborn
Jux un Dollerei Übermut
K  
Kabänes Schnaps, großer schwerer Mann, lieber Kerl; auch Teil eines Kinderspruches: -> eene, kabäne, kabumm
Kabäusken kleiner Raum, Hinterzimmer, winzige Hütte
käbbele, käbbeln zanken
kabeine Begleitgesang, wenn kleine Kinder mit Schwung in die Kissen geworfen oder ins Badewasser gesteckt wurden, oder wenn sie auf jemandes Knien gehalten wurden, die sich zum Absturz öffneten
kabiestig aufgeregt, angriffslustig, frech; -> auch: krebetzig
Kabuff (-> auch: Kabüffken): kleiner Verschlag, winziger Abstellraum, in den jemand eingesperrt werden kann oder in dem allerhand Kram und -> Gedöns untergebracht ist
Kackebratz Kleinigkeitskrämer, -> Krintekacker
kaduck still, kleinlaut
kafettschen, kaffetzen um etwas kämpfen
Kaffee aufhaben genug, die Nase voll von etwas haben; Schluss machen mit einer unangenehmen Sache
Kaffee ollä Kaffee mit reichlich Milch: frz. cafe au lait
Kafummdich Schwung, Kraft, Energie
kafupptig kurze und schwungvoll rasante Bewegung; anderes Wort für -> kapaftig
Kaiser im Staatsrecht: (von Cäsar) höchste Herrscherwürde
Kaiserstraße früher Name der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße, -> Adolf-Hitler-Straße; Straßen werden häufig nach Regenten benannt; -> Prinz-Friedrich-Karl-Str.
Kak Pranger. In Meiderich stand an seiner Stelle in der Nähe der Kirche ein Drillhäuschen zum Drehen, in das man Leute einsperrte, die man bei Felddiebstahlen erwischt hatte. Es bestand bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.
käkele laut unterhalten
Kal Karl
Kalfakter Schlingel
kallen (engl. call) sprechen
Kallerötke sich beraten: "Kall" (engl. 'call') steht für Schwätzchen, "Rot/Rötke" für Rat; (-> Krösken)
Kaloschen Schuhe (eigentlich Galoschen)
kalwere "kalbern“, ausgelassen sein
Kamellen (olle K.) alte Geschichten, zäh wie Sahnebonbons
Kammesöhle Tracht Prügel
Kamp [lat. campus]:Feld, Weide, Acker; im hiesigen Gebiet fast ausnahmslos Weide oder ehemalige Weide;
Kämpchen -> Kamp
Kanne "einen inne Kanne haben": betrunken sein; "volle Kanne": schnell, mächtig, schwungvoll
Kannepé Sofa
kannssefür "Da kannsse für": ganz bestimmt, darauf kannst du dich verlassen
kapaftig (langes zweites a): kurze und schwungvoll rasante Bewegung, nicht nur bei Ohrfeigen; (-> kafupptig)
Kapee "Nä wat bis du heut schwer von Kapee": jemand ist schwerfällig im Denken, begriffsstutzig; -> Triefnas
Kapotthut oder Kapotthütchen: aus Frankreich bekannter kleiner Damenhut (capote), hoch auf dem Kopf sitzend; (->) verhohnepiepelt zum "Kompotthütchen"
Kappes Kohl, Weißkohl
Kappeskopp der Kopf des Menschen; der Unsinn, den einer redet; Kappeskopp ist der (liebenswürdige) Dummkopf
Kappesschaaw Kohlschabe (zur Sauerkrautherstellung)
Karacho heißt in Spanien Schwung und Tempo; Carajo ist ein (männlicher) Kraftausdruck und heißt auch Penis
Karl-Albert-Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Carl-Albrecht-Straße
Karlstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Karolinger fränk. Adelsgeschlecht, das von Bischof Arnulf von Merz († 641  -> Arnulfinger) abstammt und nach Karl dem Großen benannt wird
Karolingerstraße Straße in Beeck
Kärz Kerze
Kas Schrank
Kasche Kirschen
Kate, Katstelle lat. casa = Hütte; Haus eines Kleinbauern oder Landarbeiters; auch -> Kote, Kotten
Katenat oder Kettenbuch: Güterverzeichnis und Einkünfte des Stiftes Essen auf 128 Pergamentblättern, 1332 begonnen; der Name kommt von der 1,20m langen, eisernen Kette, an der es befestigt war.
Kath, Käth, auch Katrin Katharina, Katharine
Katholische Kirche Die jahrhundertelang wenigen Katholiken sind früher auf die Abtei Hamborn angewiesen. In der 2. Hälfte des 19. Jhdts. kommen viele kath. Arbeiter nach Beeck. 1894 wird eine Notkirche auf dem Gelände des heutigen kath. Kindergartens Flottenstraße errichtet. 1906 wird die jetzige Kirche an der Flottenstraße geweiht mit dem Namen, den die alte, heute ev. Kirche vor der Reformation getragen hat: Sankt Laurentius.
Katt Katze
Kattekopp ("Katzenkopf"): katziger Mensch
Kattun baumwollenes Gewebe; (engl. 'cotton')
Katzow Metzger
Kau (Vogelsk.) Vogelbauer
Kawenzmann etwas ist über alle Maße groß
Kazekerken Eichkätzchen
Keckfrosch lebhafter Mensch; meist für Kinder gebraucht
keifen sich oft und lauthals miteinander streiten
kek gucken
Kekpätt Frosch
Kellner Rechnungsführer in den Klöstern und Stiften. Vielfach auch als Prokurator bezeichnet.
Kempchen, Kempgen -> Kamp
Kerke(n)wantjen Kerke = Kirche; -> Wantjen = winden bzw. wenden: Kirchengrenze
Kerkhof Der zur Kirche gehörige Hof; vielfach Herrenhof, auch Sadelhof, Salhof, Sattelhof, daher auch Seelacker; andere Teile des Seelackers gehören dem Oberhof Beeck
Kermes Kirmes
Kerssavend Kers = Christus: Abend vor Weihnachten (Heiligabend)
Ketel Kessel; Acker an der Emscher in Stockum; Op den Ketel, oberhalb des Ketels = Acker in Beeck. Der Name Kessel erklärt sich aus der Lage.
kibbig munter
Kickpätt Frosch
kiebitzen beim Skatspiel über die Schultern der Spieler mitgucken
Kieker "Dä hat mich aufm Kieker": er wird mich jetzt so lange feindselig beobachten, bis er irgendetwas findet, was er mir anhängen kann.
kigges guck mal
Kikinnewelt neugeborenes und kleines Kind
Kille dick geschnittene Scheibe Brot, keilförmig, die auch etwas trocken sein kann
killen kitzeln, kille-kille machen, killern
Kindergärten in Beeck Ev. Kindergarten Neanderstraße
  Kath. Kindergarten Flottenstraße
  Kath. Kindergarten Möhlenkampstraße
  Städt. Kindergarten Leibnizstraße
Kinders joviale Aufmunterung an Erwachsene
Kinderschreck handliches Plastikteil, mit dem der Kuchenteig aus der Schüssel geschabt wird, so dass die Kinder nur noch wenig zum Auslecken haben.
Kinkerlitzchen "Mach' hier keine Kinkerlitzchen!" - "Mach' keine (->) Fisematenten!" (dummes Zeug)
Kinkerlitzken Kleinigkeit, Nebensächlichkeit
Kirche(n) in Beeck In Beeck gibt es mehrere  -> Kirchengemeinden
  Ev. Kirchengemeinde Beeck, Flottenstr. 55
  Freie ev. Gemeinde, Gemeinde Beeck, Magdalenenstr. 12
  Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius, Flottenstr 12; seit 1978 Franziskaner-Minoritenkloster mit poln. Patres.
  Zeugen Jehovas, Ostackerweg
  Neuapostolische Gemeinde, Flottenstraße
  DITIB-Moschee, Friedrich-Ebert-Str. 409
Kirchdorf die Dörfer und Bauerschaften ringsum ohne die Kirche;auch -> Kirchspiel oder -> Kirchsprengel genannt
Kirchspiel als Amtssitz mit Gerichtsbarkeit gehören die umliegenden Bauernschaften Stockum, Laar, Alsum, Beeckerwerth, Bruckhausen, Marxloh, Buschhausen und Sterkrade zum Kirchspiel -> Kirchdorf
Kirchspielgericht aus der Hoheit des Landesherrn hervorgegangenes Gericht; 1338 trugen die Herren von Stecke ihre Beecker Gerichtshoheit dem Grafen von Kleve zum Lehen auf; die Landeshoheit ging an ihn über. Die Gerichtsgrenzen richteten sich nach den Kirchspielgrenzen. Die Richtstätte für Beeck befand sich in der Aldenrader Heide, heute Marxloh, nähe Wolfstraße südlich Weseler Straße.
Kirchsprengel auch -> Kirchspiel genannt
Kirmes Kirchmesse; 24.08.1173: erster Freimarkt als Vorläufer der Beecker Kirmes; seit ca.1460 auf dem Oberhof am letzten Wochenende im August Gericht. Dazu kommen die Leute von überall her, sogar von Duisburg und Wesel. Sie kaufen und verkaufen, sie treffen Freunde und Verwandte und sind fröhlich. Auf den Wiesen am Beeckbach und an den Wegen zwischen den Gehöften preisen die Händler ihre Waren an: Schweine, Pferde, Kühe und Geflügel; Tuche, Kleider und Schuhe; Lebkuchen, Zuckerwerk und Gewürze; Bücher, Bilder, Salben und Pillen. Bettler und Gaukler, Wahrsager, Artisten und Quacksalber locken den Leuten den Groschen oder gar die Taler aus der Tasche.
Kitsche Kerngehäuse, z.B. vom Apfel: -> Knösch
klabastern sehr geräuschvoll gehen; auch: Herzklabastern, das Herz schlägt auffällig
Klabusterbeeren am Popo hinterbliebene -> Köttelkes, auch Hämorrhoiden
kläddernatt ganz durchnässt
klämme stehlen
klamüsern analysieren; meist in Verbindung mit 'auseinander'
Klant (frz. "galant":) ein besonders höflicher, zuvorkommender Mensch, bes. gegenüber Frauen
Kläpperkes Sandalen. Nach dem Krieg waren die Sohlen aus Holzteilen gemacht, die durch Lederstückchen miteinander verbunden waren. Die Holzsohlen klapperten.
Klassenziel "Dä hat sein Klassenziel erreicht", ist volltrunken
Klatsche "Hasse ein'n anne Klatsche?" - "Bist du blöd?"
klatschen etwas so heftig an die Wand schmeißen (wollen), daß es kleben bleibt
klätschig Wenn Brot oder Kuchen nicht durchgebacken, ist der Teig noch klätschig
Klätschken kleiner Tratsch, gelinde Ohrfeige, Häufchen, kleine Menge
Klätschkopp hat jemand, der sein Haar übermäßig mit Pomade einschmiert oder "klatschnass" macht und dann kämmt
Kleerbörschel Kleiderbürste
Kleerkas Kleiderschrank
Kleiderständer verächtlich für eine stets modische Frau, die sonst nicht viel bringt
Klein-Amerika in der Blütezeit Marxohs die dortige Kaiser-Wilhelm-Straße
kleine Krott kleiner Mensch
Kleingärten -> Vereine
klemmen mitgehnlassen, untern Nagel reißen, klauen, stehlen
Klinkenputzer In den zwanziger Jahren verdienten sich die Jungen ein paar Groschen, indem sie Türklinken und Beschläge an den Türen reicher Leute putzten. Von Tür zu Tür gehen und hausieren oder betteln, ist als "Klinkenputzen" erhalten geblieben. Oder von einem Vorgesetzten zum anderen gehen und sich einschmeicheln.
Klöchen Verkleinerungsform von Klo, überwiegend von Frauen und Mädchen gebraucht, die ungenierter als Männer zusammen aufs "Klöchen" gehen.
Klockenberg Katstelle der gleichnamigen Familie auf dem -> Groteler aus dem 16. Jahrhundert; die Familie hat wahrscheinlich vorher nahe bei der Kirche, auf der Anhöhe des Glockenturmes gewohnt.
Klöfken oder Klüfken: Dietrich, mit dem man einfache Schlösser öffnen kann; auch Bezeichnung für ein Steckschloß
Klompen, Klumpen Holzschuhe
Klompenball Spektakel am letzten Tag des Schützenfestes, meist am Dienstag: die Leute tragen Holzklotschen und wählen zusätzlich zum Schützenkönig einen Klompenkönig
Klömpken/Klümpken Lutschbonbon
Klöngel/Klüngel besonders abgetragene Kleidung, auch ein herumliegendes Kleidungsstück; der "Klüngelskerl" sammelt sie und zieht gemächlich durch die Straßen: er klüngelt ( -> "klöngeln"). - Mit jemandem "en Klöngel haben" bezeichnet ein Verhältnis
Klöngelmajor/Klüngelmajor vorwurfsvolle höchste Auszeichnung fürs Trödeln, Drömmeln, Bummeln, Schlendern, milder als "Klöngelfott". Ein Auszählreim bei Kindern heißt: "Bettelmann, Edelmann, Doktor, Pastor, König, Kaiser, Klüngelmajor."
klöngeln/klüngeln herumklüngeln. Kinder auf dem Rückweg von der Schule, die sich Zeit lassen und da und dort gucken.
Klöngelskärl Lumpensammler
Kloore klarer Schnaps
Klöpper Teppichklopfer, auch Fußballschuhe
Klops braten Streiche spielen, Unfug machen, Jugendsünden begehen
Klör Farbe (frz. couleur)
Klör Klara
Kloskopp Umstandskrämer, der sich etwas dumm anstellt
Klotsack Dummbeutel
Klotschen Holzschuhe/Klumpen und Schuhe mit Holzsohle; auch allgemein für Schuhe
Klotzkopp einer, der einen großen Kopf hat oder einen Dickschädel oder auch einen "Holzkopp"
Klümpkes Bonbons, wie die Babbelkes oder Ballekes
Klüngelanton ist der heilige Antonius von Padua, der Patron für die, die alles verklüngeln/verlegen. Die rufen dann den Klüngelanton an und finden es wieder. - Dass ein Kerzenopfer dabei sehr hilfreich ist, wird vielfach bezeugt
Klüsen Augen. Aus der Schiffersprache: Die beiden Ankerklüsen am Bug des Schiffes erinnern an Augen.
Knaas Krach, Auseinandersetzung
Knabbel Anneken -> "Immeken Söffken"
Knäbbel/Knabbel Kanten Brot oder Brotendstück oder Knubbel oder Klumpen, z.B. Stück-Kohle; die eigroßen Stücke sind Knäbbelkes. Aber auch ein Schrank von Kerl kann Knäbbel heißen.
Knappkappes kurz aufgekochter feingeschnittener Weißkohl, "knappig" unter Stampfkartoffeln gemischt, dann -> Schlodderkappes
Knas Streit, zäher Dreck; -> Knies
Knaskopp "Knieskopp" oder ein/e "Knötterfott". "Dä Knieskopp knöttert aber mehr als dä Knaskopp, dafür is dä Knaskopp schusseliger als dä Knieskopp. Un wat en Knötterfott chronisch is, dat is en Knaskopp immerma-wieder."
Knaster Pfeifentabak; -> auch Kniest
knatsch vollständig, ganz und gar: "knatsch leer", "knatsch kaputt", "knatsch naß"
knatschen Wer sich wie Oma früher die Kartoffeln knatscht, zerdrückt sie sich zu Püree. Oder auch: mit offenem Mund geräuschvoll essen. Allgemein: nörgeln.
Knelles Cornelius
knibbeln sich mit Fingerspitzen oder Zähnen an etwas zu schaffen machen. "Knibbel nich schon wieder anne Fingernägel!"
Knibbelogist/Knibbologist Tüftler wie -> Fisemanölles
knicken "Dat kannze knicken!" - "Das kannst du abhaken, vergessen!"
Knicker Murmeln, kleine Glas- oder Tonkugeln, mit denen "geknickert" oder "geknurzelt" wird: die "Knicker" müssen von einem Start aus in ein Loch (Kuhle, Pott) geworfen oder durch einen Stoß gerollt werden. Fliegt beim -> "Stucken" nur ein "Knicker" aus dem Pott, hat man "Römmel" und kann alle aus dem Pott behalten (einsacken).
knickerig geizig
Knickersack Geizhals. Wer beim "Knickern" nur die billigen Tonknicker rausrückt und keine Glaskugeln, ist knickerig (geizig) oder ein "Knickersack".
Knickerwasser Selterswasser, Sprudel. Die Flaschen haben einen Knickerverschluss.
Knief stumpfes Messer (vgl. engl. knife)
kniepig geizig
Kniepschüber wie "Kniepsack", Geiziger
Knieptang Kneifzange
Knies kein offener Streit, aber: miese Stimmung ,schiefer Haussegen; auch: unangenehmer, zäher Dreck; -> auch Knas
Kniest Pfeifentabak; -> auch Knaster
knieste keuchen
Knifte zusammengeklappte Scheibe Brot
Knin Kaninchen
Knip -> Haus Knipp
knipperig geizig
Knipp-Knapp Damenhandtasche, wegen des metallenen Klemmverschlusses
Knippstein gefärbtes Glas, das einen (Halb-)Edelstein vortäuscht. - Mit Knippsteinen spielen die Mädchen. Sie schnipten oder knipsen die Steine mit dem Daumen vom Zeigefinger weg und müssen ein Loch im Erdboden treffen.
knöchte keuchen
Knohs Mücke
Knöngelfutt lahmer Kerl, langsamer Mensch, Zuspätkommer
Knöök Knochen; "Mich tun de Knöök weh": Gliederschmerzen.
Knores -> Henkelmann: ein verschließbares, am Henkel tragbares Gefäß fürs Mittagessen, " für aufe Aabeit" oder „für aum Ausfluch".
Knös Schlabberflecken auf dem Hemd; -> Knas
Knösch Kerngehäuse, z.B. vom Apfel: -> Kitsche
Knösch, Knöschken Schmutzfink
Knösch/Knütschken Haarknoten (von Frauen) auf dem Hinterkopf, Dutt
knösele mit der Arbeit nicht voran machen
Knötterfutt/Knütterfutt jemand, der an allem etwas auszusetzen hat, sich selbst durch seine Nörgelei das Leben schwer macht, ein Schwarzseher, Misanthrop
knöttern/knüttern Mischung aus Nörgeln, Meckern, Brummen, Kritisieren und Mäkeln, wobei allen genannten Verben ein "herum-" vorangestellt werden kann. Wer "herumknöttert", braucht keine Gründe, nur die Stimmung, oft im Selbstmitleid.
Knübbelkes kleine Kugeln, z. B. aus Silberpapier, die sich von der Schulbank aus mit dem Finger durch die Klasse schießen lassen. "En Knübbelken" kann auch eine kleine dicke Person genannt werden.
knubbeln fest umarmen (-> drücken), schmusen
knubbelwies haufenweise
knuddeln fest umarmen (-> drücken), schmusen
knüngelig/klüngelich unordentlich
Knüngelken Knöngelken, Klöngelken, Klüngelken, ->Krösken, Krömken, Bratkartoffelverhältnis
knüselig unordentlich, unsauber
Koakpöt Kochtöpfe
Köbes Jakob
Kofikann Kaffeekanne
Kohlekas Kohlenkasten
Kohleschöpp Kohlenschaufel
Kök Küche
Kökekas Küchenschrank
kokeln wie -> pesern: mit dem Feuer spielen
Kökestuhl Küchenstuhl
Kolk an der Emscher in Beeck. Man versteht darunter eine durch einen Wasserstrudel aufgewühlte Vertiefung.
Köln sehen grobes Spiel mit Kindern. Die Erwachsenen drücken beide Hände gegen die Ohren der Kinder und heben sie hoch, bis es ihnen schummerig vor Augen wird und sie "Köln sehen".
Kolonialwaren Waren aus überseeischen Besitzungen (Kolonien); Zucker, Gewürze, Kakao, Kaffee, schwarzer Tee, etc.
Kolonie (Wohnk.) Straßenzug mit Reihen gleichförmiger (Ziegel-) Häuser, von Fabrikherren und Zechenbaronen oft in unmittelbarar Nähe der Arbeitsstätten als preisgünstige Wohnstätte errichtet; in Nähe zu Lärm und Dreck von Hochöfen, Walzstraßen, Kokereien, Zechen und Werksbahnen; führt häufig zur Ghettobildung, d.h. zur Ansiedlung von Menschen mit monostrukturierten (gleichen) Interessen
Kölsche Wasch mit nassen Fingerspitzen waschen (Katzenwäsche), "Kölsche Wisch", wenn man unordentlich putzt
komm geh "Komm geh!" - "Komm hau ab!" - "Komm geh mich wech damit!" Ein scheinbarer Widerspruch: "Komm" verstärkt die Aufforderung.
Kommandöres zärtliche Bezeichnung eines Kerls, der immer alles bestimmen will
Komp Schüssel
König im Staatsrecht: Träger der höchsten monarchischen Würde, nach dem -> Kaiser
König, Theodor Heinrich * 02.11.1825 in Nottuln, ∞ 25.11.1858 Catharina Hövelmann; 01.06.1862 Eintrag "Baierische Bierbrauerei Th. König, Beeck bei Ruhrort" ins Handelsregister; gest. 27.05.1891
Königstraße ehem. Straßenname in Beeck; später: -> Theodorstraße; im Zuge der Erweiterung der König-Brauerei verschwunden
Konjäcksken kleiner Weinbrand oder Cognac. "Dat wärmste Jäcksken is en Konjäcksken."
Konschaff Kundschaft
Konsum (Betonung auf der ersten Silbe!) Lebensmittelläden in den fünfziger Jahren: Genossenschaften mit Großeinkauf und Mitgliedschaft der Kunden, die am Gewinn beteiligt sind. Thyssen hat früher einen eigenen Konsum, nahe dem Oberhof an der Friedrich-Ebert-Straße.
Kö-Pi König-Pilsener aus (Duisburg-) Beeck
köppen den (Fuß-) Ball mit dem Kopf spielen
Köpper Kopfsprung ins Wasser; -> Seemannsköpper, -> sticksen
koppheister kopfüber
Köppken/Köppkes Tasse/Tassen; (engl. "cup")
Koppstück "Wenne getz nich still biss, krisse eine hinter dat Koppstück!" -droht Schläge auf den Hinterkopf an.
köpsch eigensinnig
Körfke (Einkaufs-)Körbchen
Kornetbeff corned beef
Korstück Kostprobe für die Nachbarschaft nach der Hausschlachtung; Dank für erhaltene Küchenabfälle als Schweinefutter. "Kor": Probe, Wahl (vgl. erkoren, Kurfürst, küren, Kür).
Kosch, Korsch, Körschke Brotkruste, Endstück vom Brot; auch: Herpes an der Lippe
Koschäppel Stachelbeeren
Köschkes abgelatschte Schuhe
koß, koßden konnte, konnten
Kostgänger Untermieter, muss am Lohntag ein Teil der Lohntüte für Kost und Unterkunft an den Vermieter abliefern
Kote, Kotten Haus eines Kleinbauern oder Landarbeiters; auch -> Kate, Katstelle
Köttel Kot
Köttelbach Schimpfwort für Emscher
Köttelkes eigentlich Kotstückchen; auch die kleinen Kinder (Einzahl: Köttel), denn sie machen ihre "Köttelkes" (die auch bei kleinen Tieren so heißen)
Kötter -> Kate
kotzerig zum Erbrechen
Kover (von engl. cover): Bräutigam
Kräbbelkes Hefekrapfen, -> Bullebäuskes
Kracke altes Fahrrad oder Auto
krallen/Kralle schnell nehmen oder entwenden. "Kralle" steht für Hand. "Nä, kein Scheck. Käsch aufe Kralle!"
kramen/rumkramen entweder in Schubladen, Taschen, im Keller und auf dem Boden etwas suchen, mit Eifer zwar, aber unsystematisch, oder gar nichts suchen, sondern in Haus und Hof oder in einer Fotokiste herumstöbern. Die letztgenannte Tätigkeit ist schon fast "rumkrosen" (-> krosen).
Kranen Mehrzahl von (Wasser-)Kran
Krane(n)berger Leitungswasser
Kranz wenn beim Kegeln nur der König stehen bleibt
Kraut eingedickter Saft von Äpfeln oder Rüben
Krauter Besitzer eines kleinen Ladens oder Unternehmens; auch: Allgemeinmediziner
krebbele Stück abbrechen
krebetzig aufgeregt oder angriffslustig oder frech oder alles zugleich
Krechel grobschlächtiger, auch fieser Kerl
kreen krähen, schreien
Krekelinge  kleine aus Mehl gebackene Kuchen oder Brezeln; (Krekelentag = 12. März).
Krentekakker ("Korinthenkacker") kleinlicher Mensch
Kribbeköpp aus großen Steinen angelegte Bunen, an den Biegungen des Rheins ins Wasser gebaut
kribbelig nervös
Krintekacker/Korinthenkacker Kleinigkeitskrämer, Pedant, -> Kackebratz
krisse gleich "Du krisse gleich" droht Schläge an; ohne "du" und mit Betonung auf "gleich":dir wird bald ein Wunsch erfüllt. - Eine junge rau muss bei dieser Androhung vorsichtig sein, denn sie wird gefragt: "... Und wer kricht die andere?"
kroase leichte Arbeit verrichten
Kroch schlimmer Husten;
Kröchz Hund
Krollekopp Lockenkopf, auch "kruse Moppel"
Krom(m)beeksche -> Krumm(en)beecksche
Krömken wie ->"Krösken": liebes Verhältnis oder Liebesverhältnis
Kronprinzenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Bruckhauser Straße
Kroppzeug unbeliebte Tierchen, Insekten. Aber auch abschätziger und in Wut gebrauchter Sammelbegriff für ein Gewimmel aus Kindern
krosen/krösen gesteigert als herumkrosen: sich im Keller, Garten, irgendwo im Haus ohne besonderes Ziel beschäftigen; auch: (unbefugt) in Schrank oder Schublade herumsuchen
Krösken wie ->"Krömken": liebes Verhältnis oder Liebesverhältnis
Krottsack Schimpfwort für frechen Jungen, mann, Menschen von kleiner Gestalt
Krücke Stock als Gehhilfe; aber auch: Versager
krücken lügen mit ärgerer Täuschungsabsicht; auch: schwer arbeiten
Krumm(en) Beecksche Schlinge im Beeckbach; führt in der Nähe des Beeckbaches zur Emscher Fähre;
Krummbeeckstraße Straße in Beeck
krummer Hund jemand, der schon oft gelogen und betrogen hat; auch: Zigarrensorte
Krunekrahn Kranich
krünkelich verknautscht, verknuddelt
kruppe kriechen
Krusselkopp Krauskopf, eine/r mit krausem Haar; -> Krollekopp
Krutt (Apfel-) Kraut
Kruttlöppel Krautlöffel
Krüzke inne Hand "Du kanns mich en Krüzke inne Hand machen!" - "Du kannst mir ein Kreuz in die Hand machen!" : "Du kannst es mir glauben!"
Kucki "Auf Kucki kaufen" hieß in den Nachkriegsjahren und bis in die Fünfziger hinein auf Pump kaufen: im Lebensmittelladen "anschreiben lassen", bis Vater wieder eine Lohntüte mit nach Hause brachte. Also ein zinsloser Kredit mit Blick (= Kucki?) auf den Zahltag oder im Vertrauen auf das bekannte Gesicht der Kundin.
kuckssema Als Frage: "Guckst du mal?" Als Aufforderung: "Guck sie mal an."
Kuddelmuddel großes Durcheinander, Unordnung
Kuhle Die bei Überschwemmungen der Emscher leicht entstehenden Strudel hinterlassen oft tiefe Löcher. -> Kull
Kuiltjen (dat K.) Acker in Beeck; es bezeichnet die kleine Kuhle
Kuip, Kup hölzerner Schlitten, auf dem die mittelalterliche Feuerwehr ihren Wasserbehälter mitführt.
Kuk Kuchen
Kull in Stockum in der Nähe der alten Emscher. -> Kuhle
Kulleföttken wenn sich einer umdreht und dat andere Föttken inne Kulle von sein Schößken liecht; -> Stippeföttken
Külleken Verkleinerung von -> Kulle/Kuhle
Kullköpp(e) Kaulquappen; auch die ersten kaum lesbaren oder schlecht geschriebenen Buchstaben der I-Dötzkes ( -> Dotz)
kumma ihn da/kumma er da "kumma" kommt von "guck mal". Die feine Unterscheidung zwischen "kumma ihn da" und "kumma er da" kann so gedeutet werden: "Kumma ihn" ist die direkte Aufforderung "Kuck dir den an". "Kumma er" heißt eher: "kuck mal, wie der sich darstellt, wie er sich fühlt". - Die weiblichen Formen heißen "kumma öttes ( -> ettes)" und "kumma sie".
Kump Schüssel, Gefäß; „Kümpken" = kleine Schüssel
Kümpkesschnitt stufenlose Alternative zum Fassonschnitt: Die Jungen bekamen zum Haarschneiden ein Kümpken (einen Topf) über den Kopf gestülpt. Alles, was unter dem Kümpken herausragte, wurde abgeschnitten. ( -> Blumenpott)
kungeln mit jemandem etwas tauschen; auch: heimlich verhandeln
Kunt Hintern; hinterer Teil einer Sache
Kupfermühle im 18. Jhdt. erwähnt auf dem heutigen Stephans-(Hütten-) Gelände im Südosten von Beeck zwischen der Emscher und Berge (= Meiderich-Berg)
Kuppong Bons, Quittungen, Abschnitte, Gutscheine, Abholzettel usw.; (frz. coupon)
Kurasch Mut (Betonung also auf der zweiten Silbe; frz. courage)
kuraschiert energisch, mutig
Kurmede oder Kurmude Der Grundherr liefert dem Inhaber einer Hufe Vieh und Saatkorn. Wenn der Bauer stirbt, bekommt der Grundherr dafür das "Besthaupt“ (das beste Stück Vieh).
Kurmelskram auch Kurmel/Kormel: Durcheinander von Zeugs und überflüssiger Plunder
Kurze Straße ehem. Straße in Beeck; vordere Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Kuschee Bett ( frz. coucher =schlafen)
Kuschel-Muschel ("sch" stimmhaft gesprochen wie in "Garage"): jegliches Durcheinander, verzwickte Angelegenheit wie z. B. verworrene Familienverhältnisse
kuscheln einmümmeln, im Liegen einrollen
Kusselkopp ("ss" gesprochen wie s in satt): beim Turnen die Rolle vorwärts, Purzelbaum; in der Charakterkunde ein zerstreuter oder "stusseliger" Mensch ( -> Stussel)
Kwanten Beine /Füße, auch Schweißkwanten;  ( -> Mauken)
Kwantum -> Quantum
kwärke leicht klagen
kwatsche leicht klagen; reden
  beginnt in der von H. Victor 1850 am -> Eiskeller errichteten Brauerei seine Tätigkeit.
L  
Laban langer Mann, auch halbwüchsiger
Lädes gewerbl. Läden
Ladung Prügel oder eine Menge von etwas
laff Salz fehlt; auch: Kinder und Kerle, die zuviel herumalbern. "Du laffen Sack, du!"
Lakumer, Lakheimer, Laiken Hufe Lake = im oder am feuchten, wasserhaltigen Gelände; Heim = Siedlung; (-> Stapels Hufe) Doppelhufe zw. Hof Beeck und Emscher, gehören zum Oberhof. Hier entwickelt sich das älteste Dorf Beeck um etwa 800 n.Chr.; 1404 kommt das Gut von Cracht und Johann Stapel (-> Stapels Hufe) an Lehnhoff. Gelände heute westl. der Friedrich-Ebert-Straße zw. Kamannshof/Lehnhofstr. und Hoffsche Straße
lälk hässlich im Umgang
Lamäng lässig "aus der Hand" (frz. la main); "Dat mach ich ausse Lamäng!"
lammentiere klagen
Lampezelender Lampenzylinder für die Petroleumlampe ( Beeck bekommt erst a ca. 1906 elektrische Stromversorgung)
Land gewinnen "Mach bloß, datte Land gewinns, du!" Eine starke Aufforderung, wegzugehen, "abzuhauen"
Landabstechen Kinderspiel: auf dem Erdboden wird eine Fläche umrissen und in soviel gleiche Teile wie Mitspieler aufgeteilt. Jeder hat sein Taschenmesser und wirft es in des anderen „Land". Wenn es steckenbleibt, erwirbt der Spieler den angrenzenden Anteil hinzu.
Landgraben auch -> Landwehr: Umfriedung oder Abgrenzung (Befestigung) von bebautem Landstück gegen Gemeindeweiden; aufgeworfener Damm mit Graben, oben mit Dornen besetzt;
Landstraße Mitte des 18. Jahrhundert Name der -> Friedrich-Ebert-Straße zw. Stockum und Beeck; -> Hogenweg
Landwehr kleines Flurstück in Stockum.
Lange Kamp Straße in Beeck, früherer Name -> Nordstraße, auch: früherer Name -> Schlageterstraße
langen "Wenn et langt, kommense mit wat aus. Wenn et nich langt, könnt et sein, dat er die Wut kricht, weil et ihm langt und er ihr eine langen will, datse sich also eine fängt. So dat sie se also kricht, weil et nich langt."
langen Hafer kriegen eine Tracht Prügel bekommen
lappen (etwas lappen) etwas anstellen, "ausfressen".In Duisburger Armenrechnungen um 1600 heißt "Schuhe lappen" sie reparieren. Bei schlechter Arbeit kann es geheißen haben: "Was hast du da gelappt?"
Lappes etwas auffälliger, alberner Kerl; ungelenk Pubertierender
läpsch/läppisch gering oder fast albern
latschen/Latschen "Ich latsch dir gleich eine!" droht eine Ohrfeige an, ursprünglich vielleicht sogar mit dem Pantoffel oder der Schuhsohle. Denn "Latschen" sind die Schuhe, besonders große. "Quadratlatschen" sind Übergröße. "Latschen" sind auch die Füße. "Tu deine Latschen ausem Weg!" - Schließlich ist „"latschen" auch eine Gangart. "Latsch, latsch, die Heide blüht" verspottete Pfadfinder und Wanderer.
latschig lahm, tranig, ohne Schwung
Latschke(n) schlacksiges und traniges Mädchen in der Pubertät; ( -> Transuse)
Latüchte Laterne, Licht, Lampe. „Nix inne Latüchte ham": wenig Verstand haben. „Einen inne Latüchte ham": betrunken sein.
lau (für lau) "Dat is für lau!": kostet nichts
Laumann unzuverlässiger Typ, dem alles egal ist und der sich für nichts begeistern kann oder einsetzt
Laurentiuspark Parkanlage zw. Gotenstr. und Friedr.-Ebert-Str. hinter der St. Laurentius-Kirche; zuletzt 2003 saniert; -> Parkanlagen in Beeck
Lauschepper trinkt gern sein Bier auf Kosten anderer, lebt auf Kosten anderer; -> Nassauer
Lauschepper Schmarotzer
Läusepummel Kind, das Läuse hat
Läusepungel Kind mit Kopfläusen
Läwe Leben
Lebensmittelkarten Zuteilung von Lebensmitteln mit Abschnitten für die einzelnen Lebensmittel (Brot, Butter, Milch, Zucker, Ersatzstoffe, etc.); ohne sie darf der Kaufmann im Krieg und noch einige Jahre danach nichts abgegben. Sie rationieren (teilen) die Lebensmittel (ein); am meisten bekommen die Schwerarbeiter in Zechen und Hütten.
Leck mich inne Täsch! Alternative zum Götz-Zitat „Leck mich am Arsch" oder auch ein Ausruf des Erstaunens und der Anerkennung. Der Ton läßt erkennen, ob das eine oder das andere gemeint ist.
Ledder Leiter
Ledigenheim Wohn- und Schlafstätte für Berufstätige, meist für die Mitarbeiter von Firmen zu Vermietung zur Verfügung gestellt
Lehen, Lehn Grundstück, nutzbares Recht oder Amt, das der Lehnsmann (Vasall, -> Vogt) von dem Lehnsherrn durch die Belehnung zu meist erblichem Besitz erhält. Er ist dafür zu ritterlichem Kriegs- und Hofdienst verpflichtet
Lehm und Stroh Erbsen mit Sauerkraut
Lehmdeel Diele, deren Boden aus festgestampftem Lehm besteht.
Lehn Helene
Lehnhof 1386 durch die Äbtissin von Werden als Grundherrin der zur Beecker Hofesgenossenschaft gehörigen Lakheimer Hufe an die Familie von Lote (Leuth) zum -> Lehen gegeben; 1404 kommt das Gut von Cracht und Johann Stapel an Lehnhoff.
Lehnhofpark Parkanlage auf dem ehemaligen Gelände des -> Lehnhofs; zuletzt 2003 saniert; -> Parkanlagen in Beeck. Wo heute eine Grünanlage mit Spieplatz liegt, ist bis zum Oktober 1944 noch eine Hofanlage, die als Gastwirtschaft betrieben wird: die Scheune ist als Saal ausgebaut, auch im Garten wird getanzt.
Lehnhofstraße Straße in Beeck; Straße zum Lehnhof; -> Lehen, Lehn
Lehnpferd Ein gesatteltes Pferd, das man auf dem -> Sattelhof gestellt bekommt.
Lehnsgut -> Lehen, Lehn
Lehnsherr -> Lehen, Lehn
Leibchen Kleidungsstück der Unterwäsche (bis etwa Anfang der 50er Jahre): miederartig bis zur Taille, mit mittiger Knopfreihe hinten oder vorn. Am Leibchen wurden die Strumpfbänder für die langen Strümpfe der Mädchen und Jungen befestigt.
Leibniz Gottfried Wilhelm Leibniz, Philosoph, Naturforscher, Mathematiker, Historiker und Politiker, *1.7.1646 Leipzig, †14.11.1716 Hannover
Leibnizstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Pestalozzistraße; Leibnizstraße 11 in DU-Beeck ist die Anschrift der Geschäftsstelle des -> Bürgerverein Beeck e.V.
Leo "Ich bin donnich dä Leo."Den kann man nämlich -> "verdummdeuveln", ohne daß er es merkt.
leper zu leicht gebaut
leu faul, träge
Lewitten lesen jemandem Vorhaltungen machen, zurechtweisend die Meinung sagen; von "Leviten lesen": Vorschriften aus dem Buch Leviticus der Bibel (3. Buch Mose)
Lier Waldrebe; auch: Sumpf, Morast, Schlamm
Lierheggenstraße Straße in Beeck
Lierhegge (op de L.) Acker in Beeck neben der niedrig liegenden Viehsteg und dem Beeckbach; (-> lier und -> hegge)
Lieverengske Lerche
Lindenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Hartmutstraße (Ostacker)
link falsch, hinterhältig. „Linke Sau, du!" wirft nicht eine politische Richtung vor, sondern die Hinterhältigkeit
linken hintergehen
Linkspot Linkshänder oder Linksfüßer; („Pot" mit langem „o" wie Pfote)
Liske Anneliese
Liß Elise
Lo, Loe, Loh, Lohe, lat. lucus = Wald; (Marxloh); auch: gemahlene Rinde junger Eichen und anderer Bäume zum Gerben; auch: Synonym für Wald;
Loch "Ich bin den ganzen Tach noch nich vort Loch gekommen", also zur Tür raus nach draußen. „"Ihr geht mir nich vort Loch!" ist Mahnung an die Kinder, das Haus nicht zu verlassen. "Dä kommt mir heut nich vort Loch!" Er hat also Hausarrest.
Loffball Platz an der Deichstraße in Laar; zwei große, schwarze Bälle an einem Mast bedeuten Sturmzeichen für die Segelschiffahrt
Löff Luft
löff lüften; "en Rätsel löff": ein Rätsel lösen
Löffelken ("Löffelchen)-> Kulleföttken
Lohntütenball den sauer verdienten Wochenlohn sofort für Vergnügungen (Kneipe etc.) ausgeben
Look Zwiebel
Loor Laar
Löpelbrett Löffelbrett für die Esslöffel
löpsch läufig; "Die Stinna is löpsch": hinter Männern her ("auf Männerjagd")
losjückeln ("ü" wie "ö" gesprochen): losgehen, "auf Jück" und "op/äuf Jück sein", "herumjücke(l)n", "immer op Jück": rausgehen und was erleben wollen
lötschen Kaffee schlürfen
Lowiß Luise
Lucki lucki hingucken: "Lucki lucki" machen; auch -> "lünkern", auch ein bißchen voyeuristisch
Lucht (Auf der L.) Bauerschaft in Stockum, später "Luchsen"
Lügenbänksken Parkbank, auf der sich Rentner übertriebene Geschichten erzählen
Luhs Laus
Lull, Lulla, Lülleken Schnuller
Lumich Nichtsnutz, Taugenichts; einer, der herumlu(ng)ert
Lümmelmütze/Lümmeltüte Kondom
Lungenschmacht starke Lust auf eine Zigarette
lünkern durchs Schlüsselloch zum Beispiel, wie es Kinder an Weihnachten tun, wenn die Eltern Christkind spielen. "Du hass gelünkert" kann auch ein Vorwurf lauten, wenn einer beim Versteckspiel durch die Finger guckt, wohin die ändern laufen. "Die lünkert immer!", kann in der Schule auch heißen, dass die abguckt.
lüns(s)en auch „lins(s)en": bei der Klassenarbeit aufs Nachbarheft, beim Kartenspiel in Nachbars Karten schielen; spähen, mal gucken, wer da kommt; -> spingsen
luren lauern, herumgucken, sich verstohlen umsehen
Lusbengel Lausebengel
Luschen beim Aufnehmen der Karten im Skatspiel: alles schlechte Karten
lüstern horchen, heimlich mithören
Lustmolch "Molch" ist veraltete Bezeichnung für einen Mann, Lustmolche kommen noch vor
Luther, Martin Begründer der Reformation, *10.11.1483 Eisleben, †18.12.1546 Eisleben
Lütt Leute
Luys, Lös, Lusch. Lüsch Schilf, Lösort = Flurbezeichnung in Meiderich an der Emscher.
  Schutz der Äcker gegen wilde Tiere
M  
Macker Mann, Kerl, fester Freund; -> Tille
Mackes Energie; -> Schmackes
Magazine Lagerplätze für Kohle
Magdalenenstraße Straße in Beeck
maien "Hör mich op mit Maien": Hör endlich auf mit dem Gerede oder mit dem Gesäusel. Durch eine Rundfunksendung des Reichssenders Köln populär geworden ("Froher Samstagnachmittag zusammen")
Maijüttke Gänseblümchen
Mal Amalie
Maloche schwere Arbeit, die man nur aus Not übernimmt und ohne Freude entrichtet
Malstattstraße Straße in Beeck
mansus lat.; dt. -> Hufe
Margarethentag 13. Juli, der wichtigste der drei jährlichen Gerichtstage. Der -> Hofschulte des Oberhofes gibt sämtlichen Geschworenen ein Mahlzeit und eine Tonne Bier.
Marktplatz Straße in Beeck; Der Marktplatz in Beeck wird 1891 angelegt.
Markuskapelle heute nicht mehr vorhanden, früher am westl. Ende des fränkischen Friedhofs (Lange Kamp 46, 48); urkdl. 1546 in den Hamborner Nachrichten erwähnt im Zusammenhang mit dem nach Hamborn zinspflichtigen Anwesen van Essen (später Essmann).
Matt Markt
Mattes Matthias
Mechel Michael
Meddag Mittag
Mehr alte Flurbezeichnung in Meiderich im Überschwemmungsgebiet der Emscher.
Meierik Meiderich
Melaten Feld der Aussätzigen, ihe Wohnstatt+B1956
Melkbure Milchbauern
Melkdöpe Michtöpfe
menächtig verächtlich
Merkt Merkzeichen als Unterschrift für Bauern und Bürger, die nicht schreiben konnten.
Metz Messer
Middelkamp Acker an der Emscher in Stockum
Miege Rest, Neige; abgestandenes Bier
Mien Wilhelmine
Minneke bedächtiger, langsamer Mensch
Miselsucht Aussatz, Pest
Mismahl Familie aus Laar; älteste Grabsteine (-> Friedhöfe)
Miss Kätzin
Mittelstraße ehem. Straße in Beeck; als Gotenstraße heute teilweise erhalten
Mod, Modd, Modde Sumpf; auch: breiige Masse am Boden von einem Sumpf
mödden müssen
moffele vorsichtig essen
Moffiole (-> Stockfiole) Goldlack
Möhlekamp Mühlen-Weide in Stockum
Möhlekampshof Hof am Möhlekamp
Möhlenkampstraße Straße in Beeck
Möllers Hof Heinrich Möller aus Stockum ist am 17.09.1660 als Schöffe Mitglied einer Katasterkommission zur Aufnahme der Ländereien und Güter
Möllershofstraße Straße in Beeck
Mömmelkes am Po hinterbliebene  -> "Köttelkes", -> Klabusterbeeren
Monnarde ("Flussende“): alter Zufluss eines Seitenarmes der Emscher in den Rhein zwischen Laar und Beeckerwerth; erstm. 1392 erwähnt
Möpp "Bah, wat en fiese Möpp!" = ekelhafter Kerl
Möschen (geschlossenes 'sch'): Spatzen, Sperlinge
Mückefeld Viertel zwischen Laar und Meiderich-Berg
Mückefelder Piss Waaserdampf, der beim Löschen von Koks entsteht und wie Niesekregen runterfällt.
müffel(e)n stinken
Muhme Meisterin; -> Ohm
Muhsplöck ("Mausepflücker") bedächtiger, langsamer Mensch
Mütze "Dä hat ein' inne Mütze!" Der ist betrunken.
N  
nä, nä verstärkte Verneinung, verbunden mit dem Schütteln des Kopfes
nä, ne unnachahmliche doppelte Verneinung in Frageform. Dabei verstärkt das „ne" das verneinende „nä", und dieses kann kurz oder gedehnt ausfallen, je nach Situation und Überzeugtheit.
Nachlechske Nachtlicht
Nacht Mattes "Ja dann Nacht Matthes!" heißt soviel wie: dann macht euch auf einiges gefaßt. -> Mattes
nasen neugierig herumschnüffeln
Nasentripper schlimmer Schnupfen. "Wennet dä ganze Tag am laufen is."
nass "Dä is naß" bedeutet, daß er gern "für lau", auf Kosten anderer Leute trinkt.
Nassauer Nassauer Studenten haben als Spende ihres Landesfürsten einen Freitisch in der Mensa. Wer "lauscheppen" will, bezeichnet sich trügerisch als Nassauer. Daraus wird Nassauer allgemein für -> "Lauschepper", schließlich auch "Nasse" und "Natte".
Natte Frau, die von andern absahnt, viel ausleiht, aber nichts zurückgibt. -> "Nassauer".
Nattenbergshof Straße in Beeck; Hof auf dem natten (nassen) Berg, nördlich des Beeckbaches an der Mündung in die Emscher
Nattenbergstraße ehem. Straßenname in Beeck; früher auch -> Uferstraße
Neanderstraße Straße in Beeck
Neanderstraße ehemaliger Straßenname war -> Südstraße
nebbig so klein, daß es peinlich ist. So kleines Geschenk, daß man sich damit blamiert. Jiddisch: Nebbich = unbedeutender Mensch.
Neht Nisse
Nerv Lust oder Bock auf etwas haben. Meist negativ im Sinne von "nicht ertragen können": "Da habbich kein Nerv drauf." "Habbich keine Nerven für." "Du nervst!"
Neujährken abholen Aschemänner, Müllmänner holen sich mit Neujahrgruß ihr Trinkgeld ab.
neujierig neugierig
nich drin "Dat is nich drin": geht nicht, ist unmöglich, kommt nicht in Frage.
Nickel frecher, auch hinterhältiger Mensch, der andere gern etwas piesackt, meist für Jungen oder Männer gebraucht. Ihr Verhalten ist nickelig.
Niederterrasse der Uferrand der Flussaue, ca. 2m hoch, wie an der Beecker Kirche, die Straße am Lange Kamp
Nienhaushof Nienhaus am Wasser (Emscher) auf dem Bezirk -> Bodenbom, eine der ältesten Siedlungen, heute ungef. Sportanlage Beeck 05
Nienhaushufe Nienhaus an der Straße, eine der ältesten Siedlungen; heute ungef. Friedrich-Ebert-Straße/ Ecke Flottenstraße
nix bei "Wa äh, da is doch nix bei!" sagen Kinder, wenn etwas puppenleicht einfach ist. Dasselbe können auch Erwachsene mit "da is nix bei" meinen, aber auch, daß etwas nicht so schlimm sei. Sie sagen z.B. "Wat is denn dabei" oder "Ja und? Da is doch nix bei", wenn sie sagen wollen: "Kann denn Liebe Sünde sein?"
nix tun "Dä tut nix", sagen Frauchen und Herrchen von ihrem Hund, wenn dieser zur Attacke anläuft. "Dä tut nix" sagt man aber auch, wenn jemand nicht arbeitet, obwohl es noch Arbeit genug gibt.
Nöll Arnold
nolote nachlassen der Kräfte
Nonnenaquarium Bezeichnung für das von Nonnen geleitete Lyzeum, Mädchengymnasium
Nonnen-Park bis 1986 leben im heutigen kath. Pfarrheim an der Gotenstraße auch Ordensschwestern, Nonnen; -> Laurentius-Park;
Noppes, Nöppes, Nöbbes Koseformen für Norbert
Norbertstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Heinrich-Baken-Straße (Ostacker)
Nordstraße ehem. Straßenname in Beeck; danach: -> Schlageterstraße, heutiger Name -> Lange Kamp
nörges nirgends oder nirgendwo
Notgething außerordentliches Gericht (-> Gerichtstage)
Nött Nüsse
nou man gau jetzt aber voran
Nougatpresse Klo, fürs "große Geschäft"
Nuckelpinne ursprünglich ein altes Fahrrad, inzwischen auch für alte Autos
O  
Oberhof Vom 16. Jhdt. an kommt für den Amtshof die Bezeichnung "Oberhof“ auf und im Zuge der weiteren Entwicklung werden dann die Hufen zu Höfen.
Oberhof (in Beeck) Gut in hoher (über, oben) Lage; Hof der Oberen, hohen Herren; 1258 Sitz eines Ritters von Beeck; urkdl. seit 1640 als Name Oberhof, vorher -> Sattelhof; 1658 wurden die früheren Hofgebäude ein Raub der Flammen; heutiges Gebäude 1665 errichtet, 1896 bis 1926 im Besitz der Familie Thyssen; zuletzt 1958 saniert; -> Vogteigericht; -> Hof
Oberhof-Park Parkanlage an der Friedrich-Ebert-Straße Haltestelle -> Beeck Denkmal und dem ehem. -> Oberhof; zuletzt 2003 saniert; -> Parkanlagen in Beeck
Oberstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Lange Kamp
Obstweihe Obstwiese
Öderich ödes Reich, wie Meiderich = Wiesen-Reich, ein sumpfiger, fieberreicher, wenig bewohnter Stadtteil des alten Duisburg
Oeil auch Oel, Oell, Oil, Ael; der grote und der kleine Oil; Weiden in Stockum; tiefliegendes, ehemals feuchtes Grundstück; Ol, Ole, Aue = Mulde, Vertiefung, Höhlung oder Wasserrinne, welche durch Wasser oder auf sonstige Weise in die Erde gewühlt ist und worin Wasser steht, oder auch ein Rinnsaal, worin Wasser ein- und ausfließt.
oewerbrasele überarbeiten, zu sehr anstrengen
oewere erübrigen
Ohm/Oheim der (alte) Onkel; auch: Meister; -> Muhme+B1237
ohne Mist wirklich wahr. "Nä ehrlich? Gezz ma ohne Mist"! "Ja, in echt, äh."
olde Wiever Stiefmütterchen
Oli Öl
Ölk Zwiebeln
Ölkrüsel Ölkännchen
Ölschken Kosewort für kleine alte Frau oder auch kleines Mädchen. Betont auch das Gewitzte an diesem Menschenkind. "Ja, dat is en raffiniert Ölschken!"
Ömmaken von Oma; meist zärtliche Bezeichnung für eine kleine alte Frau
Ömmel kleiner Mensch oder Rest von etwas;
ömmelig klein, armselig
ömmertu immerzu
Ömmes (kleiner) Mensch. Das Wort könnte aus der französichen Ruhrbesetzung stammen: von "un homme" (ein Mensch) mit Verkleinerungs-"s" (oder von "Hommes" an den Männertoiletten)
onnösel unpässlich, schlecht entwickelt
onnöselig unansehnlich, unbedeutend, gering, Reste
Onösel etwas einfältiger oder beschränkter Mensch
op den, dem auf dem
opproffe überfüttern, aufpropfen
opstoake hetzen, aufstochen, aufstacheln
Ort Ende einer Sache, kleines Stück oder Teil einer Sache; Landspitze am Ende eines Flusses oder eine in den Fluss ragende Landspitze
Örtzken / Ürtzken ganz wenig von etwas, ein kleiner Rest. "Son Ürtzken" heißt auch: so eine winzige, unscheinbare Person
Ösel -> Ullige
Ösken zärtlich gemeinte Verkleinerung von"„Aas". "Dat is vielleicht en Ösken" oder "Du biss mir ja vielleicht en Ösken" ist dagegen fast schon Bewunderung der Schlitzohrigkeit und Raffinesse
osselig unpässlich, schwach
Ossen Ochsen
Ossenkamp "Ochsen-Wiese“ in Stockum, halb Weide, halb Acker
Ostacker (grote, kleine, op den  O.) Flurstück östl. der Hofanlage Östrich, zw. Beeckbach und Abzweig Alte Emscher Ostackerweg/Möhlenkampstraße; heute ungef. Lange Kamp (= langes Feld)                                                                                                                                                                                                                              
Ostackerweg Straße in Beeck; der zum Acker im Osten führende Weg;
Osterick (Östrich) Hofgruppe in Beeckerwerth; als (ehemaliges) klevisches Dienstmannslehen berechtigt, in der Walsumer Mark Holznutzung und Schweinemast zu betreiben
Östrichs (Ostericks) Hufe eine der ältesten -> Hufen, nördlich Lange Kamp, ungef. zw. -> Viehsteegstraße und Beeckbach gelegen
Oststraße ehem. Straße in Beeck; Verlängerung der vorderen Friedhofstraße in Richtung Papiermühlenstraße
öttes oder "ettes", auch "öt" und "et" ist der 4. Fall der 3. Person "sie" und "es". "Kumma öttes, wie se/wie et sich plustert."
Ottokolonje Eau de Cologne (Kölnisch Wasser)
Overbeeck Hufe auf dem -> Dalacker -entsprechend ihrer Lage- "über dem Bach", also -> Averbeeck, Overbeeck
Owesbank Ofenbank
P  
Päddestuhl Hut; aber auch: Pilze
Pädsköttel Pferdeäpfel = Pferdekot; wird als Dünger genutzt, aber auch um den Sand einer Gussform, der fest zusammenhalten muß, wenn das flüssige Metall hineinfließt, geschmeidig und haltbar zu machen, mischt man ihm Pferdedung bei.
Pampsack dicker Mensch
Pannas, Pannhas aus Wurstbrühe und Buchweizenmehl nebst Gewürzen hergestellter, steifer Brei, der kalt in Scheiben zerschnitten und gebraten wird; gröber als Blutwurst, auch schärfer gewürzt; Wenn "Pannas am Schwenkmast" hängt, "is Stunk inne Bude".
Pänz rotziger, frecher Junge
Papiermühle 1764 wird auf dem -> Rönsberghof eine Papiermühle von Johannes Voster errichtet: um für einen gleichmäßigen Mühlenbetrieb zu sorgen, wird der Rönsbergsee durch die Emscher aufgestaut; ursprünglich in Flussrichtung links eine Loemühle, in Flussrichtung rechts eine Vollmühle; im 2. Weltkrieg werden die Gebäude mit riesigem Mühlenrad zerstört;
Papiermühlenstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Friedenstraße
Pappe "Weisse schon? Getz is da Hannes au seine Pappe los", seinen Führerschein
Päpperdos Pfefferdose: Bezeichnung für eine ältere, geschminkte Frau, die zu dick aufgetragen hat.
pappsatt wer nicht mehr "papp" sagen kann, wie z. B. jemand, der den Mund voll Papp hat, voll dickem Brei. -> auch pupsatt
Päre Birnen
Pariser Verballhornung von Präser, Präservativ, also Kondom
Pärschkes Pfirsiche
Pätt Kröte; auch: Mütze
Päul Paula
Parkanlagen in Beeck -> Lehnhof-Park, -> Oberhof-Park, -> Laurentius-Park (auch -> Nonnen-Park)
  1. Lehnhof-Park: Parkanlage auf dem ehemaligen Gelände des -> Lehnhofs-> Lehnhof-Park, -> Oberhof-Park, -> Laurentius-Park (auch -> Nonnen-Park)
  Wo heute eine Grünanlage mit Spieplatz liegt, ist bis zum Oktober 1944 noch eine Hofanlage, die als Gastwirtschaft betrieben wird: die Scheune ist als Saal ausgebaut, auch im Garten wird getanzt; bis 1943 zeitw. auch Kindergarten
  2. Oberhof-Park: Parkanlage zw. Haltestelle -> Beeck Denkmal und -> Oberhof
  3. St.Laurentius-Park ( -> Nonnen-Park): Parkanlage zw. Friedrich-Ebert-Straße und Gotenstraße; Im St.Laurentius-Park findet alljährlich (seit 2000) an einem Advent-Wochenende ein Advent- und Weihnachtsmarkt statt, initiiert vom -> Bürgerverein Beeck e.V.
partu frz. "partout", soviel wie "auf jeden Fall, unbedingt"
Parzelle kleines Grundstück
Pas Acker am Beeckbach in Beeck
Pasfurt Acker inmitten von Busch und Weide an der Emscher. Ein Weg führt von dort zur Emscher und hindurch.
Pasop "Pass auf!" mit drohendem Unterton
Peere Birnen
Peerebööm Birnbäume
pekkeful ganz voll
Pellkopp Eichel des Penis
Pellmänner Pellkartoffeln
pengele scharf handeln
pennekesfett Wer irgendwo "pennekesfett drinsitzt", dem geht es gut. "En Penneken" ist eine Bratpfanne, reichlich Fett darin ist gut für den Braten
Penning Pfennig
Penunsen Geld. Auch: Moneten, Schotter, Asche, Kohle, Pinke Pinke, Zaster
Perd Pferd
Perle Putz- oder Haushaltshilfe; auch: Freundin
Perrong Bahnsteig, auch die Plattform der Straßenbahn und der Eisenbahn am vorderen und hinteren Teil des Wagens, die überdacht und durch eine Schiebetür vom Wageninneren abgetrennt ist. Während der Fahrt kann man „auwem Perrong stehn". „Auwem Perrong noch jemand ohne Fahrschein?"
Perseduuk lilafarbiges kattunenes Kopftuch
pesen (nach ä" hin gesprochen) angepest kommen", rumpesen": eilig gehen, sich schnell bewegen
pesern wie -> "kokeln": mit dem Feuer spielen (z. B. Adventskranz ansengen)
Pestalozzi Johann Heinrich Pestalozzi, Erzieher und Bildungsreformer, *12.1.1746 Zürich, †17.2.1827 Brugg
Pestalozzistraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Leibnizstraße
Peterwagen -> "grüne Minna", Polizeiwagen zum Gefangenentransport
Pett Schirmmütze
Pferdemetzger Arzt, der sehr ruppig mit seinen Patienten umgeht; -> "piesacken"
Phantasie mit Schneegestöber Blöde Antwort auf die Frage (zu einem Bild) "Wat is dat denn?" oder "Wat soll dat sein?"
Phiölchen "En fahl Phiölchen" ist ein hinterhältiger Mensch, den man aber doch noch gern hat.
Phiolenschieber Drückeberger der feinen Art
Phönix-Hütte 1854/55 in Laar errichtete Hütte; später ATH Werk Ruhrort; seit 1998 ISPAT SRG
Pick "Pick auf jemanden haben" bedeutet, ihn auf dem -> Kieker zu haben oder ihm zu grollen; jemanden nicht leiden können.
pickeln Unterwäsche, lange Strümpfe und Pullover, die aufgrund ihrer ungekämmten Wollqualität unangenehm die Haut reizen. Die Ware kratzt also, Träger/in wird gekratzt oder gejuckt und mus sich jucken. Pickeln heißt auch, sich selbst oder anderen Pickel oder Mitesser ausdrücken.
pickepacke nur in Verbindung mit "voll": der Rucksack, Koffer, die Straßenbahn oder der Zug
pickfein eigentlich "piekfein": im Sonntagsstaat, aber auch "en pickfeinet Restorang"
piel (von "Pfeil"): etwas kann "piel", nämlich steil "inne Höh' stehn". Es kann aber auch ein Weg "piel geradeaus" gehen, dann führt er immer "stur" geradeaus.
Pielloch Astloch
Piep Pfeife; "Dat/Dä kannsse inne Piep schmoken" sagen viele statt "in der Pfeife rauchen": in jedem Fall "kannssen vergessen", abhaken
piepe "schnuppe" oder "piepegal"; Steigerung ist "piepwurstegal" oder "schnurzpiepegal"; -> triezen
Pier Wurm
pierig dünn, wenig, geizig
piesacken jemanden quälend ärgern (vgl. heute "mobbing"), der "Piesacker" tut es mit sadistischer Lust; (auch der Arzt?)
pieseln wie "fieseln": fein regnen; auch: pinkeln
Piesepampel "Blötschkopp" oder "Kappeskopp" oder "en fiese Kerl"
Pik-Sieben "Sitzt da und kuckt wie Pik-Sieben": -> "bedröppelt", verlegen, verblüfft dasitzen und dreinschauen; die Pik-Sieben im Skatspiel bietet keine guten Aussichten.
Pillefüttken (das "ü" nach "ö" gesprochen): sehr zärtliches Kosewort für ein kleines Kind.
Pimok empfindlicher, zartbesaiteter Mensch
Pimpernelle(n) kriegen man wird nervös, krank, verrückt. Die Pimpinelle ist eine Heilpflanze, die hier mit einer Krankheit verwechselt wurde
Pin(n) gerades Ding, z. B. ein Zaunpfahl; auch die Kegel und der Penis
Pinn haben Schmerzen haben (plattdeutsch für "Pein"): "Tangping" (Zahnschmerzen), "Buckping" (Bauchschmerzen), "Kopping" (Kopfschmerzen), "Krützpin" (Kreuzschmerzen) . "Jück is schlimmer als Pin!" "Jück" = hier sexuelle Lust.
Pinneken Schnapsglas
Pinneken war wichtigstes Utensil zum "Pinneken kloppen", einem Spiel im Freien: ein 10 bis 15 cm langes Holzstück, an beiden Enden angespitzt. Mit einem Stockschlag auf ein Ende wurde es hochgeschleudert. Die anderen versuchten es aufzufangen, oder es wurde im Flug weitergeschlagen. Es konnten auch mehrere ihr "Pinneken" um die Wette bis zu einem Ziel vorwärtstreiben.
Pinnockel/Pinnorkel kleines vorstehendes Teil, z.B. Ventil der Luftmatratze
Pinsel Ein "feiner Pinsel" setzt sich z. B. durch seine Kleidung von den Arbeitern und einfachen Leuten ab. Er dünkt sich, etwas Besseres zu sein. Für "Pinsel" kann auch das Wort "Pinkel" stehen. Immer sind Männer gemeint, denn beide Wörter werden auch für Penis verwendet.
piselig ist eine Arbeit und Beschäftigung, die die Feinmotorik sehr in Anspruch nimmt. "Dat is nix für mich, dat is mir zu piselig." Wer sich allerliebst mit solchen Sachen beschäftigt oder alles zu genau nimmt, ist "ein piseliger Anton". "Piselig" wird auch gebraucht im Sinne von "nichts hermachen", "nichts darstellen" oder "ausmachen": z. B. ein piseliges Geschenk.
Piselinten/Piselotten Habseligkeiten, Kram
Pisslies kleines Mädchen, das noch nicht trocken ist
Pisspott für das kleine Geschäft vorgesehenes Nachtgeschirr. Sehr derb und frech für einen unmöglichen Hut: "Die hat en Pisspott aum Kopp."
Pit, Pitt, Pitter, Pidder Koseform für Peter
Pitschdoppen -> Dott oder Kreisel zum "Pitschdoppen spielen". "Pitsch" ist die Peitsche, "Doppen" ist der Kreisel, ein kleiner Kegel aus Holz, der auf dem Boden mit der Peitsche zum Drehen gebracht und dann über die ganze Straße weitergetrieben wurde
Pitterkasten Gefängnis
Pitterken//Pittermetz/ken kleines Küchenmesser; -> "Metz" = Messer
Plaat Glatze
Plafong seit der Franzosenzeit gebräuchliche Bezeichnung für flache Zimmerdecke
pläng (frz. Plein): voll; es paßt die Schreibweise dem Nasallaut an
Planierpömps Quadratlatschen, riesig klobige Schuhe
plästern regnen, ohrfeigen, gegen etwas stoßen, einen trinken
Plätekopp/Plätenöres Glatzkopf oder "Glatzekönig"; "Pläte" ist ein zärtliches Wort für Glatze
platthauen soviel wie "auwen Kopp hauen", also großzügig oder verschwenderisch ausgeben, aber auch "unterschlagen"
plonsche planschen
Plörre dünner oder kalt gewordener Kaffee oder -> Muckefuck, -> Möckepiß, -> Schlöres
Plörren Kleidungsstücke, manchmal auch nur alte Sachen oder ganz verächtlich jemandes Hab und Gut. "Die Plörren (hin)schmeißen" heißt: kündigen
plümerant gefährlich, zu riskant wegen möglicher Blamage
Plümmel (das "ü" in Richtung "ö" gesprochen): Bommel, Quaste. "Plümmkapp": Mütze mit Bommel oder "Plümmel"; -> Bommel
Plümmkapp eine aus schwarzer Wolle gestrickte Mütze mit einer Quaste (Plümm)
Plümmo (erste Silbe betont): kurzes Federbett; (frz. "plumeau")
plunschen (gehen) schwimmen, baden; schwimmen gehen
Plüschkes Flusen, Fusseln
Pochieser Stoch- oder -> Porkeleisen, -> Porkeliser
Pock Schwein wie -> „Ferken"; (frz. porc, engl. pork). "En Pöcksken" ist ein kleines Schwein.
Pöcksken Verkleinerung von Pocke: Pickel, z.B. im Gesicht; als Verkleinerung von "Pock" ein Schweinchen, auch als Kosename (vgl. Peggy und Porky).
pöffe Tabak rauchen
Poggen am Niederrhein: Schweine
polhalten (langes offenes "o" wie in Polbürger), durchhalten, sich nicht unterkriegen lassen
Polinten alte, abgetragene Kleidung
Polizeifinger Möhren
Pommelkes Silvestergebäck, -> Bullebäuskes
Pöngel/Püngel paketartiges Bündel: "en Pöngel Wäsche", "en Pöngel Brennholz"
pöngele herumtragen
Ponte Fähre (frz. pont = Brücke)
Poot, Poth (Schweine-)Jauche;
pooten Jauche aufs Feld spritzen
Popel (mit den Fingern gedrehter) Nasenschmutz
popeln in der Naase bohren um -> Popel herzustellen
Popöchen, Popöchen statt "Köpfchen, Köpfchen" mit dem rechten Zeigefinger an die Stirn klopfend: Du bist blöd, ich bin schlau.
Porkeleisen wie ein Stocheisen, aber auch zu anderem "Porkeln" als im Feuer zu verwenden
Porkeliser 'Stoch- oder -> Porkeleisen, -> Pochiser
porkeln/pörkeln in etwas bohren, z. B. in der Nase, oder in etwas stochern, z. b. mit dem Stoch- oder Porkeleisen
Porrihser Stocheisen
Port Tür (frz. port)
Pörtsken kleine Pforte
Pos Kinder, -> "Blagen"
Pösken gute Stelle, ein Pöstchen
possele räsonieren, begründen
Posselin Porzellan
Possierstengel (dudendeutsch: Poussierstengel): junger Mann, der gern und etwas angeberisch mit immer wieder anderen Mädchen geht; (frz. pousser = stoßen, treiben)
Pot (langes "o"): Hand, Fuß, Pfote
Poten/Pötkes (mit langem "o" wie Pfoten): Hände, manchmal auch die Füße. "Pötkes" ist die Verniedlichungsform: "Och wat hass du süße Pötkes. Kumma meine Poten dagegen, richtige Pranken." Scherzhaft heißen die Füße auch "Hinterpoten"
Pothmannshof Hufe, seit etwa 1400 erwähnt als 'to dem Bodenbome' (Botenbaum = Grenzstelle eines Rodungsbezirkes), wo Botschaften abgegeben werden; als (ehemaliges) klevisches Dienstmannslehen berechtigt, in der Walsumer Mark Holznutzung und Schweinemast zu betreiben
Pothmannstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname ->Reststraße
Pott Topf
Pott wie Deckel ganz egal; „Jacke wie Hose"
Pötte "Nu komm endlich inne Pötte!" = "Jetzt fang endlich an!"
Pottekicker unbeliebte Eigenschaft des Mannes, wenn er nach Hause kommt und seiner Frau in die Kochtöpfe guckt, um zu sehen, was es gibt
Pöttkes-Böhne Reis, Gerste und Rosinen in einem Sack gekocht
Pottmonne/Pottmanne Geldbörse; (frz. portemonnaie)
Pottsau beliebtes wie verächtliches Schimpfwort bei Kindern. "Pott" vielleicht von "Poot" (Jauche), in der die Sau sich suhlt?
Potztausend auch "Potzdausend": inzwischen ausgestorbener(?) Ausruf des Erstaunens oder der Bewunderung, ähnlich wie "Donnerwetter"
prakesieren wohl von "praktizieren": intensiv bemüht einer Beschäftigung nachgehen, dass man die Zeit dabei vergißt. An einer Sache tüfteln, die widerständig ist.
prätschen kochen, schmoren
Pratt "Pratt ziehen" oder "machen": beleidigtes oder auch mürrisches Gesicht machen
Prengel dicker Stock, Knüppel
Prengel-Anton könnte eine Anspielung darauf sein, dass ein Anton einen dicken "Prengel" (Penis) hat.
Prinz im Staatsrecht: nichtregierendes männl. Mitglied eines souveränen (früher auch eines standesherrl.) Fürstenhauses.
Prinz-Friedrich-Karl-Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Friedrich-Carlstraße
Prinz-Friedrich-Karl-Straße vordere Prinz-friedrich-Karl-Straße: ehemaliger Straßenname war -> Kurze Straße
Prinz-Heinrich-Straße Straße in Beeck
Proatsack eingebildeter Mensch
Pröck Haarschopf, auch: Perücke
Prost(e) Mahlzeit Wenn eine überraschende schlechte Nachricht kommt, daß man sich hinsetzen und nachdenken muß: "Na dann Prost Mahlzeit!"
prote sprechen, schwätzen
Pröterken Schwätzchen; ("proten" = ndrhein. Platt: reden)
Prötke Geschwätz, Gerede
Prött/Prütt Kaffeesatz, auch nur Krümel davon; (ndl.: prut)
Proviser Drogist, Apotheker
Prüfken einer, der gern trinkt, aber auch ein schlitzohriger, schelmischer Mensch, der es faustdick hinter den Ohren hat.
Prumme Pflaumen
Prummeschnutt Wenn sich jemand völlig zumacht und höher dünkt, sieht dessen Mund wie eine getrocknete Pflaume aus.
Prummetat Pflaumenkuchen auf dem Blech gebacken. ("tat" dürfte von "tart" kommen, frz. tarte: Kuchen.)
Pruntrinsgret Wer "Pruntrinsgret" war, ist unbekannt; sie muss aber etwas dümmlich gewesen sein.
Pudel wenn beim Kegeln die Kugel in eine der beiderseitigen Leerlaufrinnen rollt
Püfferkes in Öl gebackene Plätzchen aus Pfannkuchenteig mit oder ohne Rosinen, in Zucker gewälzt; auch: Reibekuchen oder aus Kartoffelpüree gebratene Plätzchen
pük/pök nicht ganz geheuer. Manchmal aber auch positiv gebraucht: "Doch, da is ganz pük!" Also kann man sich auf ihn verlassen.
Pulla Fläschchen für das -> "Bebi"
Pulle Ente/Pulleente Spielzeugente der Kleinen in der Badewanne. "Pulle Ente spielen" heißt, die kleinen Kinder in der Wanne kurz unterzutauchen. Aber auch zwei Kinder, die in der Wanne sitzen, können "Pulle Ente spielen": sie stecken abwechselnd den Kopf ins Wasser.
Püllekes kleine Flaschen, auch die kleinen Füße der Kinder
pullenackt ganz nackig, splitternackt
Pumpe Herz; "vor die Pumpe sausen lassen": jemanden auflaufen lassen
Pumpwerk Alte Emscher an der Alsumer-/Hoffsche Str. wurde 1904 eingeweiht, um die durch den Kohleabbau hervorgerufenen Absenkungen im Emschergefälle zu überwinden
Puppen schlafen "bis in die Puppen": lange in den Tag hinein schlafen, bis mittags. Die Wendung könnte meinen, bis in die Verpuppung (Puppe, Kokon) zu schlafen.
puppig puppenleicht, leicht zu vollbringen
pupsatt wer "nix mehr reinkricht", aber "pupen" oder "pupsen" muss. Wie zu Luthers Zeiten, als es noch nicht so unschicklich war, bei oder nach gutem Essen in Geselligkeit zu furzen (übertrieben: "Furzkanone"); -> auch pappsatt
Pusemuckel irgendein Ort, an den man sich störende Leute wünscht, oder auch ein Joker, wenn man einen Ort nicht weiß.
püstich/püsterich jemand hat sich den Magen verdorben, fühlt sich nicht wohl, hat den Bauch voll Luft
Pütt Loch = [franz.]: puit; [engl.]: pit; von den Bergleuten aus Belgien und Lothringen; später für Grube, Zeche
Pütter Hände; "Pütterkes" = Händchen des kleinen Kindes
Putz "auf den Putz hauen" = angeben
Putz/Putze/Pütz Polizei/Polizist; "Bahneputz" = Bahnpolizei
Putze Putzfrau
Q  
Quantum Menge;( "Dä hat sein Kwantum wech!") Menge an Schicksalsschlägen
Quäntchen sehr kleine Menge; meist negativ gebraucht: "kein Quäntchen Verstand", "kein Quäntchen Hoffnung"
Quas breiter Pinsel zum Einkleistern und Streichen beim Tapezieren
quasseln ("ss" gesprochen wie "s" in satt), schwätzen ohne Unterlaß
Quasselstrippe Telefon; geschwätziger Mensch, meist Frau oder Mädchen, männlich eher "Quasselkopp"
Quellmänner Pellkartoffeln
Querdriever Quertreiber, Querkopf
Querseiker neugeborenes Mädchen; auch "Querstruller": -> Breitseiker, seiken
Quetschkommod Ziehharmonika, Schifferklavier
Quetsche Zwetschgen
quibbelig Zappelphilipp; Kinder und Erwachsene, die nicht stillsitzen oder ruhig "aufe Fott" sitzen können. Sie machen andere nervös, bis die "en Rappel" kriegen.
Quissel ("ss" gesprochen wie in "quasseln"): sehr empfindlicher Mensch; Betschwester, zudem -> etepetete und empfindlich wie "Kräutchen-rühr-mich-nicht-an"
R  
racken treffen
rackern "affrackern": sich müde arbeiten
-rade, -rode -> Rodung (Sterkrade, Aldenrade)
raffitückisch Steigerungsform von raffiniert
Rahm wasserhaltige Niederung; schmale und noch um 1900 tiefgelegene Mulde, bis 1843 als Gänseweide genutzt
rallen "raffen", "schecken", "schnallen": kapieren, verstehen
rammdösig wenne wat inne Erde ramms un dafür ne Ramme hass, und früher sachtesse Ramme für en Schafsbock. Und wenn dä zu lang gegen en andern Bock rennt oder zu lang inne Sonne steht, dann wird dä rammdösig.
rapp leck, ein Fass z.B. ist rapp
Rappel "en Rappel kriegen": durchdrehen
Rappelfott leicht erregbarer, nervöser Mensch
Räppelken rasselndes Kinderspielzeug; "Dä hat sein Räppelken faloan!" - Wenn ein Erwachsener seine Lieblingsbeschäftigung verloren hat
rappzapp Füllwort, das Geschicklichkeit und Schnelligkeit andeutet; aber auch „stiebitzen"
Räsong "zu Räsong bringen": zur Vernunft, d. h. hier zum Gehorsam (frz. raison) bringen
Ratzefummel Radiergummi
ratz, fatz ruck-zuck
ratzekahl ganz kahl, z.B. geschoren; aber auch: "ratzekahl" aufessen; (Verballhornung von "radikal"?)
Raue Beerdigungskaffee
rausfitschen aus einer undefinierten Menge herausfischen; "Dä Pullover habbich im Ausverkauf ausem Wühltisch rausgefitscht."
Reformierte Angehörige der Kirchengemeinden, die sich vom Papst ab- und den Lehren des Reformators Martin Luther zuwenden
Regenwetter "En Gesicht wie acht Tag Regenwetter" ist ein Gesicht, wie es sich nach acht Tagen Regenwetter einstellt
Reibach Wenn einer beim -> Verscherbeln einer Sache, also beim Absetzen oder Verhökern einen Gewinn macht, gut dran verdient. Vom "Reibach" spricht man auch beim Profit der großen Geschäfte.
Reimel Flurbezeichnung für ->Allmende
reimen/raunen über die Mauer bzw. durch eine Ritze gucken
Reiterputze berittene Polizei
Remigiustag 1. Oktober, einer der drei jährlichen -> Gerichtstage
Remmel dicke Scheibe Brot; aber auch: dickes Butterbrot
Reststraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Pothmannstraße
reule auf dem Schwarzmarkt tauschen
Rick Rikka, Richard, Ricarda
rief/riev reichlich, flott, dick, verschwenderisch
riestern sich heftig lieben, so daß Nachbarn die Geräusche mitkriegen
Riev Reibe
Rimisberg; auch: -> Rönsberg Flurname in Meiderich an der Emscher, an der Grenze von Beeck. Die dort früher ansässige Familie stellt einen Kornbranntwein her, den Rönsberger.
Rindskamuffel ultimatives Schimpfwort: zusammengesetzt aus Rind, Kamel und Muffel
Rippengestell besonders dünner, weil ausgehungerter Mensch
Ritt "auf Ritt sein": unterwegs sein;  "auf Ritt gehen": in die Kneipe oder sonstwohin gehen
Röb Robert
Rochus Wut
rödeln auch "rumrödeln", kramen, -> krosen: sich emsig einer Sache widmen, alles drumherum vergessend
Rodung Abholzung von Gehölzfluren zur Nutzung als Siedlung oder Wirtschaftsfläche (Acker, Weide)
Rolle "vonne Rolle sein": "baff", "platt", verwundert sein, aus dem Staunen nicht herauskommen; aber auch: aus der Rolle fallen, außer Rand und Band, völlig durcheinander sein
Römmel Glück beim -> Knickern, "Knurzeln" oder Murmelspielen: wenn man alle "Knicker", die im Pott (eine Kuhle im Boden) sind, gewinnt, hat man "Römmel".
Rönsbergerstraße Straße zum Rönsbergerhof; heute nicht mehr vorhanden
Rönsbergshof (1) auch: Rönsbergers Hof; abseits vom Dorf an der Emscher auf einer Anhöhe gelegen; in älterer Zeit Remisberg (von Remigius); früher Eigentum des Klosters Hamborn; danach als (ehemaliges) klevisches Dienstmannslehen berechtigt, in der Walsumer Mark Holznutzung und Schweinemast zu betreiben; gehört bis zur Säkularisation, im Anfang des 19.Jahrhunderts, zur ehemaligen Abtei Hamborn und war von dieser verpachtet. 1764 wird auf dem Gelände eine Papiermühle errichtet; gegenüber arbeitet lange Zeit eine Kornmühle. Im Jahre 1788 heiratet Theodor Douvern die Witwe des damaligen Pächters und nennt sich seit der Zeit Douvern, genannt Rönsberg. Schon im Jahre 1793 richtet Theodor Douvern eine landwirtschaftliche Brennerei in ganz bescheidenem Umfange ein, die nach dessen Tode von seinem Nachbarn fortgeführt wird. Die Brennerei wird im Laufe der Zeit immer größer und erwirbt sich unter Johann Rönsberg sen. durch ein Spezialprodukt, das nach besonderem Verfahren hergestellt wird und unter dem Namen "Rönsberger" im Handel erscheint, einen sehr guten Ruf. Bis zum Eintritt von August Thyssen in die Hamborner Gegend (ca. 1885) blüht dort die Landwirtschaft und ist eine Brennerei für den Landwirt schon wegen ihrer Abfallprodukte, die der Viehfütterung zugute kommen, eine wertvolle Einrichtung.
Rönsbergshof (2) Im 2. Weltkrieg wurden die Gebäude mit einem riesigen Mühlenrad zerstört. In den Schlackenbergen an der "Alten Emscher" wird im 2. Weltkrieg ein Luftschutzbunker eingerichtet.
Rotbörschke Rotkehlchen
Rottzehnter Abgabe für gefällte oder gerodete Bäume; "rott" = gerodet
Rotz/Rotze Nasenschleim
Rotzfahne/Rotzlappen Taschentuch
Rotzige freche Kinder oder Halbwüchsige; Kennzeichen dieser Hinterhofkinder ist, dass ihnen der Rotz aus der Nase läuft und sie nichts drum geben oder ihn ab und zu an den Ärmel wischen.
Rotzkocher Tabakpfeife
rubbelig rauh, Erdboden oder Eisfläche
Ruhr Ruhr, Ruhrort
rumlümmeln "Lümmel hier nich so rum!" sich langweilen, "abhängen"
rumore herummachen; auch: unruhig werden, sich durch Gerücht verbreiten; (engl. rumour)
rupe rufen
Ruppe Raupen
rupperig schwächlich
S  
sabbeln viel (dummes Zeug) reden; "Sabbelfott", "Sabbelheini", "Sabbelkopp", "Sabbelliese"; -> quasseln
Sach bloß! hoher Ausdruck des Erstaunens, wenn zwei sich unterhalten
Sachsen germ. Volksstamm, erstmalig Mitte des 2. Jh.n.Chr. erwähnt
Sachsenstraße Straße in Beeck
sacken rutschen, senken
sackenduster stockdunkel, wie im Sack
Sackratten Filzläuse
Sack Zement "Sack Zement nochma!" Ein derber Fluch, der wahrscheinlich das Wort "Sakrament" verballhornt, um es zu vermeiden
Säcke vor de Tür "Hasse Säcke vor de Tür?" wird jemand gefragt, der die Tür nicht hinter sich zumacht. Hat er nämlich Säcke (mit Kartoffeln oder Kohlen) vor der Tür, dann will er nur fragen, wohin er sie schleppen soll. - Oder: Dem Gefragten wird unterstellt, daß er zu Hause das Türloch aus Armut mit Säcken zugehängt hat; dort braucht er also keine Tür zu schließen.
Saekularisierung die Umwandlung von geistlichem Besitz (Bistümer, Stifte, Klöster etc.) in weltlichen. In Deutschland die Aufhebung der rechtsrheinisch geistlichen Besitztümer durch den Reichdeputationshauptschluss 1803
Sänge Schläge
saike pinkeln
Sallekes eigentlich Salmiakpastillen, aber auch allgemein für -> Ballekes, Bonbons gebraucht
Salstätte oder Salland das der Eigenwirtschaft dienende Land eines mit Rechtsbefugnissen ausgestatteten Hofes; ein Gehöft
Sandbrink Weide und Acker in Beeck; -> Brink = Anschwemmung im Bette eines Baches oder Flusses, die eine Pflanzendecke erhalten hat.
Sandbrück Straße in Beeck
Sand dran haben auf dem falschen Dampfer sein, sich vertan, geirrt haben
Sankt Laurentius Name der heute evangelischen Kirche in Beeck bis zur Reformation. Seit 1906 Name für die -> Katholische Kirche in Beeck; seit 1978 Franziskaner-Minoritenkloster mit poln. Patres.
Sankt Laurentius-Park Parkanlage zw. Friedrich-Ebert-Straße und Gotenstraße; da im heutigen kath. Pfarrheim an der Gotenstraße auch Ordensschwestern, Nonnen lebten, wird der Park auch -> Nonnen-Park genannt; Hier findet alljährlich (seit 2000) am 1. Advent-Wochenende ein Advent- und Weihnachtsmarkt statt, initiiert vom -> Bürgerverein Beeck e.V.; -> Parkanlagen in Beeck
Sargnagel Zigarette; aber auch nervende Kinder und erwachsene Lebenspartner
Sarriskämpchen -> Hausstelle von 1750; heute Stratenwerth; dann auch Name der -> Dalackerschen Straße
Satäng mit anderem Gewebe verbundene Seide: Satin
Sattelhof -> Oberhof; Hof mit Verpflichtung zur Gestellung eines gesattelten Pferdes ( -> Lehnpferd); der Oberhof ist als Lehen an einen rittergebürtigen Dienstmann des Stiftes Essen ausgegeben.
Schabelönder einer der in schäbigen Sachen rumläuft
schäbbig hässlich
schaatze Schlittschuh laufen
Schabau Fusel, Schnaps
Schabautz Sturz; lautmalerisch wie -> "kappaftig"
Schacko in den fünfziger Jahren noch sehr gebräuchliches Wort für Polizist, als die Polizisten noch Tschako-Mützen trugen
Schäse altes Auto, auch Fahrrad, Motorrad. Ursprünglich: Kutsche; (frz. Chaise)
schäsemann betrunken
Schäumkesziehen echter Lakritz wurde in ein Fläschchen mit Wasser gegeben und kräftig geschüttelt. Der sich bildende Schaum wurde abgesogen.
Schaffoe ("oe" wie "o" oder "u" gesprochen): Wirsing, Savoyerkohl, weil er dort gezüchtet wurde (ndl. savooiekool, engl. savoy)
Schaffott auf Querbalken befestigte Bretter, eine Art Floß. Schaffottfahren war ein beliebtes Spiel für die Jugend bei Hochwasser.
Schafool hochgewachsene, eher hagere Frau
schalusig eifersüchtig, neidisch
Schangse Chance. Wer es in französischer Aussprache versucht, sagt meist "Schonx". Wer den schwierigen Nasallaut meiden will, sagt "Mensch, dat is ne Gelegenheit" oder "Hömma, dat is dein Glücksfall", und wer sich völlig herausstellen will, spricht von einer Okkasion.
Schang Spitzname (Kosename) für Johannes (vgl. Jean)
Scharn Fleischhalle
scharwenzeln und "herumscharwenzeln": unentschlossen herumlungern. Auch jemanden anmachen wollen, aber sich noch nicht trauen. "Dä scharwenzelt schon die ganze Zeit um mich herum."
Schateek seltsames Weib, Schrulle; allzu aufgetakelte, auffällig daherstolzierende Dame
schattig kalt draußen
Schatull meist in Verbindung mit "olle": ältere Frau, die sich ein wenig aufgedonnert hat, oder liebevolle Koseform: "Du biss min oll' Schatull".
Schatzung Schätzung, Steuer
Schatzung mit Androhung von Brand und Plünderung auferlegte Abgabe
schawehle tüchtig arbeiten
schebbig schäbig
Schellekes "Schellemännekes machen" oder "spielen": bei einzelnen oder allen Leuten im Haus anschellen und weglaufen. "Nich drücken, wennet jetz schellt. Die spielen ma wieder Schellekes, ich habse gesehn."
Schellenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Ackerstraße
Schemisettke frz. chemisette: Vorhemd
schengen mit Kindern schimpfen
Schenie "Dat Susi hat Schenie fürt Malen"; nicht Genie, sondern Talent
Schennoas aufgeweckter Mensch
Schepp Topf mit Henkel oder Stiel; -> Kohleschepp
scheppen schaufeln, schippen; -> aufscheppen
Schichtwechsel Zeitpunkt, an dem sich die Arbeiter in den Zechen, Werken und Fabriken gegenseitig ablösen; Früh-, Mittag-, Tag-, Nachtschicht
schicker betrunken
Schickerbolzen Trinker
schier mager
Schild alte Münze mit aufgeprägtem Wappenschild des Münz­herrn. Ein alter Schild galt zeitweilig soviel wie 1½ Goldgulden. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts wurden keine Schilde mehr geprägt.
Schiller Johann Chrisoph Friedrich von Schiller; dt. Dichter, *10.11.1759 Marbach (Württ.) †9.5.1805 Weimar
Schillerstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Schleiermacherstraße
Schim, das ein zur Absperrung eines Weges dienendes, durch Drehen zu öffnendes Gehege; der Steg über die Emscher in Stockum;
Sching, Scheng, Schang Wettspiel mit Handzeichen (Stein, Schere, Brunnen)+B1544
Schinnoos ("oo" wie in Gott, aber lang): raffiniertes, etwas hinterlistiges Menschenkind, das andere hinters Licht führt, hereinlegt und mit ihnen seinen Spaß treibt. Verkleinerung ist "Schinnösken". "Oos" dürfte von "Aas" kommen, "Schinn" von "schinden"?
Schirm "einen Schirm stehen lassen": einen fahren lassen, furzen
Schiselameng/Schisslameng Unglück, Pech, Durcheinander, Plunder, Klamotten, unangenehme Angelegenheit; gebräuchliches Wort verschiedener Schreibweisen, in zahlreichen Bedeutungen bezeugt (irrtümlich? aufs Französische zurückgeführt: Schiss à la main = Scheisse in der Hand?); "Wat is dat denn hier für'n Schisslameng?" - "Ich hab da ganze Schisslameng satt". "Mit Schisslameng" kann auch "mit Schwung" heißen.
Schisser/Schisserken  Kosewort für Erwachsene (z. B. Ehemänner) und Kinder (Scheisser, Scheisserchen)
Schitterken

besonders zärtliche Anrede gegenüber einem Säugling oder einem Kind, das noch in die Hose bzw. Pampers macht. Die Zärtlichkeit spielt mit dem I-Laut: "Schittoken, Schiiitoken".
schlabbere/schlabbern vergießen; beim Essen oder Trinken etwas verschütten oder fallenlassen. Bekommt man selbst etwas ab, hat man sich "beschlabbert" oder "vollgeschlabbert". "Kumma, du hass geschlabbert." "Schlabbern" heißt auch: etwas unterlassen oder jemanden in einer Reihenfolge überschlagen.
Schlabberlätzken Halslätzchen für kleine Kinder oder alte Leute, die noch nicht oder nicht mehr sauber essen können.
Schlabbertönnes wer sich beschlabbert hat
Schlageter Albert Leo Schlageter, *1894 †1923, ist 1923 aktiv am Widerstand gegen die Besetzung des Ruhrgebietes beteiligt; wird von den Franzosen standrechtlich erschossen.
Schlageterstraße ehem. Straßenname in Beeck; davor: Nordstraße; heutiger Name -> Lange Kamp
Schlahwitje Kragen, Genick, Schlafittchen
Schlampampe "Wat is dat denn vonne Schlampampe": undankbar grobe Ablehnung eines Essens
Schlampe unordentlicher Mensch
Schlamperei nachlässige Ausführung
Schlat Salat: Andivieschlat", "Erpelschlat", "Heringsschlat", "Kappesschlat".
Schlatschnutt ->  Schnäbbel", der obendrein noch dummes Zeug redet
Schlawwanzuch "Da wa dä noch im Schlawwanzuch, als ich kam": im Schlafanzug
schleh stumpf, z.B. Messer
Schleiermacher Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher; ev. Theologe u. Philosoph, *21.11.1768 Breslau, †12.2.1834 Berlin
Schleiermacherstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Schillerstraße
Schleiermacherstraße,  Bürgergemeinschaft -> Bürgergemeinschaft Schleiermacherstraße
Schlep Schoß (Kleidungsstück)
Schlickefänger eigentlich in den Rhein ragende Bune, die den Schlick festhält; hier aber jemand, der sich auf liebenswürdige Art einschmeichelt; auch der Charmeur, der einige Erfahrungen im Flirten und mehr hat; wer es faustdick hinter den Ohren hat, Schlitzohr
Schloapkamer Schlafkammer
Schlöres dünner oder kalt gewordener Kaffee oder -> "Muckefuck", -> "Möckepiß", -> "Plörre". "Schlöres" wird auch ein Schlendrian genannt
Schlötelsbret Schlüsselbrett
Schlötelstück Acker in Beeck; die Form gleicht einem Schlüssel mit Bart.
Schloffen Pantoffeln, auch Schlappen
schlompig unordentlich in Haushalt oder Kleidung
Schlonz/Schlonzfott unordentlicher Mensch; nachlässiger, ungepflegter und wenig pfleglicher Mensch; abgeschwächt: "Schlönzken". Eigenschaft oder Verhalten sind in jedem Fall: "schlonzig".
Schlot langer, schlacksiger, junger Mann; raucht wie ein Schlot (Kamin); hat schlechte Manieren.
Schlucker "armer Schlucker" ist nicht ein Trinker, sondern ein armer Mensch.
Schlüffken "en arm Schlüffken" ist ein armes Menschenkind jeden Alters, das sich so dahinschleppt; Wortbezug ist das Gehen (-> "schluffen").
Schlüffkes Pantoffeln, "Schlappen", hinten zum Reinschlüpfen offen
schluffen Gangart, bei der die Sohlen über den Boden schleifen: "Schluff nich so!"
Schluffjack ein Aschenbrödel
Schlunze unordentliche Frau
schluren meist in Verbindung mit "lassen": "alles schluren lassen" = alles vernachlässigen; jemand, der das tut, ist "schlurig"
Schmacht haben starke Lust auf etwas haben
Schmachtlappen Hungerleider, dünner Mann
Schmackes "mit Schmackes": mit Macht, Elan, mit allem Nachdruck; "mit Schmackes umme Kurve"; -> Mackes
schmautzig lecker (aus Schmaus und Schmatz zusammengesetzt?)
Schmecklecker Feinschmecker; aber auch Frauenheld, Schürzenjäger oder -> "Schwerenöter"
Schmierlapp kleines Schmuddelkind, verdreckter Junge. Wird ein erwachsener Mann so bezeichnet, dann weil jemand seine dreckigen Witze ablehnt. Aber auch Spanner, Exhibitionist
schmoken (engl. smoke): rauchen
Schnabbelfutt wie "Schnäbbel": redet ununterbrochen
Schnäbbel jemand, der gern und andauernd redet. "Die hat vielleicht en Schnäbbel" sagt man, um auf ein schnelles Mundwerk hinzuweisen, das nie stillsteht. "Schnäbbeln" ist das andauernde, ununterbrochene Reden
Schnahk ulkiger Mensch
schnallen kapieren, verstehen; "Dat schnallt dä nie!"
Schnapphähne Diebe und Betrüger
schnappig unfreundlich
Schnapsdrossel Trinker/in, Alkoholiker/in
schnasseln ( 'ss' gesprochen wie das 's' in satt), "sich einen schnasseln": mit Genuß etwas Alkoholisches trinken und nicht so wenig
Schnibbelbohnen wurden in Gläsern eingeweckt und in Steinguttöpfen eingelegt. Wie anderswo in der Spinnstube, traf man sich zur Erntezeit am Abend in der Nachbarschaft zum gemeinsamen Bohnen-"Schnibbeln"; "schnibbeln" = schneiden, meist mit dem -> Pitterken
schnibbeln (klein)schneiden; -> Schnibbelbohnen; auch: "eine Kurve schnibbeln",  "jemanden schnibbeln" (die Vorfahrt nehmen); beim Tischtennis einen Ball "schnibbeln" = Effet geben
Schnitte eigentlich: "Scheibe Bort"; "keine Schnitte kriegen": keine Chance haben. "Paß auf, heute kriegen die keine Schnitte!" vor einem Spiel oder einer Auseinandersetzung
Schnöff/Schnüff Lust, Motivation, Antrieb; Schnüff; "(keinen) Schnüff auf etwas haben" = soviel wie (keine) Lust darauf haben, (keinen) Bock
Schnötterbell(en) Rotznase, Nase läuft
Schnubbelsjüngsken Junge zum ersten Schmusen. "Unser Inge hat sich en Schnubbeljünksken angelacht."
Schnüffken "en Schnüffken machen": beleidigtes Gesicht, wie -> "Schnüttken", -> "Schüppken", -> "Pratt";  "Schnüffkes machen": Rotze hochziehn.
Schnuppen "Hasse nix zum Schnuppen?" fragen Kinder und Erwachsene, wenn sie Süßigkeiten zum Naschen suchen. - Verschnuppen" bezieht sich meist nicht auf die Süßigkeiten, sondern auf das Geld, das für sie ausgegeben wird. "Die hat ihr ganzes Taschengeld verschnuppt." - "Ganz schön verschnuppt": verwöhnt und wählerisch
Schnüppken junges Mädchen zum ersten Schmusen. Beim Turteln soviel wie "Liebchen": "Mein Schnüppken, du."
Schnüss  "Schnute", Schnauze, Maul, aber zärtlicher. Auf die "Schnüss" kann man fallen im wörtlichen und übertragenen Sinn, man kann einem "eins auf die Schnüss hauen" oder selber "eine auf die Schnüss kriegen". "Eine Schnüss machen" oder "ziehen": ein Gesicht machen, Grimasse/Schnute ziehen. "Kumma, dat Schnüttken!" im Blick auf das Baby, das die ersten Laute formt.
schnurzpiepegal -> "piepe", scheißegal
Schock alte Mengen Bezeichnung = 60 Stück. Ein Schock hat vier Mandeln.
Schöffen oder Hofesgeschworene: fungieren als Inhaber einzelner Höfe als Beisitzer bei (Hofes-)Gericht.
Schötelplack Spültuch
Schoeve Bund Stroh zum Docken (Eindecken des Daches)
Scho(o)lblage Schulkinder
Scholduk Schürze ("Schultuch")
Schoppen altes Hohlmaß = ein Viertelliter
schorre kratzen
schorrig total geizig
Scho(r)sch/Schöschke(n) Georg
Schoss Schublade; "Rummelsschoss": nie aufgeräumte Schublade mit allem Krimskrams; Verkleinerung "Schössken": altes Auto
Schottelschab Regal für die (Ess-) Schüsseln, irdenen Teller
Schrätel Knirps, Kleinwüchsiger; "Schrätelstimme": schwache Stimme
schrankeln mit dem Stuhl kippe(l)n oder wippen, nicht stillsitzen können
schrappe (hastig ein-)sammeln
Schrapphals habgieriger Mensch, ein Schrapper, der den Hals nicht vollkriegt
Schrappkist Aussteuertruhe für Mädchen; auch: leidenschaftliche Sammlerin bei der Haushaltsauflösung
schrenke, schrenne schmerzen von Wunden
schreuen "sich eine schreuen": es sich gemütlich machen, eigentlich etwas braten
schriewe schreiben
Schritt inne Buchs "Mann, wat hass Du heut en Schritt inne Buchs!" Er geht ihr zu schnell.
Schrömel unansehnliches Exemplar einer Sache, auch eines Mannes, eigenbrödlerischer Mensch
schrömelig / verschrömelt abgetragene und abgenutzte Sachen; auch undefinierbar Befremdliches
Schröppe "Wenne dat nomma machs, krisse Schröppe!", also Prügel. "Nache Schule kricht dä Schröppe": er soll verhauen werden.
schröppen jemanden im Spiel schlagen, ihn besiegen; auch: "übers Ohr hauen", "ausnehmen", betrügen
schrol, schroo, schror dünn, mager, spindeldürr
schrutterig mager
schrutsen durch Geschäfte schlendern, um zu gucken. "Nich kaufen, nur schrutsen", "schrunsen"
schubbig "Is en bisken schubbig": die Kälte geht leise an die Haut
Schubiak Schuft
Schür, Schuir Scheuer, Scheune
Schüppken "Nu zieh ma nich son Schüppken. Is ja schon wieder gut." "Komms auch gleich auwen Arm." "En Schüppken" ziehen oder machen Kinder und Erwachsene kurz vorm Weinen oder wenn sie beleidigt, traurig oder mißmutig sind. Die Unterlippe wird ein wenig vorgeschoben, so daß die Oberlippe wie auf einer Schüppe liegt.
Schüppken drauf "Immer noch en Schüppken drauf" tut, wer das letzte Wort haben will.
Schüttel(s)plack Spültuch, aus "Schüttel/Schottel" (= Schüssel) und "Plack" (= ein Placken von etwas, hier: Lappen)
schuffeln hart arbeiten
Schuirkamp Straße in Beeck; Acker in Beeck, neben der Scheune (Schuir) gelegen.
Schuld "Dat bis du inschuld!" - "Ich soll dat enschuld sein, nä, ich doch nich!" - "Villeicht iset dat Wetter entschuld"; alle drei Tönungen kommen vor
Schulen 1. wahrscheinlich schon vor 1650; ältestes Schulhaus dicht an der ev. Kirche, Friedrich-Ebert-Str. 372, auch für Kinder aus Marxloh, Bruckhausen, Stockum, Laar, und Beeckerwerth;
  2. Stockumer ev. Schule (1843 gebaut), später 'freie' Schule Kaiserstr., im Krieg zerstört;
  3. kath. Volksschule an der Prinz-Friedrich-Karl-Str. (erbaut 1890); nach den Bombenangriffen 14./15.10.1944 Notunterkunft; 1964 Erweiterungsbau; 1986 abgerissen, Gelände an die König-Brauerei; 1986 an die Neanderstr. umgesiedelt ('Fährmann-Schule');
  4. ev. Volksschule an der Thedorstraße (erbaut ?___ und ?___ abgerissen), heute Gelände der König-Brauerei
  5. Schule an der Nordstraße (erbaut ?___ ), nach der Schulreform Gemeinschafts-Hauptschule, 11/1970 wg Baufälligkeit abgerissen
  6. heute Neubau Gemeinschaftsgrundschule Lange Kamp (eingeweiht 06.07.1972)
  7. Hauptschule Möhlenkampstraße (eingeweiht 29.11.1974), nach der Schulreform Gemeinschaftshauptschule, heute "Theodor-König-Gesamtschule"
  8. Mittelschule Bruckhauser Straße (erbaut 1897, eröffnet 1902 ), 1933 Paul-Bäumer-Schule (Pour-Le-Mérite-Kampfflieger), danach Knaben-Mittelschule, 1960 Erweiterungsbau (Turnhalle), 17.05.1966 Gustav-Stresemann-Schule, heute:
  9. Sonderschule für Lernbehinderte Bruckhauserstraße
  10. Neubau Gustav-Stresemann-Realschule Weststraße, 01.08.1972 eingeweiht
  11. Sonderschule für Geistigbehinderte "Am Rönsbergshof"; früher Bergbauschule des „Hamborner Vereins“
  12. Schule Pestalozzi-Straße (erbaut ?___ , abgerissen ?___ ), heute Leibniz-Straße
Schulte, Schultheiß [lat. scultetus] und [althdt. skult-heto]: der Mann, der die Schuld (das Urteil) heißt (ausgibt); Titel am -> Hofesgericht; Ehrenamt
schummeln "fudeln", (beim Spiel) betrügen
schuppsen schieben, stoßen
Schussel (stimmhaftes 's' ): vergesslicher, zerstreuter Mensch; schwer von Begriff
schusselig nachlässig, ohne Sorgfalt
Schusterkottelets Stückchen Schwarzbrot mit Speck und rohen Zwiebeln
Schuulduk Schultuch, Schulschürze
Schwan "Mein lieber Schwan!": Ausdruck der Verwunderung und nachdrücklicher Hervorhebung
Schweinebruch, Schweinsbruch auch: Swinsbruch, -> Sviensbruch: sumpfige Niederung inmitten von Weiden oder am Wasser, zw. -> Ostacker und -> Bruckhausen;
Schweinebier Gemisch aus Cola und Pils
Schwelgern älteste Form Svalengere, auch mitunter Schwellingen (im 18. und 19. Jhdt.; von "Schwall“ und "schwelen“; Gebiet, in den sich infolge der Bodenfeuchtigkeit Nebelschwaden bilden
Schwerenöter jemand, der es faustdick hinter den Ohren hat. Auch ein charmanter Schürzenjäger, dem man nicht böse sein kann. Ein Mensch, der anderen gern durch sein Verhalten Ärger bereitet und sich noch daran freut.
sech en’d Füßke lache sich ins Fäustchen lachen
Seel, Saal, Sadel Herr
Seelacker Ackerland in Stockum, "zu Kerkhoffs Hofgerei gehörig"; heute Gelände der St. Laurentius-Kirche; früher auch: Begriff für "Friedhof“
Seemannsköpper Kopfsprung ins Wasser bei angelegten Armen
Seep Seife
Segen von Kloster Kamp strenge Gardinenpredigt oder Standpauke; mit dem Kloster ist das in Kamp-Lintfort gemeint.
Sei Sieb
Seibel "Nur Seibel aufe Hand": beim Skatspiel ein schlechtes Blatt haben
Seiberrutsche Mundharmonika
seiken pinkeln, pullern, strullen, pissen
seiwere Speichel fließen lassen bei Kindern und Greisen, sabbern
seker bedächtig, ruhig, langsam, sehr vorsichtig, umständlich
Senge Prügel auf den nackten Hintern. Das brennt, darum heißt sie so.
Siebzehnerschlüssel Flaschenöffner, mit dem man den Kronverschluß entfernen kann; geht auch mit dem 17er Maulschlüssel
Silberblick Schielaugen. "Sach nich ,schälen Kopp' zu dem! Sach: dä Jung da hat en Silberblick."
Sinteranlage In der Sinteranlage werden Erze, Konzentrate und Zuschläge unter Brennstoffzusatz erhitzt und praktisch zusammen gebacken. Das Endprodukt sind so genannte Pellets, die dem Erz im Hochofen beigemischt werden (kleine Kugeln). Sinteranlagen sind ein Produkt der Prozessoptimierung, die im Laufe der Jahre Hochöfen produktiver und umweltschonender gemacht haben. Selbst Staub des Minetteerzes konnte als Sinter aufbereitet werden.
Söck gleichgültiger Mensch
Söck "Dat is en ganz arme Söck": armer -> „Schlucker", armer Kerl, einfach ein Armer. Möglicherweise wird vom Zustand der Socken auf den Menschen geschlossen. "Vonne Söck" ist jemand, der sehr erstaunt ist.
Söff Sofie
Söster (Kranken-) Schwester
Sohnes "Mein Gott, hasse der ihren Ausschnitt gesehn? Bis auf Sohnes." Unter katholischen Jugendlichen der 50er Jahre gebräuchliche Redensart, wenn das Dekollete so tief war, wie beim Kreuzzeichen die Hand bei "Sohnes" zeigt.
Sohterdach Samstag
Soltback Salzgefäß (mst. aus Porzellan mit einem Holzdeckel)
Sommervogel Schmetterling
Sonderburg dän. Hafen- u. Industriestadt am Alsensund
Sonderburger Straße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Helmholtzstraße
Sonderschicht zusätzliche Arbeitszeit
spachteln tüchtig und mit Appetit essen
spak sehr eng
Spannagelstraße Straße in Beeck
Spass anne Freud beliebte Verdoppelung, wenn die Freude groß ist. "Kumma, da hat aber einer Spaß anne Freud", wenn der Vater mit der Eisenbahn des Sohnes spielt.
Spatz (nackter Sp.) Stückchen Käse ohne Brot
Spenneflekker dünner Mensch; Spinner
Sperenzkes "Sperenzkes machen": sich lustig, albern, jedenfalls belustigend aufführen; kann auch störend werden: "Mach keine Sperenzkes", grenzt an -> "Fisematenten"
Spik, Spick mit Knüppeln oder/auch Rasenstücken belegter Damm
spingsen/spinxen auf die Karten des anderen schielen oder auf das Heft des Nachbarn; aber auch auf ein Pärchen, ob man etwas mitbekommt. -> lünssen
spitz wie (Nachbars) Lumpi aus Lump (Gauner) wurde "Lumpi": Kosename für den streunenden Straßenhund, Schürzenjäger, Weiberhelden
Spökes/Spökskes machen: Spaß machen
Spöks heimliche Streiche, Albernheiten (verbreitet: Spökes)
Sportvereine -> Vereine
Spütterkes im -> "Mückefelder Piss" enthaltene Kokspartikel, die als schwarze Stippen auf dem Sonntagshemd sichtbar wurden.
Stänkerdirn weibliches Pendant zu Stänkerfritze
Stätzbeeren Stachelbeeren
stantepe "Du bis en fiesen Ami, habichesacht. Da is dä stantepe abgehaun." Nämlich sofort, auf der Stelle. Verballhornung von lateinisch "stante pede" (stehenden Fußes).
Stapel Name einer früheren Besitzerfamilie der -> Lakumer (Lakheimer) Hufe
Staatsgötefeger So wurden überheblich-herablassend die Straßenkehrer genannt. "Göte" ist die Mehrzahl von "Got" = Gosse (holl. goot). "Staat" kann aus Stadt entstanden sein: also ein Stadtgossenfeger oder städtischer Gossenfeger.
Stand anne Kant (oder Wand) Kinderspiel bis in die 50er Jahre, solange es noch nicht viele Autos gab. Ein Ball wurde gegen eine Wand geworfen und dabei der Name eines Mitspielers gerufen: "Stand anne Kant für Karin!" Alle liefen weg, bis die oder der Gerufene den Ball gefangen hatte und Stop!" rief. Nun konnte er drei Schritte auf einen Mitspieler zugehen und ihn abwerfen. Dann war der dran mit "Stand anne Kant für ...".
Stapelacker, op den Gelände in Beeckerwerth, gehört zum ->Stapelhof in Beeck
Stapelhof auch: Stapels Hof, Stapels Hufe, -> Stapelschen Hufen
Stapelschen Hufen 7 Ackerstücke in Beeck, gehören zum -> Stapelhof; die Besitzerfamilie der -> Lakumer (Lakheimer) Hufe hieß -> Stapel
stappen gehen, schreiten; (engl. step)
stauben angeben: "Boh, wat staubt dat hier!";  Stauber" = Angeber
staut, straut couragiert, mutig; (engl. 'stout')
Steckbähse Stachelbeeren
Stecke Familie, die um ca. 1300 die Hofanlage -> Haus Knipp gründete
Steene Steine; Weide in Stockum, ringsum ehemals Emscher
Stehrnekikker ("Sternegucker") verträumter Mensch
Stehrt Schwanz
Stempeln gehen wöchentliches Unterstützungsgeld für Arbeitslose vom Arbeitsamt; bei der Auszahlung gibt es einen Stempel, damit niemand doppelt kassiert
Stenz eitler Jüngling, Modetyp mit Dressman-Allüren, Dandy; -> Fatzke
Stepelsche Straße Straße in Beeck
Stephansgelände Stillgelegte Sinteranlage der August-Thyssen AG, Werk Ruhrort; Grenze zu Untermeiderich;
sticksen einen steilen Kopfsprung, -> "Köpper", "Stickser"  vom Sprungbrett machen
stickum heimlich; "stickum" wegnehmen: in dem Augenblick, wo keiner hinsieht. Wer als "stickum" charakterisiert wird, ist nicht offen, man traut ihm nicht recht. (ndl. 'stiekem': heimlich; hinterhältig, heimtückisch, hinterlistig)
Stickumme aus dem wird man schlecht klug; "Dat is 'ne Stickumme."
Stiege Treppe, 'Steige'
Stiesel/stieselig besonderer Typ: schlacksig, aber gut angezogen, blasiert, dandyhaft
Stin(a), Tina, Tine, Stinneken Koseformen für Christel und Christine. "Stinna" ist auch ein Bild beim Kegeln: Vorderholz, König und Hinterholz getroffen.
Stinna mit Kind bekanntes Bild beim Kegeln: außer Vorderholz, König und Hinterholz ist auch ein Seitenholz getroffen
Stinker "Du kleiner Stinker" ist Kosewort für Babys und kleine Kinder (solange sie noch nicht sauber sind). Das Wort wird aber auch für Erwachsene gebraucht, um ihre einfache Herkunft oder ihr kleines Unternehmen zu kennzeichnen: "Dat is en ganz kleiner Stinker"; -> "Krauter"
Stippeföttken wenn zwei so liegen, datse ihre Föttkes anenanderkuscheln können; -> Kulleföttken
Stippel ungelenker, sich ungeschickt benehmender Mensch, besonders bei einer Begrüßung; beim Fußball: Beinstellen
stippen tunken, eintauchen, z. B. Brotkruste in Kaffee. "Omma daf dat, wegen die Zähne. Wir Kinder dürfen dat nich, weil et unfein is." -> stippen, -> dötschen
Stitzekopp Haarschnitt für Jungen: vorne lang, hinten geschoren; auch: "Glatze mit Vorgarten"
Stitzken junges Mädchen, Backfisch, hübsch, aber "nich Fisch un nich Fleisch".
stochen Kohlen nachlegen, in den Ofen oder als Heizer auf der Dampflok: daher "stochen" und "heizen" für schnell fahren
Stocheisen zum Schüren des Herdfeuers; "Krisse wat mim Stocheisen" = sehr harte Drohung;  -> "Pochiser"
Stock 1 holländischer Morgen Weide
Stockfiole (-> Moffiole) Goldlack
Stockschlägen Rodungssiedlung
Stockum ehem. Bauernschaft, zum Kirchdorf Beeck gehörig; Stockheim = Heim an den Stöcken, an den -> Stockschlägen; 1727 gibt es dort 6 Höfe: des Jan van St., Wynsberg-oder Wemmerickshof, Möllers Gut, op gen Herken, Schilt to Hoogh, Hegmannshof und zehn Katstellen.
Stockumer Feld Gelände zw. Stockum und Beeck
Stockumer Straße Straße in Beeck;
Stöcken (an den St.) Flur in Stockum an der Emscher
Stöffer Handfeger
Stöffken "Dat is aber en fein Stöffken": nach dem Probieren eines Schnäpschens oder ähnlichen Getränkes
Stöfken kleiner Ofen, Rechaud; aber auch: Eine Konservendose an langer Drahtschlaufe mit vielen Luftlöchern im Boden. Sie wurde mit glühenden Hölzstückchen und Kartoffeln gefüllt und dann geschleudert, bis sie gar waren; -> "kacheln"
Stömken Stumpen, Zigarillo
Stömmel(ken) Kosewort: "Komm her mein Stömmel(ken)." Das Kleine betonend. Die Verkleinerung von Stummel "Stümmelken" führt wohl wie bei "fünf" zum ö-Laut. Kosewort ursprünglich vielleicht nur für den Jungen und den Mann, in Anspielung auf den Penis, auch "Stömmelken"
Stövken Stövchen, Warmhalter
Stoffeligen Abwandlung von Stoffel, ursprünglich Spitzname für Christoph; -> "Krechel"; "Dat is son Stoffeligen, weisse."
Stoppelhopser kleiner Junge, kleines Kind, das über das abgeerntete Getreidefeld läuft und wegen der harten Halmreste ("Stoppeln") hüpft; Bartstoppeln = kurze, harte Reste der Gesichtshaare
Stoppelwantjen Stoppeln = Stümpfe der abgeschnittenen Halme und ähnlicher Pflanzen; -> Wantjen
Storchetant Hebamme
Stovduk Staubtuch
streuen prahlen, angeben
Stront Hundekacke
Stronzbüddel Angeber
Südstraße ehem. Straße in Beeck; Teil der heutigen -> Neanderstraße
Straßen in Beeck  
Ackerstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Schellenstraße
Adolf-Hitler-Straße früherer Name der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße; davor: -> Kaiserstraße, -> Hogenweg
Alsumer Straße Straße in Beeck; führt zum heute nicht mehr vorhandenen Ortsteil Alsum
Am Beeckbach Straße in Beeck
Am Kamannshof Straße in Beeck; früher -> Blütenstraße; Straße am, zum Hof von Kamann;
Am Nienhaushof Straße in Beeck; Straße am, zum Hof von Nienhaus;
Am Rönsbergshof Straße in Beeck, ; Straße am, zum Hof von Rönsberg; Teil der Straße 'Am Rönsbergshof' bis zur Eisenbahnbrücke hieß früher -> Glückaufstraße
An de Tomp frühere Straße in Beeck am Zusammenfluss von Beeckbach und Emscher ; -> Tomp
An der Brauerei Straße in Beeck; früher hieß ein Teil -> Mittelstraße, die später -> Gotenstraße heißt
Andreas-Hofer-Straße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Bergstraße
Arnoldstraße Straße in Beeck
A-Straße früherer Name der heutigen -> Berlakstraße
Bergstraße ehem. Straßenname in Beeck; heute: -> Andreas-Hofer-Straße
Berlakstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> A-Straße
Blütenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Am Kamannshof
Bruckhauser Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Kronprinzenstraße
Burbachstraße Straße in Beeck
Carl-Albrecht-Straße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Karl-Albert-Straße
Coupettestraße Straße in Beeck
Dalackersche Straße Straße zum -> Dalacker; später -> Sarriskämpchen
Eckershof frühere Straße in Beeck; zwischen heutiger A42 und Arnoldstr. am Beeckbach gelegen; heute nicht mehr da
Emstermanns Hof heißt heute noch eine Straße in Meiderich zwischen Alter Emscher und Honigstraße (in Meiderich)
Feldstraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Frankenstraße
Flottenstraße Straße in Beeck; in der Kaiserzeit zu Ehren der deutschen Flotte benannt;                                      früher -> Friedrichstraße
Fontanestraße Straße in Beeck; früherer Name -> Goethestraße
Frankenstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Feldstraße
Friedenstraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Papiermühlenstraße
Friedhofstraße Straße in Beeck; früher: Teil der -> Oststraße
Friedrich-Carlstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Friedrich-Ebert-Straße Straße in Beeck; frühere Namen -> Kaiserstraße, -> Adolf-Hitler-Straße, -> Hogenweg;
Friedrichstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Flottenstraße
Furtacker ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Werntgenstraße
Glückaufstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Am Rönsbergshof (bis zur Eisenbahnbrücke)
Goeckingkstraße Straße in Beeck
Goeckingkstraße, Teil früherer Name: -> Hagedornstraße
Goethestraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Fontanestraße
Gotenstraße Straße in Beeck
Gotenstraße, Teil früherer Name: -> Mittelstraße
Hagedornstraße ehem. Straße in Beeck; Teil der heutigen Goeckingkstraße
Hartmutstraße Straße in Beeck (Ostacker), früherer Name -> Lindenstraße
Heckershof Straße in Beeck
Heinrich-Baken-Straße Straße in Beeck (Ostacker); früherer Name -> Norbertstraße
Heistershof Straße in Beeck
Helmholtzstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Sonderburger Straße
Herzogstraße Straße in Beeck
Hoffsche Straße Straße in Beeck
Hogenweg Teil der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße; ansteigende Straße von Stockum nach Beeck; = hohen Weg
Hopfenstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Taubenstraße
Hubertusstraße ehem. Straße in Beeck; Viertel (vorw. Türk. Ghetto) 1990 wg. Emissionsnähe zur ATH abgerissen
Im Bremmenkamp Straße in Beeck; früherer Name -> Vereinsstraße
Im Eggenkamp Straße in Beeck
Im Hartfurt ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr; heute: Häuser hinter Gaststätte Müller, Friedhofstraße
Johannisstraße Straße in Beeck
Kaiserstraße früher Name der heutigen -> Friedrich-Ebert-Straße; danach -> Adolf-Hitler-Straße
Karl-Albert-Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Carl-Albrecht-Straße
Karlstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Karolingerstraße Straße in Beeck
Königstraße ehem. Straßenname in Beeck; später: -> Theodorstraße; Im Zuge der Erweiterung der König-Brauerei verschwunden
Kronprinzenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Bruckhauser Straße
Krummbeeckstraße Straße in Beeck
Kurze Straße ehem. Straße in Beeck; vordere Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Landstraße Mitte des 18. Jahrhundert Name der -> Friedrich-Ebert-Straße zw. Stockum und Beeck; -> Hogenweg
Lange Kamp Straße in Beeck; frühere Namen -> Nordstraße und -> Schlageterstraße
Lehnhofstraße Straße in Beeck; Straße zum Lehnhof; -> Lehen, Lehn
Leibnizstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Pestalozzistraße; Leibnizstraße 11 in DU-Beeck ist die Anschrift der Geschäftsstelle des -> Bürgerverein Beeck e.V.
Lierheggenstraße Straße in Beeck
Lindenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Hartmutstraße (Ostacker)
Magdalenenstraße Straße in Beeck
Malstattstraße Straße in Beeck
Marktplatz Straße in Beeck; Der Marktplatz in Beeck wurde 1891 angelegt.
Mittelstraße ehem. Straße in Beeck; als -> Gotenstraße heute teilweise erhalten
Möhlenkampstraße Straße in Beeck
Möllershofstraße Straße in Beeck
Nattenbergshof Straße in Beeck; Hof auf dem natten (nassen) Berg, nördlich des Beeckbaches an der Mündung in die Emscher
Neanderstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Uferstraße; -> Südstraße = Teil der heutigen Neanderstraße
Norbertstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Heinrich-Baken-Straße (Ostacker)
Nordstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Lange Kamp; danach: Schlagerterstraße
Oberstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Lange Kamp
Ostackerweg Straße in Beeck; Der zum Acker im Osten führende Weg
Oststraße ehem. Straße in Beeck; Verlängerung der vorderen Friedhofstraße in Richtung -> Papiermühlenstraße; (s.a. Süd-, Nord-, Weststraße)
Papiermühlenstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Friedenstraße
Pestalozzistraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Leibnizstraße
Pothmannstraße Straße in Beeck; ehem. Straßenname -> Reststraße
Prinz-Friedrich-Karl-Straße Straße in Beeck; früherer Name -> Friedrich-Carlstraße;  -> Kurze Straße: früherer Teil der Prinz-Friedrich-Karl-Straße
Prinz-Heinrich-Straße Straße in Beeck
Reststraße früherer Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Pothmannstraße
Rönsbergerstraße zum Rönsbergerhof
Sachsenstraße Straße in Beeck
Sandbrück Straße in Beeck; möglicherweise befand sich hier eine flache Sandinsel, eine Furt, in der Emscher, über die man nach Meiderich kam
Sarriskämpchen Hausstelle von 1750; heute Stratenwerth; dann auch Name der -> Dalackerschen Straße
Schellenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Ackerstraße
Schillerstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Schleiermacherstraße
Schlageterstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Lange Kamp; davor: Nordstraße
Schleiermacherstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Schillerstraße
Schuirkamp Straße in Beeck; Acker in Beeck, neben der Scheune (Schuir) gelegen.
Sonderburger Straße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Helmholtzstraße
Spannagelstraße Straße in Beeck
Stepelsche Straße Straße in Beeck
Stockumer Straße Straße in Beeck;
Südstraße ehem. Straße in Beeck; Teil der heutigen -> Neanderstraße; (s.a. Nord-, Ost-, Weststraße)
Talstraße Straße in Beeck
Taubenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Hopfenstraße
Theodorstraße ehem. Straße in Beeck; früherer Name: -> Köngstraße; Im Zuge der Erweiterung der König-Brauerei verschwunden
Uferstraße ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr; ehem. Straßenname -> Nattenbergstraße
Vereinsstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Im Bremmenkamp
Viehsteegsche Straße, Viehsteegstraße führte von -> Östrich über den Bach zur -> Honse; heute vom Lange Kamp zum Beeckbach, folgte ungef. dem heutigen Verlauf des Emscherkanals; Straße durch den Viehsteeg; darüber wurde das Vieh ins Bruch getrieben;
Vogelsbergstraße kurze Straße in Beeck; Zugang vom Lange Kamp mit 3 Häusern am ev. Altenheim.
Wandjesstraße Straße in Beeck
Wasserstraße ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr;
Welkenbergstraße Straße in Beeck
Werntgenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Furtacker
Weststraße Straße in Beeck; (s.a. Nord-, Ost-, Südstraße)
Windmühlenstraße Straße in Beeck; heute nur noch teilweise erhalten; teilweise heute Gelände der König-Brauerei
Wygertstraße Straße in Beeck
Straßendorf Dorfgemeinschaft mit Häusern entlang einer Straße
Strek "en Strek spölle": einen Streich spielen
Strickhöltjes Streichhölzer
Strickspöhn Streichhölzer, Streichspähne
Ströppken liebevolle Bezeichnung für ein kleines Kind, an dem man seine Freude hat
ströpe kurzen Spaziergang machen, stromern
Stronzbühel, Strunzbühel Protzbeutel, aufgeblasener Kerl, Angeber
stronzen prahlen, angeben
Stroot Straße
Stropp Aufhänger an Jacke, Mantel
Strunzläppken Ziertuch in der äußeren linken Brusttasche einer Anzugjacke
stucken besondere Fertigkeit beim -> "Knickern": eine oder mehrere Murmeln werden aus der fast flachen Hand in den Pott/die Kulle gestoßen, so dass andere Knicker herausfliegen. Je nach Regel darf man alle rausgeflogenen behalten oder man bekommt den ganzen Pott, wenn z. B. nur eine Kugel rausfliegen durfte.
Stühl und Bänk oder Puspas Suppe aus Bohnen, Wurzeln und Kartoffeln in Würfel zerschnitten
Stuhltag jährl. Hauptversammlung einer Zunft am Tag des Zunftheiligen
stupsen jemanden anstoßen, auch scherzhaft, z. B. mit dem Ellbogen stoßen. Mit etwas mehr Schwung wird das "Stupsen" zum Schubsen, durch das jemand auch zu Fall gebracht werden kann. -Ein kleiner "Stups" ist ein kleiner Stoß, aber auch Kosewort für ein kleines Kind; davon dann sehr familiär "Stüppken" und "Stuppekind".
Stuss "Dä redet Stuss": Unsinn; weit verbreitet, aus dem Jiddischen
Stussel ('ss' gesprochen wie 's' in so): hat allerhand merkwürdige schlechte Eigenschaften; unbeholfen, im geselligen Kreis unangepaßt, stur und trägt die Nase zu hoch
Stüt(t)chen Milchbrötchen mit oder ohne Rosinen
Sünd und Schand ist es, wegzuwerfen, was man noch essen kann
Sugigel Blutegel
Suhrampfer -> Schweinebruch, Schweinsbruch; -> Bruckhausen
suppen, poppen, katen "Saufen, poppen, katen sin eure Heldentaten!" - Hochdeutsch: "Alkohol trinken, Geschlechtsverkehr, Karten spielen sind eure Heldentaten!"; Schimpfspruch an junge Männer
Suppstrot Wer "en Suppstrot is", hat immer Durst und muß trinken. "Suppe(n)" = trinken/saufen. "Strot" = Kehle, Gurgel, Hals (auch im Niederl.): also eine Saufkehle.
Sviensbruch, Swinsbruch -> Schweinebruch, Schweinsbruch; -> Bruckhausen
T  
Tacken  (1) Groschen; "Heiermann" das Fünfmarkstück, "Fuchs" das Fünzigpfennigstück, ein "Tacken" ist ein Groschen, "Fuffi" ist der Fünfzigmarkschein, "Hunni" der Hundertmarkschein
Tacken (2) Spiel unter Kindern oder arbeitslosen Erwachsenen: ein Pfennigstück wird gegen einen Bretterzaun geworfen. Die Lage der zurückprallenden Münzen bestimmt, wer gewonnen hat und das Geldstück kassiert.
Tak Ast (holl.). "Dä hat en Tak ab": er ist nicht mehr ganz (dicht).
Tallje (frz. 'taille'); "Oh, schön heute. Da kannsse auf Tallje gehn": im Kostüm, Jackenkleid, im Kleid gehen, weil es nun warm genug ist
Talstraße Straße in Beeck
Tammariechen wenn von Tante Mariechen die Rede ist. Aus Tant' Mariechen wurde Tan'Mariechen und schließlich "Tammariechen". "Wat sommwo Tammariechen denn mitbringen?" - "Nix wie liebe Kinder. Da freutse sich ammeisten drüber."
Tantbörschel Zahnbürste
Tapet "op et Tapet komme": zur Sprache bringen
Tapetenflundern Linsen (Ungeziefer), die hinter der feuchten Tapete leben, flach wie Flundern
tau flott, schnell
Tau Kordel
Taubenstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Hopfenstraße
tauhen sich sputen
Täuken Verkleinerung von Tau: ein Stück Kordel
Tat Torte
Teilchen Kleingebäck: Schnecken, Schweineöhrchen, Nußecken und auch Sahneschnitten
Teut Kanne aus Holz und Blech
Theodorstraße ehem. Straße in Beeck; früherer Name: -> Königstraße; Im Zuge der Erweiterung der König-Brauerei verschwunden
Tewen Zehen, Füße. "Tu ma deine Tewen da weg."
Thomasbirne Thomas, Erfinder des Verfahrens, indem das feuerflüssige Eisen in riesigen, birnenförmigen Gefäßen durch das Einblasen von Sauerstoff vom Phosphor befreit wird
Thrönken "Kumma wie süß et auf sein Thrönken sitzt!" Das Kind sitzt also auf seinem "Thron", dem Töpfchen, und macht sein Geschäft.
Thyssen, August Großindustrieller, *1842 †1926; gründet 1876 ein Eisenwerk, das die Grundlage zu einem großen Konzern der Hüttenindustrie wird (ATH = August-Thyssen-Hütte).
Tick inne Musik "En Tick inne Musik" (Betonung auf der ersten Silbe) hat, wer "nicht ganz gescheit" ist.
Till Mathilde
Tille "Kumma da, dä neue Macker von die Tille." - "Tille" ist verächtliches bis gehässiges Wort für Mädchen, -> "Macker" ist ein fester Freund.
Timpen "Dä hat wieda ein'n im Timpen!" - zwischen angetrunken und volltrunken
titschen mit Daumen und Zeigefinfern -> Knicker zusammenschnippen; wie -> dötschen, besonders aber auch eintauchen, tunken (Kekse im Kaffee -> stippen.) "Eiertitschen" ist der österliche Brauch, gekochte Eier gegeneinanderzuschlagen; wessen Ei unversehrt bleibt, ist Sieger.
Titt Zeit
TKS Thyssen-Krupp-Stahl; hervorgegangen aus der -> ATH
Töhle (reudiger) Hund
Tönn, Tünn Anton
tötere trinken
tofte gut, toll; "Die -> Ille hat en tofte Kover."
Tomp auch: Tump; Zipfel eines ins Wasser ragenden Landstückes
Tonne " … kannsse inne Tonne kloppen!" - ist nicht wert.
Tönnekesdrieter wer sein Geschäft auf der Tonne macht
Tot tragbares Gefäß mit Schüttvorrichtung, für Kohlen z. B. oder auch für Wasser. Es hat also einen entsprechend praktischen Griff und eine Schnute.
toter Mann Schwimmfigur: mit gestreckten angelegten Armen auf dem Rücken liegen, ohne unterzugehen
Tränentier langsam, melancholisch; -> Tranfunzel
Tranfunzel ursprünglich Öllampe, jetzt Schimpfwort für jemanden, der zu langsam ist
Transuse langsames, verträumtes (pubertierendes) Mädchen; -> Latschke
transsenieren jemanden drangsalieren, unaufhörlich ärgern, fast quälen. Und wer's tut, hat Spaß daran. "Kumma Mama, wat da mich am tranzenieren is!"
trappieren (engl. 'trap' = Falle) "So. Habbich dich endlich trappiert!" Auf frischer Tat ertappt, bei verbotenem Tun erwischt.
Traut, Treu Gertrud
Tres, Trees Therese
Trick 17 der bewunderte pfiffige Kniff, mit dem ein meist technisches Problem im Alltagsleben gelöst wurde. Nach dem Krieg, als noch nicht alles zu haben und zu kaufen war, kam es zur Bewältigung des Lebens auf diese Tricks an, und der verblüffend praktische war der "Trick 17".
Triefnas triefen = tropfen; "Wem die Nas läuft, da hat en Triefnas. Un wer schwer von -> Kapee is, da is en Triefnas."
triezen jemanden mit einer bestimmten Hartnäckigkeit ärgern; Steigerung ist -> piesacken
Trift Auf- oder Abtrieb des Viehs zur/von der Weide
Trin Katharine
trödeln langsam schlendern, drömmeln. "Sich vertrödeln" = zu spät kommen
Tröt Röhre oder eine Trompete bzw. ein anderes Blasinstrument. "Dat Kind bläst dä ganze Tach auf dat Ding rum!" - "En Krümmel inne Tröt" hat man, wenn einem etwas im Hals stek-kengeblieben ist oder die Stimme nicht klingt
Trottoar (frz. trottoir) Bürgersteig
tschökes Veränderung von "tschüss", das wahrscheinlich über "djö", "tjö", "tschö" von franz. dieu, nämlich "a dieu" kommt, also "mit Gott" oder Adieu heißt
tschüskes wie -> tschökes: Tschüß, Adieu
Tucke Schimpfwort für ein Mädchen oder eine Frau, wird oft mit "blöde" verstärkt. "Mit die blöde Tucke geh ich nich!"; (Tucke: Verballhornung von Tuck Henne?)
Tütebell quadratisches Netz an einem Kipparm zum Fischfang
Tullus Unsinn, Albernheit, übertriebenes Gedöns oder Firlefanz, auch Schwierigkeiten und Aufregung
tummeleut kopfüber, durcheinander
tuppen leicht stoßen, schlagen, klopfend necken: "Du kriss gleich eine getuppt, wennze nich aufhörs!"
tusame zusammen
Tütteltante vergeßlich, verkalkt, zitterig
Tütti sehr kurzsichtig
Twasdriever Quertreiber
Tweil Aufnehmer
U  
uethäcken ausklügeln
uetschämpe ausschimpfen
uetstaffiere ausstatten und einrichten
ühreg eigensinnig
Ufer (dat U.) auch: Uver; in Stockum an einem Arm der Emscher; dort lag die Straße "opt Ufer".
Uferstraße ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr; früh. Straßenname -> Nattenbergstraße; Viertel (vorw. Türk. Ghetto) 1990 wg. Emissionsnähe zur ATH abgerissen
Ullefutz kleines Kind
ullich jung, klein
Ullige/r Der, die "Ullige", die "Ulligen": weitest verbreitete und verwendete Wort für kleine Kinder; abwertend auch für kleinwüchsige Erwachsene
undönig knatschiges und nörgelndes Kind oder Erwachsener
unübel "Dä is nich unübel, dä Karl, nä, iser nich." Nur in Verbindung mit "nich", also eine doppelte Verneinung von "übel": wer "nich unübel" ist, ist "ganz in Ordnung".
Upkamer der einzige unterkellerte Raum im alten niederrheinischen Bauernhaus. Er lag dadurch etwas höher als die anderen Räume und war auch wärmer. Die Upkmer diente meistens als Schlafzimmer des Bauern.
ürige Prumm unansehnliche, vertrocknete Pflaume; derb für eine Frau, mit der "nicht viel los" ist; auch ein "Püppchen-rühr-mich-nicht-an" oder "Mauerblümchen".
uselig kränkeln, Grippe bekommen; unansehnlich aussehen oder -bei Lebensmitteln - nicht mehr gut; naßkaltes, ungemütliche Wetter
Uttus Julius
uzen und "veruzen": jemanden hänseln, auf den Arm nehmen
V  
vandaach heute
Vanüss Küchenherd
vera(r)schen für dumm verkaufen; "Willse mich veraschen?"
verbängelt verprügelt
verbieje verbieten
verbimsen verhauen
verbubbeln aus Versehen ein Geheimnis verraten
verdömpele vertuschen, verschweigen
verdorri "Verdorri nominal, warum klappt dat nich": ungeduldiger Ausruf; wie "verdreit", "verdammt", "verdorrich".
verdötscht verwirrt; "Mit sonne verdötschte Jacke kannse nich gehn." Auch ein Hut kann "verdötscht" sein, und ein Tischtennisball ist unbrauchbar, weil er einen "Dötsch" hat. Wenn etwas völlig zugrundegerichtet ist, dann ist es -> "verhunzt"
verdummdeuveln jemanden "fürn Aap" halten, "veräppeln"; auch in schon betrügerischer Weise. "Dat hab ich längs raus. Ich lass mich doch nich von dem verdummdeuveln."
verdünnisieren abhauen, sich aus dem Staub machen
Vereine, Institutionen  
Kleingartenvereine KGV Beeck Stepelsche Straße e.V.
  KGV Blühe Immer e.V. Papiermühlenstraße
  KGV Möhlenkamp e.V. Möhlenkampstraße
  KGV Zum Emschertal e.V. Schellenstraße
Kulturvereine Gitarrenchor Alt und Jung gemeinsam unterwegs
  Karnevalsgesellschaft Grün-Gold Bruckhausen-Beeck 1984 e.V.
  Männerchor der Königbrauerei „Die Königtreuen“
  Musik- und Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“
  Stadtspielmannszug „Spielfreunde Gut-Spiel“ e.V.
Sportvereine 1. Beecker Judo Club 1969 e.V.
  Angler-Vereinigung Beeck-Beeckerwerth e.V.
  Ballspielverein 05 Dusburg-Beeck e.V.
  Beecker Bürgerschützenverein 1894 e.V.
  Beecker Schießverein 1903 e.V.
  Beecker Turnverein 1887 e.V.
  Samurai-Dojo Beeck e.V.
  Sport-Center Budokan e.V.
  TuS Stockum Beeck 1898 e.V.
  Victoria Beeck 1921 e.V.
Sonstige Vereine, Institutionen AWO Begegnungsstätte für ältere Mitbürger, Goeckingkstr. 45
  Stadtteilbibliothek Beeck, Lange Kamp 5
  Bürgerfunk Sender RIO, Koopmannstr. 98; Redaktion BaB (Bürgerfunk aus Beeck)
  Bürgerverein Beeck e.V., Leibnizstr. 11
  Buschnattern e.V, Karl-Albert-Str.
  EG-DU- Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, Ortsteilbürgerbüro, Friedrich-Ebert-Str. 321
  Falkenheim Beeck, Friedhofstr. 10
  Sozia e.V., Friedrich-Ebert-Str.
Vereinsstraße ehem. Straßenname in Beeck; heutiger Name -> Im Bremmenkamp
verfumfeile verpfuschen
verhakstöckere beratschlagen
verhackstücken in kleine Teile zerlegen, um es besser erklären zu können
verhohnepiepeln verhöhnen, verspotten; "piepeln" stellt das Fiese heraus
 verhökern unter der Hand verkaufen oder auch auf dem Trödelmarkt; -> verscherbeln
verhunzt nicht mehr anzusehen häßlich oder zugrunde gerichtet. Auch eine Landschaft kann verhunzt werden
verkammesohle prügeln
verkasematucke(l)n jemandem etwas zu erklären versuchen, auch vergeblich. „Sich einen verkasematucke(l)n" = sich einen trinken oder lecker essen.
verkendsch verwirrt
verkehrt unausgeschlafen, knatschig
verkimmeln beim Spiel verlieren; "sich einen verkimmeln" = sich genüßlich einen genehmigen; "etwas verkimmeln" = gemütlich etwas essen
verkinschen verrückt oder nicht mehr ganz bei Verstand sein
verkloppen verprügeln, im besonderen etwas verkaufen, meistens günstig oder zu billig;  (-> verticken)
verklören jemandem etwas klarmachen
verklüngeln "Wennze wat nich wiederfindes, weilet irgendwo liegengelassen hass, dann hasse dat verklüngelt!"
verknusen gernhaben; schmusen und knuddeln; "Ich könnt dich verknusen" lässt Vorfreude aufkommen. Bei "Die kann ich nich verknusen" besteht wenig Hoffnung darauf.
verkohlen beschwindeln
Verkoofmichel Trödler, billiger Jakob; einer, der einem irgendwas verhökern will
verlöten saufen und versaufen; frecher Spruch über Klempner: "Wat die morgens klemmen, gehn die abens verlöten."
vermasseln (mit stimmhaftem 's') jemandem etwas verderben; alles ist "vermasselt" = alles ist verdorben; -> versaubeuteln
vermöbelt verprügelt
verohsele verelenden
verratzen sich verschlafen
verratzt "Da bisse verratzt" = da bist du sehr überrascht, oder auch: verraten und verkauft
verrotte verkümmern
versaubeuteln verderben, dreckig machen, -> vermasseln
verschängelieren "Jetz kuck dich bloß ma dat Fahrrad an, eima verliehen, un schon isset total verschängeliert." Es ist also verschrammt, verdreckt, häßlich.
verscheißen "Dä hat bei mich verschissen! Bis zum Kaisermanöver!" Mit dem will der Sprecher also lange nichts mehr oder nie mehr etwas zu tun haben. - "Verscheiß dich!" = "Verpiss dich!" = "Hau ab!"
verscherbeln unter der Hand verkaufen oder auch auf dem Trödelmarkt; -> verhökern
verschlonze Kleidung nicht pflegen
verschreue(n) versengen beim Bügeln; sich einen Sonnenbrand holen
verschrompele verschrumpfen
verschröppen jemanden verhauen
verschütt verloren
versoffenes Loch herbe Titulierung eines Trinkers, ob einmal oder öfter betrunken
verstreichen weggehen: "Verstreich dich!" - "Ich verstreich mich jetz ma."
vertelle erzählen
Vertellekes / Verzellekes Zusammensitzen oder -stehen und dabei erzählen, das ist "vertellekesmachen". Die Geschichten selbst heißen "Vertellekes", auch wenn sie als Gerüchte kursieren. "Halt keine Verzellekes!" mahnt zur Eile oder Sachlichkeit: "Red' nich lang drumherum."
verticken etwas verkaufen, meistens günstig oder zu billig; (-> verkloppen)
Vertun "Da gibbet kein Vertun"! Da kannst du dich sicher drauf verlassen.
Victor, Heinrich baute 1850 am -> Eiskeller eine Brauerei
Viehof Berufungsgericht (Appell- oder 2. Instanz) für die Oberhöfe des Essener Stiftes
Viehsteegsche Kamp Acker, Weide in Beeck
Viehsteegsche Straße, Viehsteegstraße Straße durch den Viehsteeg; darüber wurde das Vieh ins Bruch getrieben; führte von -> Östrich über den Bach zur -> Honse; heute vom Lange Kamp zum Beeckbach, folgte ungef. dem heutigen Verlauf des Emscherkanals
Vogelhändler Gerichtsvollzieher, weil er den "Kuckuck" auf die Möbel klebt
Vogelsberg Acker in Stockum, hat wohl durch die vielen Vögel seinen Namen.
Vogelsbergstraße kurze Straße in Beeck; Zugang vom Lange Kamp mit 3 Häusern am ev. Altenheim.
Vogt Lehnsinhaber der von der Obrigkeit (Adel, Kirche) verliehenen Besitztümer; auch: Vorsitz des -> Hofgerichts
Vogteigericht ursprgl. ist der (Ober-, Sattel-) Hof Beeck Sitz des Hundertschaftsgerichts im klevischen Territorium. Danach hat er als Amtsmittelpunkt einer geistlichen Grundherrschaft (erst Abtei Werden, dann Stift Essen) Immunitätsrecht, d.h. er ist nicht der weltlichen Gerichtsbarkeit unterstellt, ist abgabenfrei, hat eine eigene Gerichtsbarkeit, ausgeübt durch einen -> Vogt (advocatus), im Bereich des Hofes und der dazugehörigen Hufen. Er ist weisungsbefugt an Besitzer, Aufsitzer, Pächter der Hofesgemeinschaft in Hofesangelegenheiten. d.h. vorwiegend Grundstücksstreit. Mit der Vogtei sind nicht nur Einkünfte (Vogtbede) verbunden, Vogtei und Gerichtsbarkeit sind wichtige Voraussetzungen zur Landeshoheit (Stift Essen, Grafen von der Mark, Grafen und Herzöge von Kleve als Erbvögte). Der Oberhof wird jedoch schon im 13. Jhdt. aus der Gesamtvogtei herausgenommen und den Limburg-Styrumern übergeben. Diese übergeben die Ausübung der Vogtei an einen ritterbürtigen Dienstmann, nach seinem Wohnsitz Ritter von Beeck.
Volang "Mit en Volang dran siehdet schöner aus": ein aufgesetztes, meist gerafftes Stoffstück am oberen Rand der Gardine, des Vorhangs oder auch an einem Kleid (von frz. volant).
vör(r)an "Mäk vörran!" = "Beeil dich!" Die Betonung liegt auf der ersten Silbe. "Dat geit überhaups nich vörran hier! ": die Arbeit macht keine Fortschritte. "Nu aber ma vörran hier!" bedeutet starkes Antreiben zu jedweder Tätigkeit.
W  
Wackerdonck Ackerstück bei Bruckhausen
Waffel "Dä hat ein'n anne Waffel!" : Der ist bescheuert, blöd.
Währdühwel fleißiger Mensch
Wantjen/Waintjen von 'winden' bzw. 'wenden'; Gewann = Unterabteilung der Flur, Pflugland bis zur Pflugkehr; Gewande = Grenze, Umkreis, Grenzland, Mark; Billewantjen ( "billen" = spalten), Acker; Buschwantien, Weide; Kerkewantien, Weide; Stoppelwantien, Acker; Weitwantien, Acker; alle in Beeck an der Emscher.
Walderbengenossenschaft Zusammenschluß der ältesten Hundertschaftsbewohner, die Miterben des königlichen Waldes waren. Sie waren verantwortlich für die Pflege des Waldes. Sie be­saßen das Recht der Eichelmast, nicht aber das der hohen Jagd.
Wandjesstraße Straße in Beeck
Wappen von Beeck Das Beecker Wappen weist eine Dreiteilung auf, im ersten Feld das Clever Wappen, in der ersten Hälfte des zweiten Feldes das der Grafschaft Mark, darunter im grünen Feld die Emscher. Das Wappen der Herzöge von Cleve trägt acht goldene Lilienstäbe in Form eines Andreaskreuzes, das Wappen der Grafschaft Mark zeigt auf goldenem Grund in Rot und Silber dreireihig ineinandergeschachtete Balken. Der Oberhof untersteht dem besonderen Schutze der Herzöge von Cleve und dem Grafen von der Mark. Aus dieser Schutzherrschaft erklärt sich auch das Wappen von Beeck. Eine im Stadtarchiv zu Münster aufbewahrte Urkunde zeigt ein wohlbehaltenes Siegel von Beeck auf.
Ware Esswaren
Wassermühlen z.B. -> Papiermühle
Wasserstraße ehem. Straße in Beeck, gibt es heute nicht mehr; Viertel (vorw. Türk. Ghetto) 1990 wg. Emissionsnähe zur ATH abgerissen
wat (mit kurzem 'a'): an Rhein und Ruhr verbreitet: Wat is? Wat is dat dann; wat is dat denn. Wat von Ullig. Wat en Ding. Hasse wat, bisse wat. Willsse wat, krisse wat. Such dich en Mädchen wat wat is un wat wat kann. Wat später! Wat en Heini. Wat fürn Papierkorb. Wat für Doofe. Wat noch? Wat kucksse? Wat machsse. Watte hass, dat hasse. Wat?
wat bestellt „Die Anne hat sich wat bestellt": sie erwartet ein Kind.
Wat hasse wat kannse so schnell wie möglich
wat kommt dat? Was kostet das?
Waterkätel Wasserkessel
Weckel gewickeltes Halstuch (bei Männern); Kragen
Weckmann Hefegebäck, "Stutenkerl" zu St. Martin und Nikolaus; von "Wekken": länglicher Weizenbrotlaib oder -brötchen. "Wennze'n auf hass, is er weg!"
Wegedritter Gerstenkorn (also die eitrige Entzündung am Augenlid, die so aussieht), und seltsamerweise sagt man jemandem, der eines bekommt, er habe an einen oder auf den Weg geschissen.
weg vom Fenster "Weg vom Fenster" ist jemand, wenn er weg ist, genau: wenn er gestorben ist. Das Wort erinnert an die Gewohnheit, im Fenster zu liegen, d.h. aus dem offenen Fenster nach draußen zu sehen und sich das Treiben anzuschauen.
Weks Prügel; aber auch: Festkleidung
Weksdos Schuhcremeschachtel; Bordell, Nutte
Weihe Wiesen
Weistümer verschiedene einschränkende Bestimmungen zur Nutzung von Wald, Wiese und Bach; Einschränkung der -> Gerechtsame
Weißpfennig alte Münze, auch Albus genannt
welde Russ lebhafter Mensch
welde Themes Thymian
Welkenberg von -> Wilkenberg; Gebietsbezeichnung zw. Stockum und Beeck
Welkenbergstraße Straße in Beeck; -> Wilkenberg
Welle "Ne Welle machen" = angeben; "Mach ja nich die Welle!"
Wem Wilhelm
Wendmöhl -> Windmühle
Wenkels Hauswinkel: ineinander verschachtelte, kleine Häuser
Wenterkönig Zaunkönig
Weppstärtje Bachstelze
Werntgenstraße Straße in Beeck; früherer Name -> Furtacker
Weststraße Straße in Beeck; (s.a. Nord-, Ost-, Südstraße)
Wey Weide
Weygarde (Op de W.) Ackerland in Stockum, durch kleine Weiden von der Emscher getrennt
Weykamp in Stockum, meist Weide
Wibbelkes/Wimmelkes Johannisbeeren
Wibbelsterz schnell hin und her wackelnder Schwanz; unruhig sitzendes und hin und her rutschendes Kind oder auch Erwachsener
wiederkriegen Racheschwur nach Beleidigung oder Schläge: "Dat kricht die wieder!"
Wie isset? "Wie isset?" ist das "How-do-you-do" in Duisburg und im Ruhrgebiet. Die Antwort lautet meist: "Wie't so is!" oder " 't geht so!".
Wiemeln rote Johannisbeeren
Wien (sprich: wi-en) Weidenbäume
Wiesnas Wer in allem Bescheid zu wissen meint; dreimalklug, Besserwisser
Wilke Weidenbaum; von [altengl.]: welig; -> welkenberg
Wilkenberg Die Anhöhe, wo Weidenbäume stehen, wachsen, da von der Emscheraue das Gelände ansteigt.(-> Welkenbergstraße)
Will Wilhelm
Willem "Den dicken Willem markieren": großspurig auftreten, angeben
Windmühle 1839 erbaut von Bäckermeister Peter Bahten aus Ruhrort, Ecke Bruckhauser Straße/Windmühlenstraße; 1930 abgerissen
Windmühlenstraße Straße in Beeck; heute nur noch teilweise erhalten; teilweise heute Gelände der König-Brauerei
Winkel, der Weide an der Emscher in Stockum; ovales Stück, von einem schmalen Wasserlauf und einem Weidenring größtenteils umgeben, der aussieht wie ein schmales Flussbett.
Wipproller Kinderroller, der nach einem Anschub mit einem Fuß dann mit beiden Füßen auf der Wippe, die mit Zahnstange und Zahnrad verbunden war, durch Hoch- und Niedertreten angetrieben wurde.
Wixbösch Schuhbürste; „Dä hat en Schlach mitte Wixbösch!" sagte man jemandem nach, "dä se nich alle hatte".
Weksdos Wischbürste; aber auch: Frau mit vielen Männerbekanntschaften
wo für "woher" und "wohin": "Wo kommsse?" - "Bruckhausen." - "Wo gehsse?" - "Pommes."
Woey, Waey, Wayde, Wade sumpfiger Abfluss; "waten"; tiefes Wasser, dunkler See
Wohnstov Wohnstube
Worbele Waldbeeren
Wosch Wurst. "En Stöck Wosch aufe Hand" ist meist die Fleischwurst ( -> "Allerliebste"). Kleine Kinder bekommen sie beim Metzger als Belohnung fürs Stillsein.
Wöschken Würstchen, auch Schimpfwort für einen kleinen Jungen oder Mann. "En arm Wöschken" ist soviel wie "en ärme Söck", und in der Wendung "Kumma, wat die für'n  Wöschken anhat" handelt es sich um ein zu enges oder ausgegurktes oder verschlissenes Kleid.
Wotteln/Wurzeln jemandem "de Wotteln/die Wurzeln schrappen" = ihm deutlich die Meinung sagen, zurechtweisen und Vorhaltungen machen, die -> "Lewitten lesen"
wriggeln einen Nachen ( -> Flieger) mit einem Paddel am Heck vorwärts bewegen, indem man Achten ins Wasser schlägt.
Wucht Menschen und ihre Veranstaltungen können "eine Wucht sein" und "Wucht haben". "Die Musik, die die machen, di is vielleicht ene Wucht." - "Aber die Frau, die is ersma ne Wucht. Die musse sehn." - "Du kriss ne Wucht!" droht Prügel an.
wupptich ähnlich wie "zacktich" und "kapaftich" bei einer schnellen Bewegung
wurmen "Dat wurmt mich so, dat glaubsse nich." Es nagt an der Seele.
Wygertstraße Straße in Beeck
X  
   
Y  
   
Z  
zapp zarapp "kurze Fuffzig", kurz und bündig, weg damit; auch "mitgehnlassen" im Sinne von "diesen hier": "stiebitzen", klauen.
zappen "in'n Kaffee zappen": eintunken, "stippen"
zappenduster nicht nur für "völlig dunkel", auch als Aufforderung zur Ruhe, wenn Kinder noch im Bett herumtoben: "Getz is aber gleich zappenduster hier."
Zausel alter eitler Kerl
Zeche Westende Kohlenbergwerk in Meiderich mit 2 Schächten, 1859 gegründet; 1900 ca. 490 Beschäftigte, Tagesförderung ca. 800t Steinkohle; 1927 stillgelegt; „Westende“, weil man hier das westl. Ende des Kohlevorkommens vermutete
Zehnten, Zehnte Teil den zehnten Teil der Feldfrüchte und vom Vieh schuldet der Bauer als Abgabe dem König oder der Kirche. Von Karl dem Großen zum Gesetz erhoben.
Zehntkarre mit ihr holen die Mönche jede zehnte, stehengelassene Garbe vom Feld in die Abtei
Zeusel Fahrrad
Zielwasser "Dä hat Zielwasser getrunken" wird gesagt, wenn man einen Betrunkenen torkeln sieht.
Zoppemetz Küchenmesser; das kleine Kartoffelschälmesser; -> Pittermesser, Pittermann
zoppen Eintunken und Einweichen von Brot und Kuchen, zumeist des Weißbrots (speziell des Weckmanns) in den Kaffee oder Kakao; beliebt bei Kindern und alten Menschen.
Zohres "Zu Haus gibbet bestimmt Zohres": Ärger, Krach.
Zossen für Kinder/Nachkommen bezeugt. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist "Zossen" ein altes Pferd.
Zunft Handwerkerverband; -> Gilde
Zwangsmühle die vom Grundherrn bestimmte Mühle, in der die abhängigen Bauern ihr Getreide mahlen lassen mussten.
zwei boisse Kempkes Weide zwischen zwei Emscherarmen in Stockum; mit Wald oder Buschwerk? (frz. 'bois' = Wald)
Ende / Stand 10.03.2006  
Neuerungen / 04.09.2006 sind bereits in die Tabelle eingearbeitet
awer aber 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Bees Biest 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
broje braten
butte draußen
Desch Tisch
Dochd Docht für die Petroleumlampe
Döhn(e)ke(n) "Tönchen“: Anekdote, lustige Geschichte, meistens in Mundart erzählt
Düßberg Duisburg
Gewech Gewicht
glöwe glauben
Hochtittswagel Hochzeitskutsche
Insiehn Einsehen
Inwöhners Einwohner (Mz.)
Körfke (Einkaufs-)Körbchen
kreen krähen, schreien
Lampezelender Lampenzylinder für die Petroleumlampe ( Beeck bekommt erst a ca. 1906 elektrische Stromversorgung)
Läwe Leben
Löff Luft
löff lüften; "en Rätsel löff": ein Rätsel lösen
Löffelken ("Löffelchen")-> Kulleföttken
Melkbure Milchbauern
mödden müssen
ömmertu immerzu
Peere Birnen
Peerebööm Birnbäume
rackern "affrackern": sich müde arbeiten
rupe rufen
Schabelönder einer der in schäbigen Sachen rumläuft
Scho(o)lblage Schulkinder
stappen gehen, schreiten; (engl. step)
Strek "en Strek spölle": einen Streich spielen
Stroot Straße
Tränentier langsam, melancholisch; -> Tranfunzel
tusame zusammen
Ware Esswaren
Weihe Wiesen
Weckel gewickeltes Halstuch (bei Männern); Kragen
Wendmöhl -> Windmühle
Wenkels Hauswinkel: ineinander verschachtelte, kleine Häuser